Radiotipps

Die Radiotipps für den 11.5.205

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


0:05 Uhr Ö1 Jazznacht

Viola Hammer und Patrick Dunst über „Essenzen“
Pianistin Viola Hammer und Saxofonist Patrick Dunst im Interview; Apollo 5 bei den INNtönen 2024 und ein Hofknicks vor Keith Jarrett


00:05 Uhr Bayern 2 Radiojazznacht

Klassiker, neue Alben und Live-Musik
Mit Marcus A. Woelfle


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik

„Geste und Gestalt“ Der ungarische Komponist Márton Illés. Von Matthias Richard Entreß
Márton Illés vermeidet in seiner Musik jegliche expressionistische Affekte, sondern erstellt Bilder seelischer Zustände aus gleichsam unwillkürlichen kleinsten Gesten.


13:30 Uhr Deutschlandfunk Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person: Die Bibliothekarin Claudia Lux im Gespräch mit Joachim Scholl
Als Professorin der Bibliothekswissenschaft wurde Claudia Lux zur internationalen Größe in ihrem Fach. Inzwischen plant und gestaltet sie Bibliotheken in der ganzen Welt, etwa die gigantische Nationalbibliothek von Katar am Persischen Golf.


14:00 Uhr radio 3 Claudio Abbado

„Ein linker Wagnerianer?“ Abbado als Wagner-Dirigent
Geht denn das? Ein gesellschaftskritischer Dirigent, der Wagner liebt?! Ausgerechnet „Lohengrin“ widmete Claudio Abbado seine einzige Wagner-Gesamtaufnahme, um in Berlin und Salzburg noch „Tristan“, „Parsifal“ und Konzert-Piècen folgen zu lassen. Der Muff des 19. Jahrhunderts war dahin. Was trat an dessen Stelle?


14:00 Uhr HR 2 Hörspiel

„Aufzeichnungen eines ordentlichen Menschen“
Regie: Heinz von Cramer Produktion: hr/SR/SDR/SWF 1967

Seit dreißig Jahren lehrt der Professor an einer kleinen Universität Mathematik; von angewandter Wissenschaft hält er nichts. Auch zur Technik hat er kaum ein Verhältnis. Dennoch bittet man den weltfremden Gelehrten, einen praktischen Forschungsauftrag zu übernehmen. Er soll die Kapazität eines neuen Computers testen. Um ihm entgegenzukommen, installiert man die Apparatur in seiner Wohnung. Mühelos bewältigt die Maschine immer schwierigere Aufgaben. Eines Morgens macht der Professor eine bestürzende Entdeckung: Der Computer scheint über Nacht ein hochkompliziertes Problem gelöst zu haben, obwohl der Strom abgeschaltet war. Nach weiteren Beweisen eines unglaublichen Leistungsvermögens beginnt das Elektronengehirn dem Gelehrten unheimlich zu werden.


14:04 Uhr SWR Kultur Feature

dokKa 12 – Das Preisträgerstück 2025: Strafkolonie der Frauen. Von Inga Lizengevic (Produktion: DLF Kultur 2024)
„In Autokratien herrscht anders als bei uns keine Rechtsstaatlichkeit. Wir möchten heute eine Audio-Dokumentation auszeichnen, die weiblichen Stimmen Raum gibt – die mutig ihre Stimme gegen ein autoritäres Regime erheben, die für Menschenrechte und Freiheit kämpfen, und von Schauprozessen, Misshandlungen und menschenunwürdigen Haftbedingungen berichten. Ihre Stimmen zu hören hat uns berührt. Sie erinnern uns auch daran, immer wieder das Wort zu ergreifen gegen autoritäre Gesinnung und für freiheitlich-demokratische Grundrechte.“


15:04 Uhr WDR 3 Kulturfeature

„Maestro der Comebacks – João Carlos Martins im Portrait“ Der brasilianische Pianist und Dirigent João Carlos Martins. Von Jean-Claude Kuner
Der Pianist und Dirigent João Carlos Martins ist in seiner Heimat Brasilien ein Superstar. Kurz vor seinem 85. Geburtstag verabschiedet er sich jetzt von der Bühne. Eine Lebensgeschichte so ungewöhnlich wie seine Musik.


