Radiotipps

Radiotipps für den 17.10.2025

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst

„Frozen Signals“ Von Jana Winderen
Touch Music/Deutschlandradio Kultur 2012

Die Klangkünstlerin Jana Winderen ist bekannt für ihre detaillierten Unterwasseraufnahmen von futternden Seeigeln, paarungswilligen Kabeljauen, erschrockenen Knallkrebsen. Klangkomposition über eine akustische Parallelwelt, deren Existenz bedroht ist.


14:05 Uhr Ö1 In Concert

Zum 100. Geburtstag der „Queen of Salsa“ Celia Cruz
Celia Cruz mit Tito Puente und seinem Orchester 1990 in Hamburg

Als 1960 in Kuba die Revolution wütete, war die gefeierte Sängerin Celia Cruz aus Havanna gerade in Mexiko auf Tournee. Ihren Entschluss, in die USA zu gehen, anstatt nach Kuba zurückzukehren, quittierte Fidel Castro mit einem Einreiseverbot. Sie hat ihre Heimat nie wiedergesehen.


19:00 Uhr ByteFM Tiefenschärfe mit Dirk Domin

Back inna business
Zurück im Geschäft sozusagen, Mitte Oktober, mit viel neuer Musik, unter anderem mit der Debüt-EP von DJ Frank aus Wuppertal, von Jazzanova, Physikal Flex und eben Paul St. Hilaire: „Back inna Business“!


19:00 Uhr HR 2 Hörbar

Laute für Fortgeschrittene mit David Bergmüller & mehr Musik grenzenlos
Ausgebildet wurde der 1989 in Tirol geborene Lautenist David Bergmüller von Hopkinson Smith und Rolf Lislevand, zwei der ganz Großen ihres Fachs. Inzwischen ist Bergmüller selbst Professor für Laute an der Kölner Musikhochschule und natürlich seit Jahren schon tätig in diversen Ensembles im Bereich der Alten Musik.


19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur

„Literatur im Gespräch“ Archäologe des Ostens. Der Friedenspreisträger Karl Schlögel
Moderation: René Aguigah
Warum der Historiker Karl Schlögel mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wird? In der Begründung heißt es: „Als einer der Ersten hat er vor der aggressiven Expansionspolitik Wladimir Putins und seinem autoritär-nationalistischen Machtanspruch gewarnt. Eindrücklich beschreibt er die Ukraine als Teil Europas und fordert auf, das Land um unserer gemeinsamen Zukunft willen zu verteidigen.“ Mit Karl Schlögel wird also ein entschieden politischer Kopf geehrt – und zugleich gilt der Preis einem historisch-schriftstellerischen Werk, das seinesgleichen sucht. Da sind die Porträts ukrainischer Städte in seinem Buch „Entscheidung in Kiew“. Da sind die Lektüren urbaner Landschaften auch in anderen Teilen Osteuropas – von Moskau und Petersburg, Marijampolė und Brno/Brünn. Da sind die monumentalen Studien „Terror und Traum. Moskau 1937“ oder „Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer untergegangenen Welt“. Immer beharrt Schlögel darauf, der Geschichte ihre Orte wiederzugeben. Wie kommt dieser reisende Historiker zu seinem Bild von der Welt?


20:00 Uhr HR 2 Bayern2 / ARD Radio Kulturnacht

ARD Radiokulturnacht der Bücher


20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert

„Donaueschinger Musiktage“ Live aus der Baarsporthalle
Imsu Choi: „Miro“ für Orchester (Uraufführung)
Turgut Erçetin: „There recedes a silence, faceting beyond enclosures“ für Klarinette und Orchester (Uraufführung)
Mark Andre: Im Entfalten. Dem Andenken an Pierre Boulez für Orchester (Uraufführung)
Philippe Leroux: Paris, Banlieue für Orchester und Elektronik (Uraufführung)
Auftrag von SWR, IRCAM-Centre Pompidou und Radio France
Carl Rosman, Klarinette; IRCAM
SWR Symphonieorchester
Leitung: François-Xavier Roth


20:00 Uhr radio 3 Konzert

Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker
Percy Grainger: Lincolnshire Posy
Sergej Prokofjew: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur, op. 19
John Adams: Harmonielehre
Janine Jansen Violine; Berliner Philharmoniker
Leitung: Simon Rattle


20:03 Uhr WDR 3 Konzert

Notos Quartett beim Beethovenfest Bonn 2025
Gabriel Fauré: Klavierquartett Nr. 1 c-Moll op. 15
Bryce Dessner: Spirals
Camille Saint-Saëns: Klavierquartett B-Dur op. 41
Notos Quartett
Aufnahme vom 31. August 2025 aus dem Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses, Bonn


20:03 Uhr SWR Kultur JetztMusik

Donaueschinger Musiktage – LIVE „Eröffnungskonzert“
SWR Symphonieorchester; IRCAM
Carl Rosman (Klarinette)
Leitung: François-Xavier Roth
Imsu Choi: Miro für Orchester (UA)
Turgut Erçetin: There recedes a silence, faceting beyond enclosures für Klarinette und Orchester (UA)
Mark Andre: Im Entfalten. Dem Andenken an Pierre Boulez für Orchester (UA)
Philippe Leroux: Paris, Banlieue für Orchester und Elektronik (UA)
(Liveübertragung aus der Baarsporthalle)


20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature

Von Joyce Thumb Regie: Joyce Thumb
Deutschlandfunk 2025
Joyce nimmt jetzt Testosteron, plant eine Brustentfernung – und wünscht sich sehr, dass der Vater das versteht.


