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The Wire Mix: Quinton Barnes

Der Montrealer Sänger und Produzent Quinton Barnes hat für sein Interview in The Wire 496 einen speziellen Mix aus seiner eigenen Musik und Stücken von Aby Ngana Diop, Miles Davis, Alice Coltrane, RP Boo und anderen zusammengestellt.

Im November 2022 nutzte der Sänger und Produzent Quinton Barnes aus Montreal die damals noch als Twitter bekannte Plattform, um eine Absichtserklärung in den Äther zu schicken: „Ich möchte in irgendeiner Form mit Noise-/Improvisationsmusikern zusammenarbeiten … ich weiß noch nicht genau wie, aber die Idee ist da.“

Der Tweet wurde vom in Ontario ansässigen Produzenten Michael Cloud Duguay beantwortet, aber es dauerte eine Weile, bis ihre Zusammenarbeit Früchte trug. In der Zwischenzeit produzierte Barnes zwei weitere Alben: das gospelartige HAVE MERCY ON ME und das üppig-queere Code Noir, die 2024 bzw. 2025 in Eigenregie veröffentlicht wurden.

Das Konzept für Black Noise, wie das neue Album mit Duguay schließlich heißen sollte, nahm tatsächlich um 2021 Gestalt an, als Barnes Jacques Attalis Noise: The Political Economy Of Music neben Frank B Wilderson IIIs Afropessimism las. Ihn beeindruckten die Parallelen zwischen Attalis Auffassung von Lärm als dem „Anderen“ der Musik und Wildersons Analyse von Schwarzsein als etwas, das integraler Bestandteil der menschlichen Erfahrung ist, aber dennoch aus ihr ausgeschlossen wird.

Für Barnes existiert das Konzept des Black Noise in dieser „ontologischen Beziehung zum Sein“ – der Andersartigkeit, die entfremdet oder verbannt werden muss, damit sich die weiße, hierarchische Kultur selbst definieren kann. „Ich habe das nicht unbedingt als Noise an sich verstanden, so wie man Noise-Musik versteht, sondern eher als die Funktion, die Black Sound in der Welt hat“, erklärt er. „Es geht mir also nicht unbedingt darum, einfach über Noise-Musik zu rappen, sondern darum, wie wir einen Song in sich selbst destabilisieren können.“

Hier kuratiert Barnes einen exklusiven Wire-Mix, der sein Konzept von Black Noise weiter ausführt.

Tracklist

Aby Ngana Diop “Dieuleul Dieuleul”
The Last Poets “Wake Up, Niggers”
Netsanet Mellesse “Mnew Jal”
Miles Davis “Rated X”
Matana Roberts “Predestined Confessions”
Alice Coltrane “Universal Consciousness”
Jlin “Sodalite”
RP Boo “Heavy Heat”
DJ Rashad “Every Day Of My Life”
Quinton Barnes “Jealousy”
Ghedalia Tazartes “Un amour si grand qu’il nie son objet”
Scions “The Mountain”
Quinton Barnes “Sober For The Weekend”
Milford Graves Percussion Ensemble “Nothing 5-7”
Sonny Sharrock “Black Woman”

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