15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel

„Jacobs Zimmer (2/4)“ von Virginia Woolf
Komposition: Jakob Diehl Regie: Katja Langenbach BR 2012
Im Anschluss: „Sehr, sehr unviktorianisch (2/2)“ Virginia Woolf – Pionierin der literarischen Moderne
Von Mira Alexandra Schnoor Regie: Mira Alexandra Schnoor BR 2013


15:05 Uhr Deutschlandfunk Rock et cetera

„Kompakt und konsequent“ Die dänische Progressive Metal-Band VOLA. Von Kai Löffler
In den frühen Tagen, seit der Gründung von VOLA im Jahr 2006, hat die Band um Sänger und Gitarrist Asger Mygind im Probenraum vor allem Prog- und Metal-Songs gecovert. Aus so unterschiedlichen Einflüssen wie Meshuggah, Porcupine Tree und Massive Attack haben die Dänen schließlich einen eigenen Sound geschaffen, der zwar perfekt in die moderne Progressive Rock-Szene passt, dabei aber unverwechselbar ist und sich von Album zu Album konsequent weiterentwickelt. Die Songs von VOLA sind für Prog-Verhältnisse eher kompakt, aber dennoch kantig und heavy. Mit der Symbiose aus dem Sound der Prog-Urväter der 70er-Jahre und modernem Metalcore und Djent ist VOLA mit dem aktuellen Album „Friend of a Phantom“ endgültig in den Prog-Metal Olymp aufgestiegen.


16:00 Uhr radio 3 Das Berlin Hörspiel

Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit?
Drei Mütter sitzen auf der Anklagebank. Der Vorwurf? Alleinerziehend. Sie trügen nicht signifikant zum Bruttoinlandsprodukt bei und böten ihren Kindern kein finanziell sicheres Lebensumfeld. In einer kafkaesken Gerichtsverhandlung müssen sie sich wegen Gefährdung des Gemein- und Kindeswohls verantworten.
Regie: Ulrike Müller Musik: Ayako Matuschka (Klavier) Produktion rbb 2021


17:00 Uhr radio 3 Das Gespräch

„Ehrlicher, richtiger, schöner“ Der Tänzer Lutz Förster im Gespräch. Am Mikrofon: Britta Bürger
Lutz Förster war einer der prägenden Protagonisten in Pina Bauschs legendärem Tanztheater Wuppertal. Sein mit Bausch geteiltes Ziel lautet: „Ehrlicher, richtiger, schöner geht immer.“ und prägte auch seine langjährige Arbeit als Tanzpädagoge. In diesem Jahr feiert Förster sein 50-jähriges Bühnenjubiläum und steht mit über 70 Jahren wieder auf der Bühne. Zusammen mit acht weiteren Tänzerinnen und Tänzern der frühen Pina Bausch-Ära präsentiert er „Kontakthof – Echoes of 78“ beim Berliner Theatertreffen. Britta Bürger hat mit ihm über seine Arbeit, seine Beziehung zu Pina Bausch und sein Leben gesprochen.


17:00 Uhr HR 2 Menschen und ihre Musik

Mit der Musik Geschichten erzählen: Christian Tetzlaff, Geiger
Ein gelungenes Konzert ist für Christian Tetzlaff ein Konzert, bei dem das Publikum von den Gefühlen des Komponisten ergriffen werde. Das Publikum soll verstehen, wovon der Komponist spricht. So hat Musik auch eine verbindende Kraft, die im Konzertsaal zu spüren ist.


18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel

„Born a fox – Als Fuchs geboren“ Von A. L. Kennedy
Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Regie: Iris Drögekamp (Produktion: SWR 2012)

Gary und Anne, ein Ehepaar mittleren Alters, erwarten Besuch: Garys älterer Bruder Mark kommt mit seiner neuen Freundin zum Abendessen. Das löst schon im Vorfeld Spannungen aus, denn Mark arbeitet erfolgreich in einer Werbeagentur, während Gary kürzlich seine Stellung als Lehrer aufgeben musste. Beim Eintreffen der Gäste lassen die Gereiztheiten nicht lange auf sich warten, zumal Marks Freundin Beulah, studierte Soziologin, attraktiv und höchstens 30 ist. Zwischen den Brüdern geht es schon bald um den toten Vater und um die Frage, welcher Sohn mehr geliebt wurde.


18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Hörspiel

„Die Erschöpften (1/10)“ Erwerb von Urlaubskompetenz. Von Oliver Sturm
Ton und Technik: Jean-Boris Szymczak
Komposition: Andreas Bick Regie: der Autor NDR / Deutschlandfunk 2025
Noch nie war unser Land so gestresst, gereizt und erschöpft. Jetzt wird wahre Erholung zur Bürgerpflicht: Schluss mit Junk-Food-Reisen, Travelhacks und Selfie-Flut − und das bitte im Einklang mit dem 1,5 Grad-Ziel!


