Radiotipps

Die Radiotipps für den 10.5.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht

„Rotkäppchen und der Wolf“ Eine Lange Nacht über fantastische Geschichten von Tieren und Menschen
Von Markus Metz und Georg Seeßlen Regie: Philippe Brühl

Das Verhältnis des Menschen zum Tier, von Anfang an ambivalent, ist Teil seiner Zivilisationsgeschichte. Einen Teil der Tierwelt hat er sich nutzbar gemacht, zu Haus- und Hoftieren gezüchtet und trainiert. Es gibt Tiere, mit denen sich die Menschen arrangieren wie Vögel oder Fliegen, und Tiere, die gejagt und gegessen werden. Dann sind da die Schädlinge – das Tier, das dem Menschen Krankheiten bringt oder seine Ernte verzehrt. Und schließlich ist da das gefährliche Tier, das Menschen angreift, sei es, weil es sie als Beute ansieht, sei es, weil es sie nicht in seinem Revier dulden will. Aus der Ambivalenz des Menschen gegenüber dem Tier sind viele Mythen und Legenden entstanden. Magische Bilder und Riten wurden entwickelt, um die „wilden“ Mitgeschöpfe zu bannen und ihnen ihren Platz in der Geschichte und in den Geschichten zuzuweisen, die einen dem höllischen, die anderem dem himmlischen und die dritten dem irdischen Bereich. An dieser Fantasie-Arbeit des Menschen am Tier hat sich bis heute wenig geändert, nur dass die fantastischen Tiere nun nicht mehr in religiösen Zeremonien oder magischen Ritualen, sondern in den Erfindungen der populären Kultur, in Literatur, Bildender Kunst, Film und Fernsehen ihre Rollen spielen. Die „Lange Nacht“ unternimmt eine Reise durch die Welt der Tier-Fantasien und der Fantasie-Tiere.


17:05 Uhr Ö1 Diagonal

Caspar David Friedrich – Viel Landschaft. Wenig Mensch.
Jeder kennt seine Gemälde und Landschaften. Weniger wissen, dass er auch als Vorläufer und Wegbereiter von Abstraktion und der Moderne und gar als politischer Maler gilt. Caspar David Friedrich. Ein Diagonal zum 250. Geburtstag des Malers.


18:20 Uhr SWR Kultur Jazz

Transatlantische Empathie – Keith Jarrett European Quartet. Von Hans-Jürgen Schaal
Die 1970er-Jahre waren Keith Jarretts produktivste Zeit. Der Pianist gab unbegleitete Solokonzerte, komponierte semi-klassische Musik und reiste in den USA mit eigenem Trio beziehungsweise Quartett durch die Jazzclubs. Rund 30 Alben sind damals entstanden – einige davon erschienen erst etliche Jahre später. Obendrein hatte Jarrett damals ein ganz besonderes „europäisches Quartett“ mit drei skandinavischen Musikern: Jan Garbarek, Palle Danielsson, Jon Christensen. Diese Combo nahm nur zwei Studioalben auf, wurde damit aber zu einer der gefeiertsten Jazz-Formationen ihrer Zeit.


19:00 Uhr HR 2 Blues’n’Roots

Blue Notes in vielen Farben | heute unter anderem mit:
80 Jahre Kriegsende – Post War Blues / Eric Clapton feierte am 30.03. seinen 80. Geburtstag / Das neue Album von Jimmy Vivino
.


