Die Radiotipps für den 27.1.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Klassik
Moderation: Elisabeth Hahn
Am 27. Januar ist der 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. In der Tonart Klassik erklingt ab 3 Uhr Musik von Komponisten, die von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden oder die Zeit musikalisch festgehalten haben, darunter Viktor Ullmann, Erwin Schulhoff, Karl Amadeus Hartmann und Vsevolod Zaderatsky. Bis 3 Uhr werden neue Klassikalben vorgestellt, u.a. symphonische Werke von Bedrich Smetana unter der Leitung von Petr Popelka und eine Aufnahme des Klavierduos Stenzl.
16:04 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk
Gast: Pinar Karabulut, Theater- und Opernregisseurin
Mit politischen und komplexen Inszenierungen mischt Pinar Karabulut die Theaterszene auf. Nach drei Jahren im künstlerischen Leitungsteam der Münchner Kammerspiele und erfolgreichen Ausflügen in die Welt der Oper wechselt sie nun als Co-Intendantin ans Schauspielhaus Zürich.
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
Musikalische Postkarten von Maria Masur & mehr Musik grenzenlos
„Postcard Picture“ – so heißt das aktuelle Album der 1990 in Berlin geborenen Sängerin Maria Masur, eingespielt mit einer klassischen Jazz-Trio Besetzung mit Klavier, Kontrabass und Schlagzeug, wobei die Drums nicht immer mit dabei sind, und es auch mal ruhiger und intimer zugeht.
19:30 Uhr Ö1 On Stage
Dichte Akkordik, flexible Rhythmen: Kris Davis
„Run The Gauntlet“: Pianistin Kris Davis und ihr neues Trio beim Jazzfestival Saalfelden 2024
„Run The Gauntlet“ – „Spießruten laufen“: So hatte die 44-Jährige das Programm überschrieben. Geboten wurde Musik, geprägt von dichten, wuchtigen, immer wieder in freie Gefilde ausfransenden Akkordballungen über variantenreichen, durchaus auch groovigen Rhythmen – wobei sich Bassist Robert Hurst und Schlagzeuger Johnathan Blake als hochflexible Dialogpartner erwiesen. Zu hören waren Eigenkompositionen der Pianistin und ihrer Trio-Kollegen sowie Wayne Shorters „Dolores“. Ein kraftvolles musikalisches Statement von Kris Davis!
20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
Live aus der Philharmonie Berlin: 80 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz
Berthold Tuercke: „Aus Geigen Stimmen für die geretteten Violins of Hope des Amnon Weinstein“ für 53 Violinen, eine Viola, ein Violoncello und gemischten Chor (Uraufführung)
Gideon Klein: Trio für Violine, Viola und Violoncello (bearbeitet für Streichorchester von Vojtech Saudek)
Mieczysław Weinberg: Streichquartett Nr. 5 (Fassung für Streichorchester)
RIAS Kammerchor Berlin; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Vladimir Jurowski
Zahlreiche Streichinstrumente von Überlebenden des Holocaust hat der Geigenbauer Amnon Weinstein in Tel Aviv gerettet und wieder spielfähig gemacht. In diesem Konzert erklingen sie zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.
20:03 Uhr ARD Konzert
Herbert Blomstedt zu Gast in München
Chor und Symphonieorchester des BR; Christina Landshamer (Sopran)
Marie Henriette Reinhold (Mezzosopran); Tilman Lichdi (Tenor)
Leitung: Herbert Blomstedt
Igor Strawinsky: „Psalmensinfonie“
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 2 B-Dur „Lobgesang“
(Konzert vom 10. Januar 2025 im Herkulessaal, München)
21:00 Uhr ByteFM Was ist Musik mit Klaus Walter
Gegenwartsfunde 25/1
Something Wicked This Way Comes. Rühreier. Garth & Garth. Moonchild Sanelly. Unfriedliche Pianogeister. Rip, Rig & Panic. Canada. L.A.Blues. Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist (war) die Traurigkeit. Wer vom Faschismus reden will, darf vom Kapitalismus nicht schweigen? Dancing in a gay bar, dancing in a lesbian bar.
22:03 Uhr ARD Jazz. Spotlight
Hören wir Gutes und reden darüber!
Von Beate Sampson, Roland Spiegel und Ulrich Habersetzer
23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf
Am Tisch mit Andrea Esser, Philosophin
Eigentlich wollte sie Journalistin werden, aber dann hat sie das Philosophieren nicht mehr losgelassen. Dabei hat Andrea Esser die eigenen blinden Flecken entdeckt, die unser Verhalten prägen, ohne dass wir es merken. Das sorgte bei ihr für viele Aha-Erlebnisse.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
Mit Ralf Summer
23:03 Uhr WDR 3 Open
The Bongo Hop: Der transatlantische Traum des Etienne Sevet. Mit Anna-Bianca Krause
The Bongo Hop, ein Bandkollektiv um den französischen Journalisten und Trompeter Etienne Sevet spielt, inspiriert von der Kultur Kolumbiens eine Musik, in der afrokaribische, südamerikanische und westafrikanische Elemente aufeinandertreffen.
23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Wortmusikalische Traumpaare: Mozart – Da Ponte (1/5)
Mit Christoph Vratz
23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton
2024 revisited. Neues für die Königin der Instrumente
Engel.Licht.Orgel. Beat Furrers revidierter „Angelus descendens“ im sich wandelnden (Licht-)Raum von Victoria Coeln
Den musikalische Ausgangspunkt des Abends am 14. Juli 2024 im Klagenfurter Dom bildete die Uraufführung eines Kompositionsauftrages des Carinthischen Sommers: Beat Furrer hatte sich für eine Neufassung seines „Angelus descendens“ durch die große Orgel dieses Kirchenraumes inspirieren lassen. Dazu spielte der Wiener Organist Wolfgang Kogert Orgelwerke, die von Licht und Lichtgestalten handeln: Sofia Gubaidulinas (geb. 1931) „Hell und Dunkel“, Johann Sebastian Bachs (1685-1750) „Vom Himmel kam der Engel Schar“, BWV 607 und „Pièce d’Orgue“, BWV 572, sowie Giacinto Scelsis (1905-1988) „In nomine lucis. Alla memoria di Franco Evangelisti“.
Wolfgang Kogert setzt sich besonders für neue Musik für die „Königin der Instrumente“ ein, sein Repertoire ist als Organist der traditionsreichen Wiener Hofburgkapelle und des ORF RadioKulturhauses in Wien breit gefächert. An diesem Abend verschmolz die Musik im Dom durch die Lichtkünstlerin Victoria Coeln in besonderem Ausmaß mit Licht und Raum – sie setzt sich in ihrem Werk mit dem Verhältnis von Körper, Wahrnehmung, Raum und Bewegung auseinander und eine Orgel ist wie kein anderes Instrument in den sie umgebenden Architektur eingebunden – beeindruckende Farbspiele und Lichtbrechungen zur Musik metamorphosierten den Blick des Publikums auf den Klagenfurter Dom.