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Der Komponist Giacinto Scelsi „Magie des Klangs“

Von Thomas Groetz (DLK). Giacinto Scelsi ist als musikalischer Sonderfall in die europäische Musikgeschichte eingegangen.

Der italienische Komponist sah sich zeitlebens als eine Art Medium, dem sich Musik und Klänge quasi offenbarten. Giacinto Scelsi wollte mit seinen intensiven Klangforschungen ins Innere der Töne vordringen. Dabei war er lange Zeit der große Unbekannte der zeitgenössischen Musik. Das Werk des Italieners, der verboten hatte, Portraitfotos von ihm zu veröffentlichen, wurde erst ab den 1980er-Jahren umfassend gewürdigt. Ungewöhnlich sind auch die Entstehungsbedingungen von Scelsis Musik: Er improvisierte auf dem Klavier oder auf der Ondioline, einem frühen elektronischen Instrument, und war dann auf MitarbeiterInnen angewiesen, um entstandene Tonaufnahmen in Notenschrift zu übertragen.

© Deutschlandfunk Kultur, Neue Musik, 10.2.2026

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