19:05 Uhr Bayern 2 Zündfunk

„Kraftwerk – Musik-Ikonen zwischen Hoch- und Pop-Kultur“ Mit Ralf Summer
Sie gelten als die „elektronischen Beatles“: der moderne, digitale Pop von heute fußt auf den synthetischen Sounds der Düsseldorfer Pioniere. In dieser Sendung wird die Bedeutung der Gruppe für den Pop der Gegenwart aufgeschlüsselt – eine Band zwischen lebendiger Clubkultur, technischer Geheimniskrämerei und Musealisierung. Im Herbst sind die nimmermüden „Roboter“ wieder auf Deutschland-Tour: 16 Termine – unter anderem auch in Nürnberg, München und Salzburg. Das Konzert im Münchner Zenith am 20.12.25 präsentiert der „Zündfunk“ von Bayern 2. Ein schöner Anlass, sich wieder mal durch das Werk der Formation zu hören – mit ihren Hits wie „Das Model“, „Trans Europa Express“ oder „Autobahn“. In der Stunde hören wir auch Kraftwerker in historischen Interviews: „Es wird immer weiter gehen, Musik als Träger von Ideen“, wie uns Band-Chef Ralf Hütter einmal ins Mikrofon sprach.


20:00 Uhr ByteFM Electro Royale Musik aus Strom mit Martin Böttcher

Die Rückkehr des Klassikers!
Elektronische Musik ist Zukunftsmusik, oder? Na ja, die einen sagen so, die anderen so. In der neuen Ausgabe von Electro Royale gibt es Altes und Neues, mit dabei: The Hacker, Badsista, May Lavie und viele andere. Ach ja, der Electro-Royale-Klassiker feiert sein Comeback!


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

Die Erschöpften (2+3/10) Pre-Holiday-Holiday + Spaß! Spaß! Spaß! Von Oliver Sturm
Ton und Technik: Jean-Boris Szymczak Komposition: Andreas Bick. Regie: der Autor NDR/Deutschlandfunk 2025

Folge 2: Sven ist sich sicher, was der Grund für seine Erschöpfung ist: Cleo. Borderlinerin, superanstrengend, und die Frau, mit der sich Sven verlobt hat, obwohl sie noch mit einem anderen Mann verheiratet ist. Schon nach nur einem Tag in Haus Müßiggang endet der WhatsApp-Chat dieser toxischen Beziehung: „Nimm dir deine Zeit für dich selbst, mein Selbstoptimierer. Und lass mich bitte in Ruhe für die Zeit deiner sogenannten Kur. C.“ Endlich Frieden! Denkt sich Sven bei einer morgendlichen Wanderung, deren Idylle nur durch das entblößt baumelnde Gemächt von Reiseleiter Fabian gestört wird. Nach der ersten Morgenrunde steht das Therapiegespräch mit Klinikleiter Prof. Behrens an, der seinem Schützling Sven heilsame Liegekuren verordnet.


22:00 Uhr Bremen 2 Sounds in concert

Sean Rowe + Katie Spencer und Tom Mason
Mitschnitt vom 17. März 2025, Kito, Bremen / Mitschnitt vom 7. März 2025, Kito, Bremen

20 Termine in nur 23 Tagen – der US-Amerikaner Sean Rowe hat eine ziemlich intensive Europatournee im März gespielt. Gegen Ende kam er auch im Kito in Bremen-Vegesack vorbei und lieferte einen Abend nach Maß alleine auf der Bühne ab.


22:00 Uhr ByteFM Soundlook mit Timo Weiner

Raptures Of The Deep – Timo Weiner mixt in dieser Ausgabe Neues und neues Altes. Es wird deep mit Johnny Deep, Deepment, Carl Craig, Art Of Tones, Night Talk und mehr.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Atelier neuer Musik

„Instant-Komponieren“ Das Trio TON und sein besonderer Zugang zur Improvisation. Von Leonie Reineke
Drei Buchstaben für drei Musiker aus Köln: TON. So heißt ein von Constantin Herzog, Matthias Muche und Etienne Nillesen gegründetes Trio, das sich zeitgenössischer, oft improvisierter Musik verschrieben hat. Kontrabass, Posaune und Snare Drum verschmelzen dabei in ihren klanglichen Möglichkeiten: eine Trommel, die singt, eine Posaune, die groovt, und ein Bass, der Harmonien liefert. Sofort ins Auge springt die kameradschaftliche, fast familiäre Nähe der drei Künstler. Sie praktizieren eine Verständigung ganz ohne Worte, so wie sie vor allem improvisierte Musik verlangt. Projekte mit Gastmusikern und an besonderen Orten sind für TON eher die Regel: Speziell die Kirchen von Gottfried Böhm im Rheinland mit ihrer ungewöhnlichen Betonoptik hat sich das Trio als Heimat für seine Musik erschlossen.


