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„Todo sentimiento“ Der Pianist Rubén González und der Son Cubano

Er war der gewandteste Sonero am Klavier: Rubén González machte mit seinem virtuosen Spiel beim Buena Vista Social Club den kubanischen Son weltberühmt.

Mit Cecilia Aguirre

Am 8. Dezember 2003 starb Kubas berühmtester Gentleman des Pianos: der stets lächelnde Rubén González. Die rhythmischen Grundlagen des Son lernte Rubén González beim legendären Tanzorchester von Arsenio Rodriguez im Havanna der 40er-Jahre. Es folgten Jahre in verschiedenen Formationen und Aufenthalte in Panama und Venezuela. Zurück auf Kuba spielte González im Ensemble Kubavana des Sängers Alberto Ruiz, in den Tanzorchestern Riversideund América del 55 und der Jazzband Siboney. Erst nachdem sich der schon über 70-jährige von Arthritis geplagte Sonero schon in den Ruhestand zurückgezogen hatte, kam im Jahr 1997 mit dem legendären Buena Vista Social Club der große Durchbruch. Die Idee des Produzenten Ry Cooder, den traditionellen Son im Stile der 40er- und 50er-Jahre wiederaufleben zu lassen, war ganz nach González‘ Geschmack. Cooder begeisterte sich: „Rubén González spielt wie eine Mischung von Thelonious Monk und Felix the cat“. Erst mit Rubén González und dem Buena Vista Social Club fand das isolierte Kuba seinen Platz auf der internationalen Musiklandkarte.

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© WDR 3, Jazz & World, 6.12.2017

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