Radiotipps

Die Radiotipps für den 18.1.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht

„Allein mit meinem Spiegelbild“ Die Lange Nacht der Mascha Kaléko
Von Hans Bräunlich. Regie: Rita Höhne

Mascha Kalékos Verse über den Alltag für den Alltag sind sowohl gegenwartsnah als auch zeitlos, sind geprägt von Melancholie und Ironie. Sie sind zwar verwandt den Gedichten von Erich Kästner, Kurt Tucholsky und Joachim Ringelnatz, haben jedoch ihren eigenen, weiblich-zärtlichen Klang und ihren unverwechselbar poetisch-sarkastischen Charme. Mascha Kaléko, 1907 in Galizien geboren, wird in den 1930er-Jahren in Berlin als moderne Bänkelsängerin für das Feuilleton entdeckt. Ihre zuerst in Zeitungen, später auch in Büchern gedruckten Verse sind markante Beispiele großstädtischer Gebrauchslyrik und zugleich Fragmente einer versteckten Autobiografie. Mascha Kaléko emigrierte 1938 mit ihrem zweiten Ehemann in die USA, kehrte in den 1950er-Jahren nach Europa zurück, lebte später vereinsamt in Israel und starb vor 50 Jahren, am 21. Januar 1975, in Zürich. Über ihr von Konflikten und Verlusten geprägtes Leben äußerte sich Mascha Kaléko selbst nur ungern und verwies stets auf ihre Gedichte. Sie werden wie ihre Prosa-Skizzen daher in dieser dokumentarisch-lyrischen Collage bewusst als Teile ihres Lebensmonologes gedeutet und sollten auch so gehört werden. Ausschließlich Lyrik- und Prosa-Zitate wurden mit Brief-, Tagebuch- und Zeitzeugen-Zitaten assoziativ verbunden, um so ein möglichst authentisches wie literarisch überzeugendes Porträt der Frau und Dichterin Mascha Kaléko zu zeichnen.


18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik“ Live und in Aufzeichnungen vom Tag aus dem Radialsystem Berlin
Elnaz Seyedi & Anja Kampmann: „Dunst – als käme alles zurück“ für zwei Stimmen und Ensemble (2023)
Kompositionsauftrag des Ensemble Ascolta, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung und die Kulturstiftung des Bundes
Einat Aronstein, Sopran; Birte Schnöink, Stimme
Ensemble Ascolta
ca. 19.00
Márton Illés: „Torso V“ für Streichquartett (2007)
Misato Mochizuki: „Brains“ für Streichquartett (2017 – 2020, 2024)
Uraufführung des vollständigen Zyklus
Helmut Lachenmann: „Gran Torso“ Musik für Streichquartett (1971/1978/1988)
Quatuor Diotima
ca. 21.00
Iris ter Schiphorst & Felicitas Hoppe:
„Was wird hier eigentlich gespielt? Doppelbiografie des 21sten Jahrhunderts“ für zwei Stimmen, Ensemble und Elektronik (2020 – 2023)
Kompositionsauftrag des Ensemble Ascolta, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung und die Kulturstiftung des Bundes
ca. 22.00
Malin Bång: „sinews“ für für Snare Drum, Keyboard und E-Gitarre (2024)
Uraufführung, Auftragswerk Pony Says
Helmut Oehring: „(fâld) nicht ERSTARREN“ für E-Gitarre, Keyboard und E-Drumset (2023)
Yiran Zhao: „Negative Space A“ für E-Gitarre, E-Drumset, Synthesizer und Video (2021)
Philipp Krebs: „inherence“ für E-Gitarre, Synthesizer und Drumset (2023)
Pony Says


18:20 Uhr SWR Kultur Jazz

Dizzy for President! – Dizzy Gillespies Präsidentschaftskampagne 1964. Von Henry Altmann
Im November 1964 prangte auf dem Cover des JazzmagazinsDownbeatder Trompeter Dizzy Gillespie als US-Präsident. Er wollte den Krieg in Vietnam beenden und sich für Abrüstung einsetzen, die Bürgerrechtsbewegung unterstützen, das White in „Blues House“ umbenennen und Jazzunterricht an allen US-High Schools einführen. In seinem Schattenkabinett saßen u.a. Duke Ellington und Mary Lou Williams. Es war ein Spass – aber Ernst gemeint.Your politics ought to be a groovier thing. So get a good president who’s willing to swing – Erinnerungen an ein Präsidentschaftskampagne mit Drive, Witz und Musik.


20:00 Uhr ByteFM Electro Royale Musik aus Strom mit Martin Böttcher

Gedächtnislücken!
Wer kennt ihn nicht, den Gedanken: „In welchem Track habe ich denn diesen Sound schon mal gehört?“ Eine Antwort gibt es nicht immer, auch nicht in der neuen Ausgabe von Electro Royale. Dafür viele gute Tracks von Ela Minus, Cameo Blush, Luciano, Julio Victoria und vielen mehr.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„Wildly tender is thy music“ Lieder aus dem Moor Von Merzouga
Ton und Technik: Christoph Rieseberg und Jens Müller
Komposition: Merzouga Gesang: Filippa Gojo
Regie: die Autoren Deutschlandfunk 2024 Ursendung
Die Dichterin Emily Brontë kannte die karge Schönheit der Moore aus ihrer Kindheit. Das Kölner Klangkunstduo Merzouga entdeckt in ihren Gedichten Songs für unsere Zeit und entführt uns in den faszinierenden Lebensraum Moor.


