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Gründung im Kaffeehaus „100 Jahre Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM)“.

Vor 100 Jahren wurde die IGNM in Salzburg gegründet. Ein Symposium schlägt den Bogen zur Jetztzeit. Von Egbert Hiller.

Als die Internationale Gesellschaft für Neue Musik (IGNM) 1922 ins Leben gerufen wurde, war die Welt noch eine andere. Europa befand sich im Schatten des Ersten Weltkriegs. Der Ruf nach Völkerverständigung schien das Gebot der Stunde. Und die IGNM berief sich auf das Vorbild des Völkerbundes, mit dem Ziel ein neutrales und pluralistisches Netzwerk zu bilden, in dem Komponisten und Komponistinnen aus der ganzen Welt vertreten und miteinander verknüpft sind. Gegründet wurde die IGNM – charakteristisch für Österreich – in einem Kaffeehaus: im Café Bazar, das heute noch existiert. Es liegt unmittelbar an der Salzach im Herzen von Salzburg, der Barockstadt, die damit auch auf dem Feld der Neuen Musik Geschichte schrieb. Das Symposium „Wegzeichen Neue Musik“ am Salzburger Mozarteum ließ die Geburtsstunde und die Entwicklung der IGNM bis heute Revue passieren – in wissenschaftlichen Vorträgen sowie mit einer Ausstellung und Konzerten.



© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 4.10.2022

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