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„Zusammenbruch und Abstieg“ Die Lange Nacht der Niedergänge

Von Andrea Roedig. Rom, Atlantis, die Azteken, heiratsunwillige Damen oder besessene Spieler: Der Niedergang erzählt von einer Zeit ehemaliger Größe und vom Verlust. In ihm stecken Größe und Fall, Melancholie und Transformation – und vielleicht ein Stückchen Happy End.

Tief ist das menschliche Bedürfnis nach einem Happy End. Auffallend häufig und gerne erzählen wir aber auch Geschichten vom Niedergang. Die Tragödie ist deren klassische Form. Der Niedergang ist nicht Dystopie, vielmehr erzählt er von einer Zeit ehemaliger Größe und vom Verlust. Er kann die Form der plötzlichen Katastrophe haben oder eines langsamen Untergehens – jedenfalls kennt der Niedergang einen Wendepunkt, eine Zeit davor und eine danach. In der „Langen Nacht” geht es um Niedergänge aller Art, um Rom, Atlantis und die Azteken, um heiratsunwillige Damen, besessene Spieler, hoffnungsvolle Klone und berühmte Bankrotteure. Was ist die Struktur des Niedergangs? Gibt es Elemente, die den Niedergang auslösen, beschleunigen, aber auch verhindern können? Im Niedergang stecken Größe und Fall, Melancholie, Nostalgie und Transformation. Ganz sicher gibt es aber auch eine Erotik des Untergangs. Niedergänge faszinieren, sie können süchtig machen und vielleicht steckt – zu guter Letzt – in ihnen ja auch ein Stückchen Happy End.



Zusammenbruch und Abstieg
Die Lange Nacht der Niedergänge
Von Andrea Roedig
Regie: Giuseppe Maio

© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 30.11.2024

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