Radiotipps für den 28.4.2026
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Neue Musik
„Weg von der Tonbandfixierung“ Stephan Wunderlichs experimentelle Praktiken
Von Florian Neuner
18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Gardy Stein
Tanzt in den Mai! Countdown
Die Sendung Forward The Bass lädt ja mit basslastigen karibischen Klängen eigentlich immer zum Tanzen ein, heute aber ganz besonders, denn: Der Mai steht vor der Tür! Bekanntlich wird da gern mal reingetanzt, und deshalb dreht sich in der aktuellen Playlist alles um diese rhythmische Form der körperlichen Bewegung. Den Anfang macht Bob Marley, der mit uns „jammen“ möchte, gefolgt von seiner kleinen Schwester Black Pearl Livingston und Frankie Paul, der sich gegen jeglichen „Curfew In The Dance“ ausspricht. Weiter geht’s mit den Kingston All Stars und Ansel Collins sowie Pollensis Reggae-Remix des bekannten Tones And I Popsongs „Dance Monkey“, bevor dann mit SK Simeon, Sean Paul, Beenie Man und Bazil richtig die Post abgeht. Papa Michigans 1979er Hit „Nice Up The Dance“ kommt im Dredsquad-Remix daher, während neue Titel von SunDub feat. Lutan Fyah und Khalia das Thema vertiefen. Almighty Dread hofft auf einen „Dance In Heaven“, und die Zion I Kings sowie der polnische Steady Social Club schicken uns mit zwei schönen Dubs in den Feierabend. Move ya!
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
José González: Folkpop gegen die Dunkelheit & mehr Musik grenzenlos
Der schwedische Songwriter hat sein fünftes Album nach einer Zeile des Dichters Dylan Thomas benannt: „Against the Dying of the Light“. González sorgt sich um unsere Zukunft, er fürchtet KI und singt gegen den Tech-Zynismus an, soft und positiv wie immer.
19:15 Uhr Deutschlandfunk Feature
„Zwischen Werkbank und Wahlurne“ Die Stadt Singen nach der Landtagswahl
Von Charly Kowalczyk Regie: Iris Drögekamp
Redaktion: Karin Hutzler, Wolfgang Schiller
SWR/Deutschlandfunk 2026 (Ursendung)
Über die Hälfte der Menschen in Singen, der Heimatstadt des Autors, haben eine Migrationsgeschichte. Bei der Bundestagswahl 2025 wurde die AfD in der südbadischen Industriestadt mit fast 30 Prozent stärkste Partei. Woran liegt das?
19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature
„Kaffee“ Das Geschäft mit der Bohne. Von Sandro Schroeder
Steigende Kaffeepreise zeigen, wie empfindlich und komplex das Gleichgewicht hinter einem der beliebtesten Alltagsprodukte ist.
Kaffee ist für viele Deutsche ganz selbstverständlich: ein Alltagsprodukt, das inzwischen aber deutlich teurer geworden ist. Aber ist Kaffee bisher vielleicht einfach zu billig gewesen? Denn, ob wir wollen oder nicht: Hinter jeder Tasse Kaffee stecken eine komplexe Lieferkette sowie erstaunlich viele politische und wirtschaftliche Entscheidungen. Welchen Einfluss haben Verbraucherinnen und Verbraucher darauf (un-)bewusst? Und was müsste sich am Geschäft mit dem Kaffee ändern?
20:00 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
Liederhalle, Stuttgart
Samuel Barber: Adagio for Strings op. 11
Ástor Piazzolla: „Aconcagua“, Konzert für Bandoneon und Orchester
Sergej Prokofjew: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 63
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 „Symphonie classique“
Radu Ratoi, Bandoneon; Hana Chang, Violine
SWR Symphonieorchester
Leitung: Gemma New
Aufzeichnung vom 06.03.2026
20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel
Sörensen geht aufs Haus (2/2)
Autor und Regie: Sven Stricker.
