Radiotipps

Die Radiotipps für den 5.2.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


17:00 Uhr ByteFM Golden Glades mit Sandra Zettpunkt

Street-Level Superstar
Exzentrische Berühmtheiten gibt es viele. Der größte Popstar jedoch, dessen Karriere nie richtig zündete, dieser Titel gebührt dem englischen Musiker Lawrence (er möchte nur bei seinem Vornamen genannt werden). Um den ehemaligen Leadsänger der kultisch verehrten Band Felt ranken sich seit Jahrzehnten Gerüchte: er würde sich etwa nur von Lakritze ernähren, und niemand habe jemals seine Toilette benutzen dürfen. Der britische Journalist Will Hodgkinson hat den Sonderling ein Jahr lang begleitet und ein vielschichtiges Porträt gezeichnet: «Street-Level Superstar, a year with Lawrence» heißt das Buch und zeigt uns den Musiker als hochkomplizierte, aber auch liebenswürdige Person. Golden Glades nutzt die Gelegenheit, um sich dem wechselhaften Werdegang von Lawrence zu widmen.


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Pauanne: Das Erbe der Ahnen & mehr Musik grenzenlos
Kukka Lehto (Geige), Tero Pennanen (Keyboards) und Oskari Lehtonen (Drums), sind zusammen Pauanne. Das Trio aus Finnland erfüllt alle landestypischen Klischees: sie sind schräg und kauzig, irgendwie unkonventionell.


19:04 Uhr Bayern 2 Zündfunk

Mein Ding mit 16: Schauspielerin Pegah Ferydoni
Mit Oliver Buschek und Noe Noack


19:30 Uhr Deutschlandfunk Zeitfragen. Feature

„Wutausbrüche, Telefonstreiche, Denunziationen“ Die Mitschnitte von Bürgeranrufen bei der Stasi. Von Franz Paul Helms
5. April 1979, in der Stasi-Zentrale in Berlin Lichtenberg sitzt ein Offizier vor der Telefonanlage im Nachtdienst. Es klingelt: „Jetzt ist Telefonterror, bis morgen früh!“, kreischt ein Mann ins Telefon. Über Stunden ruft er immer wieder an und beleidigt den Offizier. Er war nicht der Einzige. Bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv zeigen: Am Telefon trauten sich manche DDR-Bürgerinnen und -Bürger, was im Alltag noch undenkbar schien. Das MfS selbst war erstaunlich ratlos, wie es mit den „feindlichen Angriffen“ aus dem Telefonhörer umgehen sollte.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

Wigmore Hall, London
Philip Moore: Morning Prayers aus „3 Prayers of Dietrich Bonhoeffer“
Caroline Shaw: „and the swallow“ (Psalm 84)
Benjamin Britten: Hymn to St Cecilia op. 27
Ralph Vaughan Williams: Rest
Joanna Marsh: Evening Prayer „In Winter’s House“
Sir James MacMillan: Miserere „I saw Eternity the other night“
Gustav Holst: Nunc dimittis
Tenebrae
Leitung: Nigel Short
Aufzeichnung vom 03.02.2025
Englische und lateinische Hymnen und Gebete aus dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart bietet das britische Vokalensemble Tenebrae unter Leitung von Nigel Short bei seinem BBC-Lunchtime-Konzert in der Londoner Wigmore Hall, auf dass die Zuhörerinnen und Zuhörer spirituell gestärkt ihren Nachmittag verleben.


20:03 Uhr ARD Konzert

Russisches Programm in der Semperoper Dresden
Staatskapelle Dresden; Antoine Tamestit (Viola)
Leitung: Petr Popelka
Alfred Schnittke: Violakonzert
Peter Tschaikowsky: „Francesca da Rimini“, Sinfonische Fantasie op. 32
Igor Strawinsky: „Der Feuervogel“, Suite für Orchester (1919)
(Konzert vom 14. Januar 2025 in der Semperoper, Dresden)


22:00 Uhr ByteFM Hidden Tracks mit Kai Bempreiksz

Abendmusiken
Im Jahr 1982/83 entstand fast unbemerkt im Sauerland (Raum Paderborn) ein kosmisches Jazzalbum. Das Quartett Green Cosmos spielte es ein und nannte es „Abendmusiken“. Kurz danach löste sich die Band auf und die vier Bandmitglieder Bernd Düring (Piano), Michael „Mike“ Boxberger (Tenor-Saxofon), Ulrich Franke (Bass) und Alfred Franke (Drums/Kalimba) gingen ihre eigenen Wege. Vor einigen Jahren tauchte dieses Jazzalbum in einigen Web-Portalen wieder auf und wurde gerade via Frederiksberg Records (New York) wiederveröffentlicht.


