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Der Verlag Hirnkost soll in eine Genossenschaft überführt werden.

Könnt ihr euch noch an letztes Jahr erinnern, als wir den Verlag Hirnkost durch eine grandiose Spendenaktion gerettet haben? Um dessen weiteres Überleben zu sichern, hat Klaus Farin einen Vorschlag für uns!

Der Verlag, die Stiftung
und was mich sonst so gerade beschäftigt

Liebe Freundinnen und Freunde,

im letzten Newsletter habe ich schon von unserer Idee berichtet, die Hirnkost KG in eine Genossenschaft zu überführen. 21 Menschen haben sich sofort bereiterklärt, Mitglied der Genossenschaft zu werden, und viele baten um mehr Informationen. Deshalb hier noch einmal für alle ein paar weitere Infos:


Hirnkost war immer schon mehr als ein Verlag. Eher das Herz eines Netzwerks, zu dem auch die Stiftung Respekt! Gehört, der Literaturwettbewerb Klimazukünfte 2050 und Projekte wie der Kongress der Utopien oder Mehr Demokratie wagen!

Wir haben Jugendforschung betrieben und immer wieder Partizipations- und Benefizprojekte initiiert oder unterstützt. Die Genossenschaft soll nicht nur den Hirnkost-Verlag langfristig sichern, sondern auch diese verschiedenen Initiativen nun vereinen und neue entwickeln. Denn letztendlich ist eine Genossenschaft vor allem ein großartiger Thinktank. Eine Genossenschaft ist basisdemokratisch organisiert und ermöglicht es allen Mitgliedern, schon bei der Planung immer einbezogen zu werden und sich aktiv einzubringen. Die Mitglieder entscheiden dann zukünftig z. B. über die grundsätzliche Ausrichtung des Verlages, sie können die Verantwortung für einzelne Titel oder Themen übernehmen u. v. m. Auf den Verlag bezogen gibt es zum Beispiel folgende Ideen:
Unser Ausgangspunkt und Standbein waren immer schon Jugend- und Subkulturen, Jugendforschung und -arbeit. Über 40 Titel haben wir dazu veröffentlicht. Diesen Bereich wollen wir auch beibehalten und sogar stärken. Aber auch professionalisieren. Wir hoffen, dass sich Menschen in einer Arbeitsgruppe zusammenfinden, die diesen Bereich zukünftig planen wollen: An welchen Themen besteht heute Bedarf – etwa in der Jugendarbeit oder in einzelnen Subkulturen selbst? Werden die Erkenntnisse der Wissenschaft eigentlich an die Menschen vermittelt, die sie benötigen? Ist die Jugendforschung selbst auf der Höhe der Zeit oder müsste sie sich weiterentwickeln? Zu welchen Subkulturen fehlen noch gute Veröffentlichungen? Für welche Zielgruppen? Mit welchen Titeln könnten wir die „Stimmen der Jugend“ stärken?

Und wo bleiben da die Omas gegen Rechts?

Hirnkost versteht sich als „engagierter Verlag für engagierte Literatur“. Es gibt so viele engagierte Menschen und Initiativen, die sich für mehr Demokratie und eine gerechtere Welt, gegen Hass und die Zerstörung unserer Umwelt engagieren. Es existiert eine breite, sehr vielfältige anti-dystopische Bewegung von Menschen, die deutlich mehr wollen als die uns Regierenden. Oft fehlt ihnen nur die Sichtbarkeit über ihre eigene Bubble hinaus. Vielleicht können wir da helfen. Mit unseren bescheidenen Mitteln als Buchverlag. Wir wollen zukünftig verstärkt Akteur:innen der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen Raum geben und ihre Visionen präsentieren. Deshalb wollen wir auch anderen Bewegungen, Initiativen, Trägern usw. Veröffentlichungen anbieten. Unsere Idee: Wir entwickeln gemeinsam mit ihnen ein Konzept für eigene Buchtitel, aber auch Vermarktungsstrategien – wie lassen sich die Zielgruppen erreichen, die erreicht werden sollen? –, und setzen das dann um, wenn wir gemeinsam zu der Entscheidung kommen, dass es Sinn macht. Die Genossenschaft bildet dazu ein eigenes Team aus interessierten Mitgliedern mit vielfältigen Kompetenzen, und vielleicht entscheidet sie sogar am Ende, dieses oder jenes Buchprojekt zu fördern.
Die Klimakrise und die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Veränderungen werden auch in Zukunft ein wichtiges Thema für uns bleiben. Wir wollen weiter Texte veröffentlichen, die sich aus der Sicht von Wissenschaft, Science Fiction und Aktist:innen mit zukünftigen Entwicklungen der Klimakrise und der Zerstörung der Biosphäre beschäftigen. Insbesondere wollen wir junge Autor:innen fördern, die über gesellschaftliche Utopien für ein gutes Leben schreiben. Auch dazu möchten wir gerne eine eigene Arbeitsgruppe einrichten.


Das sind erste Ideen. Ob wir sie realisieren, entscheiden aber nicht wir, sondern alle gemeinsam, die Lust haben, sich zukünftig in der Genossenschaft zu engagieren.
Rein formal wird die Mitgliedschaft einmalig zwischen 800 und 2.000 Euro kosten. Wir haben bereits einen Notar ausfindig gemacht, der uns auf dem Weg zur Genossenschaft begleiten würde. Aber ob wir ihn wirklich gehen können, das hängt davon ab, ob sich genügend Interessierte finden. Das wollen wir gerade herauszufinden. Auch mit diesem Newsletter. Ich würde mich deshalb sehr über Rückmeldungen von allen Menschen freuen, die sich das vorstellen können. Alle Interessierten werde ich zukünftig auf dem Laufenden halten. Und stehe natürlich für Rückfragen jederzeit zur Verfügung.
Das war wieder mal ein langer Newsletter. Entschuldigt. Aber in Zeiten des Umbruchs muss und darf es auch mal etwas grundsätzlicher werden.
Lasst uns reden. Lasst uns Neues wagen.

Mit freundlichen Grüßen aus Neukölln. Klaus Farin.

Veränderungen sind nicht umsonst. Und manchmal braucht es auch Geld, um sie auf den Weg zu bringen. Wenn ihr uns unterstützen wollt:
Bücher kaufen:

Spenden:

IBAN: DE13 4306 0967 1126 1636 00, Konto-Inhaber: Stiftung Respekt!
bzw. Paypal: spenden.respekt@jugendkulturen.de

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