19:45 Uhr Ö1 Konzert

Weltpremieren mit dem ensemble XXI. Jahrhundert
Uraufführungen von Klaus Lang und Emre Sihan Kaleli

Einen Abend mit neuen Kompositionen, die von großer dramaturgischer Spannung getragen waren, hat Ö1 im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses mitgeschnitten. Das ensemble XXI. jahrhundert spielte im März 2025 unter seinem Gründer Peter Burwik die Uraufführung zweier Auftragswerke: „Herkunft“ für Ensemble und Tape des in der Türkei geborenen Komponisten Emre Sihan Kaleli sowie Klaus Langs „the wind and the face“ für Mezzosopran und Ensemble. Sängerin Johanna Zachhuber brillierte in diesem Werk mit großes Intonationssicherheit auch in leisen Klängen. Eine Komposition, die sich an mittelalterlichen Kompositionstechniken orientiert und unter der scheinbar gleichförmigen Oberfläche Abgründe aufblitzen lässt.


20:00 Uhr ByteFM Neuland mit Christian Tjaben

Im weißen Rauch der Offbeat-Generation
Von fast Hardcore bis beinahe Hyperpop, von DIY-Ska zu Kammermusik-Songwriterinnen, von Goth-Rock der 1980er zu Drum & Bass der Gegenwart, von Australien, Norwegen, einer bretonischen Insel und von Herzen: neue Alben, so frisch wie der Papst. Mit u. a. Thom Yorke & Mark Pritchard, Deradoorian, Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, Xmal Deutschland, Maia Friedman und unserem Album der Woche von Lael Neale, „Altogether Stranger“.


20:00 Uhr HR 2 Konzert

Das Ensemble Modern in der Alten Oper Frankfurt
Hainbach, Live-Elektronik; Norbert Ommer, Klangregie
Ensemble Modern

Brigitta Muntendorf (1982) : MELENCOLIA Suite (2022/2025, Uraufführung) Hainbach (1978): Übersetzungsverstärker – Eco del Traduzione (2025, Uraufführung)
(Aufnahme vom 9. März 2025 aus dem Mozart Saal)
Im Auftrag des Ensemble Modern brachte Brigitta Muntendorf 2022 bei den Bregenzer Festspielen unter dem Titel MELENCOLIA eine Multimedia-Show „gegen die Gleichgültigkeit des Universums“ auf die Bühne und bediente sich dabei aller nur denkbaren zeitgenössischen Technologien: Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Live-Elektronik und 3D-Audio. Eine kondensierte, quasi nonvisuelle Konzertfassung dieses von Albrecht Dürers gleichnamigem Kupferstich von 1514 inspirierten Spektakels stand – unter dem guten alten Namen „Suite“ – nun in der Alten Oper auf dem Programm. Keineswegs melancholisch übrigens, sondern äußerst kurzweilig und unterhaltsam.
Hainbach (alias Stefan Paul Goetzsch) hat sich bisher vor allem einen Namen gemacht mit seinen experimentellen elektronischen Ambient-Miniaturen, mit einem Faible für alte Tonband- und Effektgeräte und Vintage-Sounds und überhaupt allem eigentlich ausrangierten Material, das irgendwie zum Klingen gebracht werden kann. Vor drei Jahren arbeitete er erstmals mit dem Ensemble Modern zusammen, in der jetzigen Fortsetzung „Übersetzungsverstärker – Eco della Traduzione“ werden Tonbandschleifen ganz wörtlich im Vorbeilaufen bedient, und das Ensemble antwortet live auf die mal flächig-meditativ, mal mit punktuellen Akzenten im Raum wandernden Klänge und reagiert auf die musikalischen „Löcher“ und „Nischen“.


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Große Tonhalle Zürich“
Richard Wagner: Vorspiel zur Oper „Lohengrin“
Jörg Widmann: „Towards Paradise“ (Labyrinth VI) für Trompete und Orchester
Anna Thorvaldsdottir: „Metacosmos“ für Orchester
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Håkan Hardenberger, Trompete; Tonhalle-Orchester Zürich
Leitung: Eva Ollikainen
Aufzeichnung vom 03.04.2025


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Soul aus Schweden – Ida Sand live in Bonn
Sie klingt, als läge Stockholm tief im Süden der USA: Ida Sands persönliche Songs strotzen vor Soulfeeling. Odilo Clausnitzer präsentiert die Schwedin mit der rauchigen Stimme live vom Jazzfest Bonn.


