Berliner Konzert von Britin Nubya Garcia „Zusammenhalt ist wichtig“
Von Sven Beckstette (TAZ). Die Londoner Jazzsaxofonistin Nubya Garcia begeistert am Freitag mit den Songs des neuen Albums „Odyssey“ beim Konzert im Berliner Metropol.
Nubya Garcia hat Hunger. Das sagt sie gleich zu Beginn ihres Konzerts im gut gefüllten Berliner Metropol am Freitagabend. Leider habe die Essensbestellung nicht geklappt und so steht die britische Saxofonistin nun mit leerem Magen auf der Bühne. „Die Musik wird uns schon tragen“, ist Garcia zuversichtlich. Und tatsächlich: Der Hunger tut ihrer Spielfreude keinen Abbruch, im Gegenteil, sie scheint aus der Macht der Musik ihre Energie zu speisen.
Die 34-Jährige befindet sich derzeit auf Tournee, um ihr neues Album „Odyssey“ zu feiern. Zusammen mit Shabaka Hutchings zählt Garcia zu einer neuen Generation, die die Geschichte des Jazz in London weiterschreibt. Aufbauend auf der Vorarbeit von Figuren wie dem Saxofonisten Courtney Pine, der seit den 1980ern Jazz um Elemente aus HipHop und Clubkultur erweitert hatte, bezieht auch Garcia die reiche diasporische Tradition des Schwarzen Atlantiks ganz selbstverständlich in ihre Kompositionen ein.
© TAZ, Kultur, Musik, 24.2.2025