„Stomu Yamash’tas Pioniersound“ Die Wiederentdeckung des japanischen Ausnahmemusikers Stomu Yamash’ta
Anlass dieser Spielräume ist die kürzlich beim französischen Label WeWantSounds wiederveröffentlichte Kult-LP „Sunrise From West Sea“ von Yamash’ta & The Horizon. Mit Marlene Schnedl.
Darauf zu hören ist eine tiefe, kosmische und beeindruckende Performance, live aufgenommen, am 18. April 1971 in der Yamaha Hall in Tokio, mit dem legendären japanischen Perkussionisten, Keyboarder und Komponisten Stomu Yamash’ta plus zwei weiteren wichtigen japanischen Musikern: Takehisa Kosugi, Geiger und Gründer des experimentellen Ensembles „Taj Mahal Travellers“ und Pianist Masahiko Sato. Hideakira Sakurai bereicherte das Trio an der elektrischen Langhalslaute Shamisen.
Stomu Yamash’ta wurde von John Cage einmal als einer der besten Schlagzeuger der Welt bezeichnet. Geboren wurde Tsutomu Yamashita 1947 in einer Musikerfamilie (sein Vater war Dirigent der Kyotoer Philharmoniker), er studierte in den 1960er Jahren an der Juilliard School in New York City und am Berklee College of Music in Boston; Yamash’ta verfeinerte seine Fähigkeiten, indem er sowohl Musik von u.a. John Cage, Morton Feldman, Toru Takemitsu als auch Jazz und freie Improvisation spielte. In Boston lernte er den japanischen Musikerkollegen Masahiko Sato kennen, ihre Freundschaft führte ein paar Jahre später zur Aufnahme des bahnbrechenden Albums „Metempsychosis“ (1971) für Nippon Columbia. Im selben Jahr veröffentlichte Yamash’ta sein hochgelobtes Soloalbum „Red Buddha“, erschienen in Europa und den USA.
Stomu Yamash’ta wurde später einem größeren Publikum durch seine Beteiligung an den Soundtracks zu Robert Altmans Film „Images“ (1972) – in Zusammenarbeit mit John Williams – und Nic Roegs Klassiker „The Man Who Fell to Earth“ (1976) sowie durch seinen Ausflug in Fusion mit seiner Gruppe Go bekannt. Wir streifen durch diese fruchtbare Schaffensperiode Yamash’tas und hören seinen pionierartigen Sound, der die japanische Musikszene zur damaligen Zeit revolutionierte.
Links:
Yamash’ta & The Horizon
Studs Terkel interviews Japanese percussionist Stomu Yamash’ta
Hans Werner Henze: Prison Song · Stomu Yamash’ta
Stomu Yamash’ta – Hans Werner Henze / Peter Maxwell Davies / Toru Takemitsu Prison Song / Turris Campanarum Sonantium / Seasons
Stomu Yamash’ta- Go
© Ö1, Spielräume Spezial, 3.4.2022
Komponist/Komponistin: Stomu Yamash’ta
Titel: Sunrise From West Sea Part: 1
Solist/Solistin: Masahiko Satoh-Electric Organ
Solist/Solistin: Takehisa Kosugi-Electric Violin
Solist/Solistin: Hideakira Sakurai-Koto [Elec. Koto], Shamisen, Percussion – Hideakira Sakurai
Solist/Solistin: Stomu Yamash’ta-Percussion
Länge: 16:45 min
Label: WeWantSounds
Komponist/Komponistin: Stomu Yamash’ta
Titel: As Expanding As
Solist/Solistin: Stomu Yamash’ta-Percussion
Länge: 09:12 min
Label: SPALANX CD 14512
Komponist/Komponistin: Stomu Yamashta
Vorlage: Walter Tevis
Titel: Mandala/instr.
Ausführende: Stomu Yamashta /Instrumental
Länge: 08:37 min
Label: Universal 4799030 (2 CD)
Komponist/Komponistin: Stomu Yamash’ta
Lyrics*Michael Quartermain
Titel: Ghost Machine
Solist/Solistin: Jerome Rimson-Bass
Solist/Solistin: Michael Shrieve-Drums
Solist/Solistin: Pat Thrall-Guitar
Solist/Solistin: Al Di Meola-Guitar [Solo]
Solist/Solistin: Stomu Yamashta-Percussion, Piano
Solist/Solistin: Klaus Schulze-Synthesizer
Solist/Solistin: Karen Friedman-vocals
Solist/Solistin: Steve Winwood-Vocals, Keyboards
Länge: 03:45 min
Label: Island Records – ISLD 10