Besetzung: Jürg Meister
Komposition: Jan Peter Pflug
Ton und Technik: Andreas Stoffels und Frank Klein
Regieassistenz: Stefanie Heim Dramaturgie: Felix Lehmann Deutschlandfunk 2026 (Ursendung)
Sörensen wird von seiner Vergangenheit eingeholt und hadert mit der Gegenwart – sein sechster und bisher persönlichster Fall.
21:00 Uhr SWR Kultur / HR 2 JetztMusik
Niescier / Reid / Salem beim Jazzfest Berlin 2025. Von Odilo Clausnitzer
Cello statt Kontrabass – wer das bei einer Band als Zeichen für lyrische Grundgesinnung versteht, liegt bei diesem Trio falsch. Das Auftaktkonzert beim Jazzfest Berlin beginnt schon mit Hochdruck; eine brodelnde Rhythmusebene, vom festen Tempo gerade noch gebändigt, darüber Tonstrudel durch alle Register des Altsaxofons. Musik in der Tradition des Free Bop, aber geformt durch höchst abwechslungsreiche Kompositionen. Altistin Angelika Niescier und Cellistin Tomeka Reid sind feste Größen der internationalen Jazzszene eine Neuentdeckung dagegen die New Yorker Schlagzeugerin Eliza Salem.
21:00 Uhr radio 3 /NDRKultur Neue Musik
Neue Musik aktuell. Mit Andreas Göbel
21:05 Uhr Deutschlandfunk Jazz Live
Singer-Songwriter Jazz deluxe: Das Lukas DeRungs Quintett
Lukas DeRungs, Klavier, Komposition
Immy Churchill, Gesang
Karim Saber, E-Gitarre
Jan Dittmann, Bass
Jonas Esser, Schlagzeug
Aufnahme vom 4.11.2025 im „Loft“, Köln
Am Mikrofon: Thomas Loewner
Eingängige und berührende Songs von einem der vielversprechendsten Komponisten und Pianisten des aktuellen deutschen Jazz.
Bereits mit seiner „Kosmos Suite“, einem Werk für Chor und Jazz-Ensemble hat Lukas Derungs im Jahr 2022 sein gutes Gespür für die überzeugende Verbindung von vokalen und instrumentalen Musikformen sowie verschiedener musikalischer Genres bewiesen. Mit seinem aktuellen Album „Wake“ zeigt er, dass er auch das Singer-Songwriter-Fach beherrscht. Doch der Pianist singt die Songs, die sich leichtfüßig zwischen Melodien mit Pop-Appeal und jazzharmonischer Raffinesse bewegen, nicht selbst, sondern überlässt diesen Part der Britin Immy Churchill, die auch einige der Texte geschrieben hat. Auch der Rest der Band setzt sich aus jungen Musikern der deutschen und britischen Jazz-Szene zusammen und gemeinsam sorgen sie dafür, dass Lukas DeRungs‘ Musik dem Publikum wiederholt ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
22:00 Uhr ByteFM Indigo mit Lukas Harth
Bakschischrepublik – Punk in der DDR
Punk aus Deutschland meint meist: Punk aus der BRD. Doch auch in der DDR formte sich zu Beginn der 1980er-Jahre eine Punkszene, klein und experimentell, die es in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts noch ziemlich in sich hatte. Ausgegrenzt aus dem Kulturbetrieb, von der Gesellschaft abgelehnt und von der Stasi kriminalisiert und verfolgt – während drüben im Westen Punkbands sogar im Fernsehen auftraten und gefeiert wurden. Wie sich das Image in der DDR änderte und Punkbands zum Schluss sogar auf dem Staatslabel Amiga groß rauskamen – das gibt’s in dieser Ausgabe Indigo.
