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Musikneuerscheinung: Ben Frost: „1899“ und ein Requiem für den Regenwald

Der in Island lebende Komponist bringt den brasilianischen Dschungel zum Klingen. Und er steuert den Soundtrack für „1899“ bei. Von Christian Schachinger.

Für die Fertigstellung des Album Broken Spectre hat Ben Frost insgesamt drei Jahre benötigt. Der seit Jahr und Tag in Island lebende Komponist und Elektronikmusiker war gemeinsam mit dem kanadischen Fotografen Richard Mosse und dem in Los Angeles beheimateten Kameramann Trevor Tweeten im brasilianischen Regenwald unterwegs, um die dort gewonnenen Eindrücke dokumentarisch festzuhalten. Vor allem auch interessierte sich das Trio für die Auswirkungen des Klimawandels und die brutale Abholzung des Dschungels.



In den letzten Jahren steuerte Ben Frost unter anderem auch den Soundtrack zur Streamingserie Dark bei. Gegenwärtig ist er mit seinen Kompositionen in der durchwachsen rezipierten Netflix-Serie 1899 zu hören. Dabei könnte man sich dank Soundtrack titeln Frosts wie Wake Up!, This Can’t Be Real oder Dieses Mal wird sie aufwachen einige Stunden vor dem Bildschirm ersparen, um den Sinn des ganzen unheimlichen Brimboriums zu erfassen.



© Der Standard, Kultur, Musik, 2.1.2023

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