Medientipps

Neues aus dem Neofelis Verlag 05/2025

Angesichts der globalen Erwärmung steigt die Sorge um die Zukunft unseres Planeten. Mit ihr wächst das Bedürfnis, mögliche Zukünfte greifbarer und planbarer zu machen, sie zu erforschen, aber auch zu beeinflussen oder zu fixieren. Unter dem Titel Fixing Futures. Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle fragen die aktuelle Ausstellung im MGGU – Museum Giersch der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und das Buch zur Ausstellung nach der Gestaltung möglicher Zukünfte.

Im Austausch miteinander diskutieren Ausstellungsmacherinnen, Künstlerinnen und Wissenschaftler*innen die Bestrebungen, Zukünfte vorherzusagen, konkrete Zukunftsvisionen und die Bedeutung planetarer Ansätze. Wird es möglich sein, die Zukunft durch das Zusammenspiel von Gesellschaft, Politik und Technologie zu stabilisieren?

Die Ausstellung können Sie noch bis zum 31. August 2025 in Frankfurt sehen; nutzen Sie alternativ oder zusätzlich die Gelegenheit, den Herausgeberinnen Ina Neddermeyer und Laura Domes bei der Buchvorstellung am Samstag, 28. Juni, um 17 Uhr im Rahmen des diesjährigen Berliner Bücherfests zu begegnen. Das Bücherfest findet am 28. und 29. Juni wieder auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte statt und wir werden dort auch mit einem Verlagsstand vertreten sein. Herzliche Einladung!

Auch im Mai erwartet Sie und uns ein abwechslungsreiches Programm, zu dem wir Sie einladen: Vom 23. bis 25. Mai sind wir mit einem eigenen Stand erneut Teil der Linken Buchtage in Berlin-Kreuzberg. Und Matthias Naumann stellt den Essay-Band Judenhass im Kunstbetrieb in Heidelberg, Zehdenick und München vor. Für Details zu diesen und weiteren Veranstaltungen zu unseren Büchern – so zu Else Lasker-Schüler und der Malerin Olga Meerson-Pringsheim – empfehlen wir den Blick in den unteren Teil dieses Newsletters.

Historische Zeiten wie diese erfordern unsere Wachsamkeit und zugleich unsere reflektierte Rückbesinnung: So gedenken wir in der kommenden Woche dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Dafür legen wir Ihnen das Buch 8. Mai 1945. Internationale und interdisziplinäre Perspektiven, hrsg. von Alexandra Klei, Katrin Stoll und Annika Wienert, ans Herz. Der Band beleuchtet Polyvalenzen, Widersprüche und Konflikte, gesellschaftspolitische Rituale und diskursive Auseinandersetzungen der internationalen Erinnerung an den 8. Mai aus nicht zuletzt geografisch unterschiedlichen Blickwinkeln.

Neuerscheinung

Fixing Futures. Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle / Planetary Futures between Speculation and Control
Laura Domes / Steven Gonzalez Monserrate / Ina Neddermeyer / Tim Pickartz / Julia Schubert (Hrsg.)

Veranstaltungen

Judenhass im Kunstbetrieb

Seit dem Massaker der Hamas ist der Antisemitismus weltweit enorm angestiegen, so auch in Deutschland. Antisemitisches Sprechen, Denken und Handeln äußern sich dabei lautstark ausgerechnet in sich als progressiv, links und weltoffen verstehenden Milieus des Kunst- und Kulturbetriebs. Die Reaktionen reichten von Schweigen bis zur Verkennung oder Verherrlichung der terroristischen Gewalt; sie sind insgesamt bis heute verstörend.

In dem Essay-Band Judenhass im Kunstbetrieb. Reaktionen nach dem 7. Oktober 2023, hrsg. von Matthias Naumann, untersuchen Jakob Baier, Ole Frahm, Jonathan Guggenberger, Stella Leder, Matthias Naumann, Benno Plassmann, Alexander H. Schwan, Esther Slevogt, Dana von Suffrin und Lea Wohl von Haselberg die Geschehnisse nach dem 7. Oktober und ihre Folgen in Literatur, Bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Film, Comic sowie in der Kulturpolitik. Die Ursachen und Äußerungsformen dieses Antisemitismus werden analysiert, Gegenpositionen beleuchtet und mögliche Konsequenzen diskutiert.

