Dakhabrakha im Konzert „Hohe schwarze Mützen“
Die Band Dakhabrakha bringt im Berliner Tempodrom Folkmusik mit tribalistischer Percussion zusammen. Sie treibt Spenden für humanitäre Hilfe ein. Von Katja Kollmann.
Ohne ihre weithin sichtbaren Kopfbedeckungen – hohe schwarzen Mützen – treten sie nicht auf, die Künstlerinnen von Dakhabrakha. Im Berliner Tempodrom tragen die Musikerinnen dazu bodenlange dunkle Röcke, weiße Blusen und über der Brust ein Accessoire, das bei Nina Garenetska an einen Brustpanzer erinnert, bei ihren Kolleginnen Olena Tsybulska und Iryna Kovalenko einer schusssicheren Weste ähnelt. Hinter ihnen eine gelb leuchtende Videoleinwand. Darauf eine Botschaft, die die ukrainische Band ihrer Musik schon seit langem voranstellt: „Stop War! Stop Putin!“
Seit über neun Monaten aber ist Krieg in der Ukraine. Die international bekannte Band nutzt die Zeit, um durch Nord-, Mittelamerika und Europa zu touren und auf diese Weise Geld für notwendiges Equipment in der Heimat zu akquirieren. Dazu weisen die Künstler:Innen während des Konzerts explizit auf Organisationen hin, die zum Beispiel mit Spendengeldern Notstrom-Aggregate erwerben.
TAZ, Kultur, Musik, 7.12.2022