Musiktipps

Spiritueller Jazz als sinnsuchender Marketinggag?

Ljubiša Tošić untersucht das verstärktes Aufkommen von spirituell getönter Musik bei Shabaka Hutchings, Kamasi Washington und Lakecia Benjamin.

„Space is the Place!“, hat Bandleader Sun Ra einst gepredigt. Folgerichtig wollte er, der Erfinder des spirituell angehauchten Science-Fiction-Freejazz, nach seinem Ableben zurück zu seinem Heimatplaneten Saturn reisen. Ob sein Vorhaben am 30. Mai 1993, als er nach irdischen Kriterien starb, gelang, weiß man nicht. Sicher ist: Sun Ra hat im Jazz die Attitüde des fantasievoll predigenden Visionärs kultiviert, die auch Shabaka Hutchings nicht fremd ist.



© Der Standard, Jazz, 22.4.2024

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