Musik der Zeit [1] – Maschinenraum / NOW
Uraufführungen und Werke von Georges Aperghis, Mithatcan Öcal, Günter Steinke, György Ligeti. Pathos abstreifen und „Emotionen zünden“. Der Wahlfranzose Georges Aperghis hat eine Mission. Seine „Études“ sind alles andere als technische Orchesterübungen.
„Ich bin derjenige, der übt“, kommentiert der aktuelle Siemens-Preisträger. Die Komponisten dieses Programms machen das Orchester zum Solisten und bestaunen die Maschinerie. Wenn Mithatcan Öcal sein neues Werk „Maschinenangst“ nennt, verbirgt sich dahinter eine Herausforderung an die Individuen, die das komplexe System zum Leben erwecken. Günter Steinke wirft indessen einen Blick unter die sinfonische Motorhaube: Wie in einem Zoom steigt er „in mikroskopische Klangstrukturen, so dass immer neue Tiefennuancen entstehen.“ Ein wilder Orchester-Maschinist war der Klangarchitekt Iannis Xenakis. „Ata“ gleicht einem Energiesturm, benannt nach der Göttin des Verderbens. György Ligeti hingegen reicht eine einzige, aber besondere Musikmaschine, um Klangmassen in Bewegung zu setzen.
Georges Aperghis: Études V-VII für Orchester, Kompositionsauftrag des WDR, Uraufführung
Mithatcan Öcal: Maschinenangst II für Orchester, Kompositionsauftrag des WDR und des Festivals NOW!, Uraufführung
György Ligeti: Volumina für Orgel
Günter Steinke: Horizonte für Orchester, Kompositionsauftrag des Festivals NOW!, Uraufführung
Iannis Xenakis: Ata für 89 Musiker:innen
Dominik Susteck, Orgel; WDR Sinfonieorchester,
Leitung: Emilio Pomàrico
Aufnahmen aus der Kölner Philharmonie und der Philharmonie Essen
WDR 3, Konzert, 10.11.2022