Gerhard Rühm zum 90. Geburtstag. Keine Kunstform ist vor ihm sicher. Kein Detail darf hoffen übersehen zu werden. Ebenso originell…
Von Claudius Seidl. Ihre Drehbuchautoren konnten sie durch Schmutz und Verderben schicken, sie blieb immer unberührt. Die Schauspielerin Shirley MacLaine wird neunzig. Ein Glückwunsch.
An diesem Mittwoch wird Shirley MacLaine neunzig Jahre alt – und wer mitfeiern möchte, als Zuschauer, Bewunderer, Fan, der sollte sich endlich einmal „Some Came Running“ anschauen, Vincente Minnellis Melodram, das allerdings mehr und Stärkeres als nur ein feierliches Gefühl evoziert.
In den Bestenlisten der Filmgeschichte wird „Some Came Running“ unverständlicherweise nicht geführt, obwohl er, 1958, doch Vollendung, Abschluss und zugleich schon Überwindung jener späten Filmklassik war, in der das Hollywoodkino noch einmal zeigte, welche Emotionsgewalten auf einer großen, breiten und in allen Farben glühenden Leinwand entfesselt werden konnten.
© FAZ, Feuilleton, 23.4.2024
