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„Pornos, Clubs und sexpositive Frauen“ Queeres Begehren

Beate Uhse war gestern. Heute bewegen sich die KonsumentInnen zwischen veganem Dildo und Bondage-Workshop. Wöchentlich werden Pornoscreenings, wahlweise mit Live-Musik, gezeigt. Festivals und wilde queere Sexparties locken, wie einst die Sirenen, in die Stadt. Der Gang in den schwulen Darkroom auf ein Feierabendbier gehört zum Standard eines durchschnittlichen Hipsters. Queer ist hip.

Von Julia Vorkefeld

Wir erlauben uns einen Blick hinter die liberale Kulisse. Funktioniert die sexuelle Überschreitung wirklich als Mittel, um sich von gesellschaftlichen und ökonomischen Konventionen zu befreien? Dient sie wirklich der kritischen Reflexion? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Erotik-Industrie, queerer Subkultur und Entwicklung der Sexualität an sich? Wieviel Befreiung steckt in queerer Sexualität? Oder wird ihre Existenz in der Nische nur solange geduldet, wie sie einer kapitalistischen Wirtschaft nützt? Ist die Nische „queer“ noch eine Nische oder eine marktwirtschaftliche Zielgruppe, die dem neoliberalen Zeitgeist entspricht? Wie liberal und gut gefickt sind wir wirklich? Wieviel Herrschaft steckt auch in dieser nicht heteronormativen Sexualität?

Wir treffen auf Macherinnen queerer Pornografie, einen Veranstalter queerer Sexparties, eine Sexclubbesitzerin und eine Pionierin lesbischer, sexpositiver Kunst.

© Bayern 2 , Nachtstudio, 3.10.2017

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