Mi, 07.05.2025, 18 Uhr: Hochschule für Jüdische Studien, Landfriedstr. 12, 69117 Heidelberg | Moderation: Norman Böttcher | Anmeldung unter jungesforum.heidelberg@digev.de oder in der Buchhandlung Blaumilch, Plöck 56A, 69117 Heidelberg

Fr, 30.05.2025, 19 UhrKlosterscheune Zehdenick, Domänenweg 1, 16792 Zehdenick | Eintritt: 10 €

Di, 03.06.2025, 19.30–21 Uhr: Sub – Schwul-queeres Kommunikationszentrum München e.V., Müllerstraße 14, 80469 München | mehr Infos bei dem Kooperationspartner: Linkes Bündnis gegen Antisemitismus München


Linke Buchtage Berlin

Vom 23.–25. Mai 2025 sind wir erneut Teil der Linken Buchtage in Berlin. Wir freuen uns am Freitag zwischen 17.30 Uhr und 22 Uhr, am Samstag zwischen 11.30 Uhr und 21.30 Uhr sowie am Sonntag zwischen 11.30 Uhr und 18 Uhr auf Besuch an unserem Stand!

Fr, 23. – So, 25.05.2025: Kreuzberger Mehringhof, Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin, 2. Hinterhof


Berliner Bücherfest

Am 28. und 29. Juni 2025 findet auf dem Bebelplatz das diesjährige Berliner Bücherfest statt. Wir sind dort mit einem Stand vertreten und veranstalten im Rahmen des diesjährigen Themen-Schwerpunkts „Wie wollen wir leben?“ eine Buchvorstellung zu Fixing Futures. Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle.

Sa, 28. & So, 29.06.2025: Berliner Bücherfest, Bebelplatz, 10117 Berlin-Mitte

Sa, 28.06.2025, 17–18 Uhr: Buchvorstellung von Fixing Futures mit den Herausgeberinnen Ina Neddermeyer und Laura Domes


Else Lasker-Schüler als Expressionistin

Anlässlich ihres 80. Todestags im Januar 2025 blickt die 21. Expressionismus-Ausgabe, hrsg. von Kristin Eichhorn und Johannes S. Lorenzen, auf die Schriftstellerin Else Lasker-Schüler und ihre Beziehung zum Expressionismus: Denn Lasker-Schüler war nicht nur eine der herausragendsten Autorinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sondern ihr Leben und Werk sind auch eng mit dem Expressionismus verbunden. Mit dieser Ausgabe feiert die Zeitschrift Expressionismus zugleich ihr 10-jähriges Bestehen.

1924 bis 1933 lebte Lasker-Schüler im Berliner Hotel Sachsenhof: Dort stellt Kristin Eichhorn die Lasker-Schüler gewidmete Ausgabe vor.

Di, 01.07.2025, 19.30 UhrHotel Sachsenhof, Motzstr. 7, 10777 Berlin-Schöneberg


Olga Meerson-Pringsheim

Die Malerin Olga Meerson-Pringsheim (1882–1930), die neben Gabriele Münter zu den weiblichen Mitgliedern der Malakademie Wassily Kandinskys gehörte und Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihren Werken mehrmals im berühmten Pariser Salon d’Automne vertreten war, ist heute so gut wie vergessen. Meerson-Pringsheim war zu ihren Lebzeiten besonderes für ihre Porträtmaleri bekannt, die es heute wiederzuentdecken gilt, auch wenn zahlreiche ihrer Werke als verschollen gelten müssen. In der Biografie der russisch-jüdischen Malerin rekonstruiert Robert Jütte erstmals ihr Leben und Werk.

Buchvorstellung und Lesung mit Robert Jütte, Moderation: Matthias Naumann

Di, 08.07.2025, 19.30 UhrBücherbogen am Savignyplatz, Stadtbahnbogen 593, 10623 Berlin


Pressestimmen

Breslau / Wrocław 1933–1949
Rezension von Rüdiger Ritter in Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 74,1 (2025), S. 112–115

Glossar der Unsicherheit
Rezension von Claus Heinrich Bill in Institut Deutsche Adelsforschung, März 2025
Rezension von Maik Eimertenbrink in socialnet.de, 24.04.2025

Judenhass im Kunstbetrieb
Rezension von Ronald Pohl in Der Standard, 08.04.2025

Salman Schocken
Interview von David Dambitsch mit Stefanie Mahrer in tachles – Echo in die Zukunft (Podcast), 27.03.2025

© Alle Texte und Fotos: Neofelis Verlag

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