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„Der Chancengenerator“ Warum wir besser mischen und uns weniger einmischen sollten

Du hast das große Los gezogen. Glückwunsch! Jetzt essen dich die anderen auf. Denn nur so überleben sie den Schiffbruch. Du kommst in den Rundfunkrat, ins Parlament, kriegst ein Stipendium, ein Transplantationsorgan. Pech gehabt! Denn du scheiterst im Parlament oder stirbst am Transplantat.

Von Florian Felix Weyh

Leben wir nicht in einer Gesellschaft, die alles nach Kriterien verteilt? Kein Kriterium ist umfassend gerecht, keines funktioniert so perfekt, dass die Welt nicht besser werden könnte.

Der Chancengenerator erprobt eine Utopie: Alle Verteilungsprozesse erhalten einen Zufallsfaktor, das Los mischt mit – ja manchmal mischt es verkrustete Verhältnisse erstmals auf. Dabei ärgert der Zufall Ideologen links wie rechts: Er ist nicht an Leistung gebunden (rechts) und garantiert keine Gleichheit für alle (links). In einem Wort: Er ist furchtbar ungerecht. Aber in einer gerechten Verteilung.

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© SWR 2, Feature. 24.9.2017

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