Jack DeJohnette Quartett im Konzert 1976
Wer an die großen Schlagzeugers des Jazz in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts denkt, kommt am 1942 in Chicago geborenen Jack DeJohnette nicht vorbei.
Er begann als Klavier- und Melodicaspieler, aber schon als Teenager zog es ihn ans Schlagzeug – inspiriert von seinem musikalischen Idol Max Roach. Jack DeJohnette konnte wie kaum ein anderer Stimmungen auf seinen Becken erzeugen, prägte einen rollenden Drumstil und ist mit für die Entwicklung von Jazzrock und Fusion verantwortlich. Er war einer der Drummer auf Miles Davis legendärem Album „Bitches Brew“, gründete eine eigene Fusionband namens Compost und wurde in den 80ern wiederum das Rückgrat des legendären sogenannten Standard Trio vom Pianisten Keith Jarrett.
1976 kam er mit seinem damals frisch gegründeten Quartett in die Post-Aula Bremen. An seiner Seite virtuose Mitstreiter wie Alex Foster an Saxofonen, Mike Richmond am Bass und John Abercrombie an der E-Gitarre. DeJohnette selbst fand damals mit Mitte 30 auch zu den Tasteninstrumenten zurück und ist in dieser Aufnahme also als Schlagzeuger und Pianist und Keyboarder zu hören. Stilistisch geprägt von Zeitgenossen wie Chick Corea oder Herbie Hancock. Wir erinnern an diesen einflussreichen Musiker, der am 26. Oktober 2025 im Alter von 83 Jahren im Kreise der Familie gestorben ist.
Mitschnitt vom 12. Februar 1976, Post-Aula, Bremen
© Bremen 2, Sounds in Concert, 8.11.2025