22:00 Uhr radio3 /NDRKultur Jazz
Hamburg Jazz Open 2025: Duty Free
22:03 Uhr SWR Kultur / HR 2 Open World
Radikale Vielfalt: Trickster Orchestra. Mit Babette Michel
22:05 Uhr Deutschlandfunk Musikszene
„Ludwig Wittgenstein und die Musik“ Philosophische Reflexionen des österreichischen Sprachskeptikers. Von Noemi Schneider (Wdh. v. 22.08.2023)
Musik war für Wittgenstein faszinierend und rätselhaft. Seine Notizen dazu untersucht der Komponist Walter Zimmermann.
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature
Immer der Nase nach – vom Stallgeruch bis zum Stinkefinger
Von Henrik von Holtum Deutschlandfunk 2026
Man bemerkt den eigenen Geruchssinn oft erst, wenn einem etwas stinkt. Das Hören und Sehen kann einem in turbulenten Zeiten recht schnell vergehen, aber wir ahnen immer sofort, wenn etwas in der Luft liegt. Oder etwas faul ist im Staat.
23:00 Uhr ByteFM Elevator Music mit Tan LeRacoon
50 Jahre Irritation im Namen des Rock ‘n‘ Roll
1976 ist nun also 50 Jahre her, da war der Zweite Weltkrieg gerade einmal 20 Jahre vorbei. 1976 war die Uraufführung von Puccinis Oper „Turandot“ 50 Jahre her, ebenso das Schaffen von George Gershwin, Kurt Weill, Igor Strawinsky, Louis Armstrong und Belá Bartok.
1976, Elvis lebte noch (mehr oder weniger), die Beatles hatten sich vor gerade mal sechs Jahren aufgelöst und Rock-Musik war aufgeblasen und in sich selbst verliebt. Es lag in der Luft: junge Menschen wollten Revolution: weg mit dem Alten, der Rock ‘n‘ Roll brauchte ein neues Kleid. Dieses Kleid war im Rückblick eher „Emperor’s New Clothes“ als eine Neuerfindung: Drei Akkorde, die, wenn sie gut gespielt waren, Boogie-, Hard- und Glam-Rock, Mod-Beat oder Pop bedeuteten – ohne Wertung. „Wie? Und das feiern wir jetzt? Rentner*innen, die sich in ihrer wilden Jugend suhlen? Da muss doch mehr gewesen sein?!
23:00 Uhr NDRKultur Welt der Musik
„In der Selbstverwirklichung nahtlos konsequent“ – Sergej Prokofjew im Porträt
Eine Sendung von Thomas Böttger
Der am 23. April 1891 in Russland geborene Prokofjew gehörte noch zu jenen Künstlern des 20. Jahrhunderts, die Komponist und Interpret in Personalunion waren. Er verfasste Sinfonien, Opern, Ballette, Konzerte, Klavier – und Kammermusik. Sein bis heute wohl bekanntestes Werk ist die Musik zu „Peter und der Wolf.“ Schon in jungen Jahren ein brillanter Pianist, setzte sich Prokofjew fast ausschließlich für seine eigenen Klavierwerke und Konzerte ein.
Er starb 1953 am selben Tag wie der Diktator Josef Stalin, weshalb sein Ableben zunächst fast unbeachtet blieb.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
Mit Matthias Röckl
23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Oskar Kokoschka – Der Gaffer als Lauscher (2/4)
Mit Michael Struck-Schloen
Am 1. März vor 140 Jahren kam der Maler Oskar Kokoschka in Niederösterreich zur Welt – ein „Jahrhundertkünstler“, wie ihn sein Biograf Rüdiger Görner nennt. Kokoschka wurde bekannt durch seine wild und expressiv hingemalten Farben. Aber er „gaffte“ nicht nur in die Welt, um sie zu verwandeln. Er lauschte auch mit neugierigen Ohren, liebte Bach und Schönberg (und Gustav Mahlers Witwe Alma), porträtierte zahlreiche Musiker, schuf Bühnenbilder zur Zauberflöte, erlebte die Vertonung seiner Theaterstücke durch Hindemith und Krenek – und machte sich viel Gedanken über die Musik im Leben.