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„Nothin’ but some pain“ Konzertmitschnitte von Jean-Paul Bourelly und Tobias Hoffmann.

Aktuelle Musiker graben an den tiefsten Wurzeln des Jazz. Der Blues gehört von Anbeginn an zu den wichtigsten Treibstoffen des Jazz. Noch heute kommen Musiker immer wieder auf den Blues zurück, lassen sich von seinen Klassikern anregen, vom Reiz der Blue Notes oder von der unendlichen Vielfalt an Ausgestaltungsmöglichkeiten, die seine rudimentäre Form bietet.

Mit Stefan Hentz

Spätestens John Coltrane und Ornette Coleman haben den Blues vom Diktat der überlieferten Schemata gelöst und in eine offene Form verwandelt, die für Musiker aller Instrumentenklassen prototypisch für die Freiheit von Interpretation und Improvisation steht. Während streng der Tradition verpflichtete Musiker wie Wynton Marsalis den Blues in Richtung struktureller Komplexität weiterentwickeln, erinnern andere wie die Gitarristen Jean-Paul Bourelly oder Tobias Hoffmann, die WDR 3 Jazz & World hier in ausgedehnten Konzertmitschnitten präsentiert, gerade in jüngster Zeit an die eher narrativen Qualitäten des Blues an, an den sarkastischen Humor, mit dem seine Sänger einst den Härten des Daseins trotzten.


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© WDR 3, Jazz & World, 4.5.2018

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