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Mirna Funk zwischen Berlin und Tel Aviv

Die jüdisch-deutsche Autorin Mirna Funk. Feature von Christina Höfferer. Sie will „Fun Fun Fun“, sagt Mirna Funk. Sie pendelt zwischen Berlin und Tel Aviv und wenn sie einen Roman schreibt, wird sie selbst zur Romanfigur, erzählt sie.

Als sie ihren erfolgreichen Debütroman „Winternähe“ in Tel Aviv verfasst, fühlt sie sich wie ihre Protagonistin Lola. Zu der Zeit lernt sie – quasi als Lola – den Vater ihrer Tochter kennen. Nach der Abgabe des Textes wird sie wieder zu Mirna – und verlässt ihn.

Mirna Funk wurde 1981 in Ost-Berlin als so genannte Vaterjüdin geboren. Ihr Vater ist Jude, ihre Mutter nicht. Mittlerweile ist sie zum Judentum konvertiert. Mirna Funk arbeitet im Bett. Sie ist Teil eines Writers‘ Room, eines virtuellen Autor:innenkollektivs, hat eine TV-Serie und eine TV-Sendung entwickelt. Dazu kommen Panels, Lesungen und Moderationen. Parallel dazu entstehen ihr dritter Roman und ihr zweites Sachbuch. Wenn sie in ihrer Sex-Kolumne im Frauenmagazin „Cosmopolitan“ das männliche Ejakulat „Leben“ nennt, ergießt sich der x-te Social-Media-Hatestorm über sie. Doch Mirna Funk lässt das kalt. Sie macht sich ständig über sich selbst lustig und stellt fest: „Was für eine schräge Figur ich doch bin.“

Es gebe ganz viele talentierte Menschen, so Mirna Funk, bestimmt auch eine Frau, die besser schreibt als sie. „Ich bin nur so erfolgreich geworden, weil ich einfach so krass viel arbeite, zu allem Ja sage und jedes E-Mail innerhalb von wenigen Minuten beantworte“, meint sie.



© Ö1, Tonspuren, 26.2.2023

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