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

„Mein Vater war Russe“ Ein unerzähltes Kapitel der Nachkriegsgeschichte
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt. Deutschlandfunk Kultur 2025

Am Ende des Zweiten Weltkriegs zeugten russische Soldaten zahlreiche Kinder mit deutschen Frauen. Es gab Vergewaltigungen, aber auch Liebesbeziehungen. Beim Annähern an ihre Herkunft haben die „Russenkinder“ mit Tabus und Verdrängungen zu kämpfen.


22:05 Uhr Ö1 Diagonal

Caspar David Friedrich – Viel Landschaft. Wenig Mensch.
Jeder kennt seine Gemälde und Landschaften. Weniger wissen, dass er auch als Vorläufer und Wegbereiter von Abstraktion und der Moderne und gar als politischer Maler gilt. Caspar David Friedrich. Ein Diagonal zum 250. Geburtstag des Malers.


21:05 Uhr Deutschlandfunk Konzertdokument der Woche

Das „Provinzlärm“-Festival 2025 in Eckernförde
Idin Samimi Mofakham: Learn to Play Death Metal
Zaneta Rydzewska: Entomofonia
Alisa Kobzar: What is left?
Sofie Søs Meyer: Dunkles zu Sagen
Michele Abondano: Just an Attempt to Dissipate
Ensemble Kwartludium; Ensemble Reflexion K
Leitung: Gerald Eckert
Aufnahmen vom 25./26.2.2025 in der St. Nicolai-Kirche, Eckernförde
Am Mikrofon: Egbert Hiller
Im Februar 2025 fand das Festival „Provinzlärm“ zum zehnten Mal statt. Zeitgenössisches Komponieren und neue Namen aus Dänemark prägten den Länderschwerpunkt der Jubiläumsausgabe. Aber auch aus Polen und Schweden reisten Mitwirkende an. Zentraler Aufführungsort war die St. Nicolai-Kirche im Ostseestädtchen Eckernförde. Die Ensembles Kwartludium und Reflexion K, die Sängerinnen Clara Stengaard Hansen und Julia Spaeth, Organistin Katja Kanowski sowie Peter Söderberg (Laute) und Leif Henrikson (Viola da Gamba) boten einen bemerkenswerten Querschnitt durch schöpferische Konzepte der Gegenwart.


22:03 Uhr SWR Kultur NOWJazz

Vom Bestellen eines weiten Feldes – Der Holzbläser Uli Kempendorff. Von Niklas Wandt
Uli Kempendorff studierte Jazz in New York und seiner Heimatstadt Berlin. Hier zählt er seit über 20 Jahren zu den treibenden Kräften der Szene. Mit seinem wendigen Ton, der sich auch zum Schrei steigern kann, ist er gefragter Sideman, etwa im Quartett von Pianistin Julia Hülsmann oder im Quintett des Bassisten Felix Henkelhausen. Sein eigenes Projekt heißt „Field“. Auf drei Platten ist die außergewöhnlich enge und flüssige Kommunikation des Quartetts dokumentiert – Postbop, der den Faden der afroamerikanischen Jazzavantgarde der 1960er-Jahre aufgreift und in komplexe Formen weiterspinnt.


23:03 Uhr SWR Kultur Essay

„Der Laie und die Architektur“ Von Max Frisch (Produktion: HR 1954)
Durch szenische Dialoge werden die unterschiedlichen Interessen von staatlicher Verwaltung, Fachpersonal im städtebaulichen Bereich und Laien dargestellt.
In dieser Sendung aus dem Jahr 1954 hebt der Autor Max Frisch den Gegensatz zwischen dem Interesse der Bevölkerung an der Gestaltung ihres Umfeldes gegenüber staatlichen Planungsinteressen und Planungszwängen sowie den fachlichen Interessen der Architekten hervor. Und der Autor stellt in diesem Rundfunkklassiker brisante Fragen: Wie wollen wir wohnen? Wie werden sich die Städte verändern, wenn wir weniger Raum für mehr Menschen zur Verfügung haben?


23:03 Uhr WDR 3 Studio Neue Musik

Witten 25 – Cassandra Miller im Porträt
Cassandra Miller war Porträtkomponistin bei den Wittener Tagen 2025. Mit Theresa Szorek und dem Bozzini Quartett spricht sie über ihr Schaffen.


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