21:05 Uhr Deutschlandfunk On Stage

Retromoderne Musik mit Geschichte: Die US-amerikanische Band GA-20
Aufnahme vom 7.6.2025 beim Bluesfestival Schöppingen

Am Mikrofon: Tim Schauen
Musik und Bandname aus den 1950er-Jahren, der sich auf ein Gitarrenverstärkermodell bezieht: Chicago-Blues mit Zukunftstwist.
Der Bandname bezieht sich auf ein Gitarrenverstärker-Modell, den Gibson Amplifier GA 20, der in den 1950er- und 60er-Jahren hergestellt wurde, und dieser Bezugspunkt weist zudem auf eine bestimmte musikalische Epoche hin: auf die Entstehungszeit des modernen, (groß-)städtischen Blues‘. 2018 in Boston gegründet, hat sich die US-amerikanische Band GA-20 dem Chicago-Blues verschrieben, also dem rauen, gefühlvollen Sound, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts zuerst auf dem Land gesungen, akustisch gespielt und später elektrifiziert wurde. Von den drei Gründungsmitgliedern ist noch Gitarrist Matthew Stubbs mit von der Partie, der GA-20 während einer Auszeit vom Touren mit Charlie Musslewhite gründete. Zusammen mit Schlagzeuger Josh Kiggans und Gitarrist und Sänger Cody Nilsen perpetuiert er traditionellen Sound, der dennoch jung und frisch klingt – und so clever konserviert wird.


22:03 Uhr WDR 3 Jazz

Kontrabässe, Perkussion und Posaunen – Neues aus New York
Drummer Eric McPherson leitet auf „Double Bass Quartet“ eine Band mit zwei Kontrabässen. Sein Kollege Tomas Fujiwara veröffentlicht mit „Dream up“ erstmals ein Album für ein Perkussionsquartett.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Milestones

„Bebop-Powerplay im Großformat“
Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass und ihre Bebop-Projekte (1984 und 1986)

Am Mikrofon: Michael Kuhlmann
Vor 40 Jahren galt Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass als eine der besten Big Bands Europas.
Mitte der 1980er-Jahre hatte sich der Orchesterleiter Peter Herbolzheimer als einer der besten Arrangeure Europas profiliert. Mit seiner im Jahrzehnt zuvor gegründeten Big Band Rhythm Combination & Brass hatte er sich eine internationale Fangemeinde erarbeitet. Doch selbst deren Fans horchten auf, als die Band 1984 auf ihrer LP „Bigband Bebop“ Kompositionen von Charlie Parker, Bud Powell, Thelonious Monk und anderen Größen des Bebop spielte. „Es fühlt sich großartig an“, bekannte Herbolzheimer damals in einem Radiointerview, und bevor er und seine Band 1986 mit „More Bebop“ noch einmal nachlegten, spielten sie gemeinsam mit dem Gastsolisten Dizzy Gillespie 1985 beim JazzFest Berlin – um dort geradezu das Dach der Philharmonie wegzublasen.


22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Musikfeuilleton

„Vom Aussterben bedroht“ Die Zeitschriften der Gegenwartsmusik
Von Leonie Reineke (Wdh. v. 23.06.2019)

Reflexionen, Assoziationen und Diskussionen zur Gegenwartsmusik manifestieren und bündeln sich in Konzertpausen, an Musikhochschulen, bei Festivals oder in der Kneipe. Aber hier verbleiben sie meist in kleinen und vielfach abgeriegelten Kreisen. Die Musikzeitschrift dagegen ist ein öffentliches, ortsneutrales und weniger flüchtiges Medium. Als frei zugängliches Interpretations- und Diskursforum erfüllt sie ein demokratisches Moment. Aber was ist dieses Alleinstellungsmerkmal in Zeiten alternativer Formate im Internet noch wert? Viele Zeitschriften kämpfen aktuell mit finanziellen Schwierigkeiten, sinkenden Abonnentenzahlen und schwindender Aufmerksamkeit.


22:30 Uhr Ö1 Spielräume – Nachtausgabe

1975 – Annus mirabilis des Austropop
Die Alben „Es lebe der Zentralfriedhof“ von Wolfgang Amros und „Ollas leiwaund“ von Georg Danzer
Das goldene Jahrzehnt des klassischen Austropop waren die 70-er Jahre, und das Jahr 1975 konnte mit gleich zwei absoluten Meilensteinen des Genres aufwarten.


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