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Lesart (DLK): 150 DDR-Verlage, die es nicht mehr gibt

In der DDR verschwanden über 150 Verlage – durch Lizenzentzug, politische Kontrolle und ideologische Vorgaben. In seinem neuen Buch „Verschwundene Verlage“ rekonstruiert der Publizist Christoph Links, wie radikal die Verlagslandschaft zensiert wurde.

Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zentral zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 mehr als 200 eine Genehmigung erhalten hatten. Der Verlagshistoriker Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht in seinem Buch der Frage nach, warum und wie sie verschwanden. Wurden sie vom Staat aus politischen Gründen enteignet, steuerrechtlich zum Aufgeben gezwungen, sind sie in den Westen abgewandert, haben sie aus eigenem Antrieb aufgegeben oder wurden sie gegen ihren Willen fusioniert? Dahinter steht die grundsätzliche Frage, mit welchen Mitteln und Methoden die SED-Führung im Bereich der Kulturwirtschaft agierte, wie sie geistige und wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Wege räumte, um für die bevorzugten Firmen finanziell ertragreiche Monopolstellungen zu schaffen. © Text: Aufbau Verlag

© Deutschlandfunk Kultur, Lesart, 11.3.2026

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