Musikfest Berlin 2025 „Multimediales Gesamtkunstwerk im Bauhaus-Geist“
Von Katharina Granzin (TAZ). Vor fast 100 Jahren wurde sie geschrieben. Nun wurde Marc Blitzsteins kubistische Oper „Parabola et circula“ endlich in der Philharmonie uraufgeführt.
Die Musik braucht mehr als nur die primäre schöpferische Arbeit, um als Werk lebendig zu werden; sie ist auf Ausführende angewiesen. Sicherlich lagern weltweit Abertausende von unaufgeführten Opern in den Schubladen von TonkünstlerInnen. Bis zum vergangenen Sonntag gehörte auch „Parabola et circula“ dazu, ein Werk des US-Amerikaners Marc Blitzstein (1905-1964) aus dem Jahr 1929.
Beinahe hundert Jahre nach ihrer Entstehung erlebte die Oper nun auf dem Musikfest Berlin ihre Uraufführung. In der Vorankündigung zunächst als „einzige Bauhaus-Oper der Welt“ angepriesen, wurde diese Formulierung dann korrigiert zu „einzige kubistische Oper“, was es besser trifft(obwohl das Prädikat „einzige“ immer noch riskant ist).
© TAZ, Kultur, Musik, 23.9.2025