23:00 Uhr HR 2 The Artist’s Corner

„Die Stimme: Instrument des Jahres 2025“ Ein grandioses Werkzeug Neuer Musik. Sendereihe mit Julia Mihály (Teil 1 von 4)
Die Stimme des Menschen ist das älteste Instrument der Welt und bis heute als Werkzeug einer jeden neuen Musik weiterhin aktuell, facettenreich und überaus virtuos.


23:03 – 02:00 Uhr SWR Kultur Ohne Limit

„Mixing Memory & Desire“ Hörspiel von Werner Fritsch
Musik: Werner Cee Regie: Werner Fritsch (Produktion: SWR 2022)

Die poetischen Autofiktion ist eine Coming of Age Geschichte, die in barocker Sprachmacht eine katholische Kindheit in der oberpfälzischen Einöde beschwört. Im Glauben mit Gott zu sprechen, versucht das lyrische wie dramatische “Ich” zuerst ein Heiliger zu werden. Dann wird ihm als ein Natur Suchender, als von Sünden gepeinigter, ganz in bäuerlicher Sprachmagie lebender Ministrant im Internat buchstäblich die hochdeutsche Sprache von Nonnen eingebläut. Sein Ausweg: sich mit Jimi Hendrix zu identifizieren.


23:03 Uhr WDR 3 Studio Akustische Kunst

Lasse Mark Riek: „Anemoi“
Der Klangkünstler Lasse Marc Riek lässt in seinem Hörstück für das Studio Akustische Kunst natürliche und menschengemachte Objekte vom „äolischen Geist“ berichten.


23:05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht

„Rotkäppchen und der Wolf“ Eine Lange Nacht über fantastische Geschichten von Tieren und Menschen
Von Markus Metz und Georg Seeßlen Regie: Philippe Brühl

Das Verhältnis des Menschen zum Tier, von Anfang an ambivalent, ist Teil seiner Zivilisationsgeschichte. Einen Teil der Tierwelt hat er sich nutzbar gemacht, zu Haus- und Hoftieren gezüchtet und trainiert. Es gibt Tiere, mit denen sich die Menschen arrangieren wie Vögel oder Fliegen, und Tiere, die gejagt und gegessen werden. Dann sind da die Schädlinge – das Tier, das dem Menschen Krankheiten bringt oder seine Ernte verzehrt. Und schließlich ist da das gefährliche Tier, das Menschen angreift, sei es, weil es sie als Beute ansieht, sei es, weil es sie nicht in seinem Revier dulden will. Aus der Ambivalenz des Menschen gegenüber dem Tier sind viele Mythen und Legenden entstanden. Magische Bilder und Riten wurden entwickelt, um die „wilden“ Mitgeschöpfe zu bannen und ihnen ihren Platz in der Geschichte und in den Geschichten zuzuweisen, die einen dem höllischen, die anderem dem himmlischen und die dritten dem irdischen Bereich. An dieser Fantasie-Arbeit des Menschen am Tier hat sich bis heute wenig geändert, nur dass die fantastischen Tiere nun nicht mehr in religiösen Zeremonien oder magischen Ritualen, sondern in den Erfindungen der populären Kultur, in Literatur, Bildender Kunst, Film und Fernsehen ihre Rollen spielen. Die „Lange Nacht“ unternimmt eine Reise durch die Welt der Tier-Fantasien und der Fantasie-Tiere.


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