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Klangkunst: „Die Verwechslung der Freiheit“ Von Katharina Zimmerhackl

Der Nachtfalter als Sinnbild: Angezogen vom warmen Licht findet er Verwirrung und Tod. Eine Hörspielcollage über die Frage, welche Freiheit heute überhaupt möglich ist.

„Sie wissen glaube ich, daß sie sich verflogen haben, denn wenn man sie nicht vorsichtig wieder nach draußen entläßt, so verharren sie reglos, bis der letzte Hauch aus ihnen gewichen ist.“ Ausgehend von einem Zitat aus dem Roman „Austerlitz“ von W.G. Sebald nutzt die Autorin das Bild des Nachtfalters als Parabel neoliberaler Subjektivität: Falschen Lichtern hinterhergeflogen, flattert er orientierungslos herum, erschöpft sich zunehmend und verharrt am Ende in einer steinernen Schreckstarre. Ein Stück über Metamorphosen und mythische Verwandlungen, über Einverleibungsfantasien und versteinernde Körper. Und über die Sehnsucht nach einer anderen Freiheit als der, die die postmoderne Gesellschaft uns bietet.



„Die Verwechslung der Freiheit“ Von Katharina Zimmerhackl
Mit Textfragmenten von Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Roland Barthes, Roger Caillois, Friedrich Eggers, Sigmund Freud, Manfred Koch, Ovid, Sylvia Plath, Friedrich Schnack, W.G. Sebald und Christa Wolf
Sprache: Lena Dorn, Barbara Fressner, Jörg Vogel und Katharina Zimmerhackl
Gesang: Julia Pellegrini und Friederike Merz
Violine: Doretta Balkizas
Musik und Ton: Andreas Kurz
Mehrstimmige Arrangements: Julia Pellegrini
Abmischung der Arrangements: Thomas Mark
Autorenproduktion 2020

Katharina Zimmerhackl, geboren 1983, hat Medienkunst, Druckgrafik und Grafikdesign in Leipzig und Finnland studiert. Sie war Stipendiatin an der Jan van Eyck Academie in Maastricht. Im Grenzbereich von konzeptueller Kunst und Theorie geht sie der Entstehung von Wissensformen mit Blick auf deren politische Tragweite und Widerhall in den Subjekten nach. Gefundene Materialien werden in mehrstimmige Skripte und grafische Notationen überführt, die Körper und Stimme in den Fokus rücken. Sie ist Redaktionsmitglied in der feministischen Zeitschrift „outside the box − Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik“.

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