22:00 Uhr Bremen 2 Sounds in concert

„Nichtseattle“ Mitschnitt vom 13. November 2024, Schlachthof Bremen
Katharina Kollmann alias Nichtseattle gehört zu den besten Texterinnen die die deutschsprachige Indiepoplandschaft derzeit zu bieten hat.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Atelier neuer Musik

„Geräusche, Mehrklänge, elektronische Modulation“ Johannes Schwarz erweitert das zeitgenössische Fagott-Spiel
Von Egbert Hiller

Intensiv erforscht Johannes Schwarz, Jahrgang 1970, die akustischen Phänomene des Fagotts. Er hat in Köln, Basel und Berlin studiert und ist seit 2003 Mitglied im Ensemble Modern. Geradezu systematisch sammelt, analysiert und erweitert er das breite Sound-Spektrum des Instruments samt seinen Luftgeräuschen und komplexen Mehrklängen. Ebenso interessieren ihn Möglichkeiten elektronischer Klangmodulation. Als Solist, Duo-Partner und Ensemblemitglied, nicht zuletzt in enger Zusammenarbeit mit Komponierenden, setzt er seine Ideen und Experimente kreativ in die Wirklichkeit um. Zahlreiche Uraufführungen und über 25 eingespielte Tonträger zeugen davon.


23:00 Uhr HR 2 The Artist’s Corner

„Kennen Sie Musik, die man nur am Lautsprecher hören kann?“
Elektronische Musik aus Studios in aller Welt vorgestellt von Karlheinz Stockhausen


23:03 Uhr SWR Kultur Ohne Limit

„Pirate Prentice‘ Paranoia“ Hörspiel für Stereo-Kopfhörer von Klaus Buhlert
Unter Verwendung der Duineser Elegie Nr. 1 von Rainer Maria Rilke
Musik und Regie: Klaus Buhlert (Produktion: SWR 2020)
anschließend ca. 23.40 Uhr: Musik von Howard Skempton „Surface tension“


23:03 Uhr WDR 3 Studio Akustische Kunst

„Screamerz“ von Freya Edmondes und Peter Kutin. Mit Ilka Geyer
„Screamerz“ basiert auf Rohheit. Sprache oder literarische Konstrukte sucht man in der Komposition vergebens. Im Zentrum steht das Unmittelbare. Vibrierende Atemzüge. Unvorhersehbar. Irgendwo zwischen Gehirn, Lunge, Stimmbändern, Kehle und Zunge.„Screamerz“ basiert auf Rohheit. Sprache oder literarische Konstrukte sucht man in der Komposition vergebens. Im Zentrum steht das Unmittelbare. Vibrierende Atemzüge. Unvorhersehbar. Irgendwo zwischen Gehirn, Lunge, Stimmbändern, Kehle und Zunge.


23:05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht

„Allein mit meinem Spiegelbild“ Die Lange Nacht der Mascha Kaléko
Von Hans Bräunlich Regie: Rita Höhne (Wdh. v. 22./23.12.2007)

Mascha Kalékos Verse über den Alltag für den Alltag sind sowohl gegenwartsnah als auch zeitlos, sind geprägt von Melancholie und Ironie. Sie sind zwar verwandt den Gedichten von Erich Kästner, Kurt Tucholsky und Joachim Ringelnatz, haben jedoch ihren eigenen, weiblich-zärtlichen Klang und ihren unverwechselbar poetisch-sarkastischen Charme. Mascha Kaléko, 1907 in Galizien geboren, wird in den 1930er-Jahren in Berlin als moderne Bänkelsängerin für das Feuilleton entdeckt. Ihre zuerst in Zeitungen, später auch in Büchern gedruckten Verse sind markante Beispiele großstädtischer Gebrauchslyrik und zugleich Fragmente einer versteckten Autobiographie. Mascha Kaléko emigrierte 1938 mit ihrem zweiten Ehemann in die USA, kehrte in den 1950er-Jahren nach Europa zurück, lebte später vereinsamt in Israel und starb vor fünfzig Jahren, am 21. Januar 1975 in Zürich. Über ihr von Konflikten und Verlusten geprägtes Leben äußerte sich Mascha Kaléko selbst nur ungern und verwies stets auf ihre Gedichte. Sie werden wie ihre Prosa-Skizzen daher in dieser dokumentarisch-lyrischen Collage bewusst als Teile ihres Lebensmonologes gedeutet und sollten auch so gehört werden. Ausschließlich Lyrik- und Prosa-Zitate wurden mit Brief-, Tagebuch- und Zeitzeugen-Zitate assoziativ verbunden, um so ein möglichst authentisches wie literarisch überzeugendes Porträt von der Frau und Dichterin Mascha Kaléko zu zeichnen.


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