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Politische Frauen im Musiktheater „Grausam, grauenhaft, großartig“

„Ein politischer Mann ist widerlich, ein politisches Weib aber grauenhaft.“ Richard Wagner hielt nicht viel von den politischen Fähigkeiten einer Frau und macht das auch in so manchen seiner Werke deutlich. Da war er nicht der Einzige.

Von Agnieszka Zagozdzon

Richard Wagner schrieb einmal in einem Brief an Franz Liszt – Bezug nehmend auf die Figur Ortrud in seiner Oper Lohengrin: „Ihr Wesen ist Politik. Ein politischer Mann ist widerlich, ein politisches Weib aber grauenhaft […]. Wir kennen in der Geschichte keine grausameren Erscheinungen als politische Frauen.“ Und doch soll laut Wagner die Darstellung von Ortrud auf der Bühne „großartig“ sein.

Biest oder Bewunderte?

Woher kommt dieser Zwiespalt zwischen der Rolle von politisch ambitionierten Frauen als Biester in Musiktheaterwerken einerseits und der Faszination für sie andererseits? Sind all diese Frauenfiguren immer nur bösartig oder gibt es Werke, in denen sie weitaus differenzierter dargestellt werden? Ein Blick in die Geschichte des Musiktheaters.

 

© Deutschlandradio Kultur, Musikszene, 12.9.2017

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