22:03 Uhr ARD Jazz.

„Das Magazin“ Von Mauretta Heinzelmann
Jutta Hipps 100. Geburtstag, die Grammy Awards 2025 und ein Beitrag von Autor Florian Schmidt über „Film & Jazz – Kollektion bei Filmfriend“.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß Oder: Die Mappe des Lehrers. Von Hiromi Kawakami
Übersetzung aus dem Japanischen: Ursula Gräfe und Kimiko Nakayama-Ziegler
Bearbeitung und Regie: Heike Tauch
Komposition: Yu-Chun Huang
Ton: Jean-Boris Szymczak Deutschlandradio Kultur 2014
Tsukiko ist Ende 30. Sie hat sich in ihrem Single-Leben eingerichtet. Zur Liebe, glaubt sie, ist sie nicht begabt. Da trifft sie zufällig ihren alten Lehrer. Ganz vorsichtig entwickelt sich Nähe zwischen den beiden.


23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf

Am Tisch mit Nicole Schindelar, Schrottplatz-Chefin
Nicole Schindelar war erst 26, als sie eine Lebensentscheidung treffen musste. Im Dezember 2013 starb ihr Vater, der in zweiter Generation einen großen Autoverwertungshof führte. Als jüngste von drei Schwestern wagte sie den Sprung ins kalte Wasser. Sie stürzte sich in die Arbeit, versuchte herauszufinden wie die Dynamik der Branche funktioniert.


23:03 Uhr WDR 3 Open

Borderless Soundscapes: Der Multiinstrumentalist Stephan Micus. Mit Babette Michel
Die japanische Flöte Shakuhachi findet Babette Michel bei ihm ebenso wie das indische Streichinstrument Sarangi, die südamerikanische Tiple, burmesische Tempelglocken. Stephan Micus sprengt musikalische Grenzen, schafft meditative Klanglandschaften.


23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix

Zündfunk Playback: Die Band mit der Discokugel: Ein Porträt des LCD Soundsystem. Mit Ralf Summer
Vor 20 Jahren erschien ein prägendes Album der jüngeren Pop-Geschichte: das Debüt des LCD Soundsystem – die Erneuerer der Indie-Musik der Nullerjahre. Heute sagt man „Indie Dance“ dazu. Für den Zündfunk war es nicht nur „Album Des Jahres“ 2005, sondern auch das zweitbeste Album der Nullerjahre (nach „Neon Golden“ von The Notwist). Veröffentlicht wurde es am 24.1.05. Erkennungszeichen der Band war und ist: die Discokugel. Auf dem titellosen Erstling findet sich einer der Hits der Punk-Funk-Formation um Sänger James Murphy: „Daft Punk Is Playing At My House“. Und auf CD2 versammelt die New Yorker Band, in der auch Hot Chip-Gitarrist Al Doyle spielt, die einflussreichen Singles, die schon vor dem Debüt erschienen: „Losing My Edge“ und „Yeah“, die bereits 2002 und 2003 aufhorchen liessen und den Weg ebneten für den neuen, tanzbareren Indie-Sound, der heute noch aktuell ist. Seither kooperierten sie mit Arcade Fire, David Bowie oder den Gorillaz. Und wurden noch öfter kopiert. Nach längerer Pause wird im Jubiläums-Jahr 2025 ein neues Album erwartet. Zeit, sie wiederzuentdecken. Wiederholung vom 1. Februar 2025


23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Lyrik heute

„domino ouroboros – Selbsterwählte Einschränkungen.
Neununddreissig Gedichte einer rastlosen Niemandslandbewohnerin“. Von Julia Reichert

Gelesen von Martina Spitzer und Wolfram Berger, musikalisch begleitet von Melissa Coleman.
„Ouroboros“ heißt die mythologische Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt. Durch einen unglaublichen Zufall ist die im Oktober 2024 verstorbene Leiterin des Wiener Kabinetttheaters Julia Reichert knapp ein Jahr davor auf eines der „Schlangengedichte“ von Meret Oppenheim gestoßen. Die Regisseurin, Autorin und Puppenspielerin hat sich daraufhin einige Monate intensiv mit Schlangentexten auseinandergesetzt. Als Regel gilt, dass jedes Wort mit dem Endbuchstaben des vorhergehenden Wortes beginnt. Schon während der Arbeit an den ersten Texten hat die Autorin und Zeichnerin Gundi Feyrer damit begonnen, Julia Reicherts Gedichte in ihre Bildsprache zu „übersetzen“.


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