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UKJazznews Musiktipp: Lars Danielsson Liberetto V – Echomyr / ACT

Von Julian Maynard-Smith. Echomyr ist das fünfte Album, das der schwedische Bassist und Komponist Lars Danielsson unter dem Label Liberetto veröffentlicht hat; alle Alben zeichnen sich durch exquisiten Kammerjazz aus, der tief in der europäischen Volksmusik verwurzelt ist – und seit Liberetto III (2017) mit einer festen Besetzung aus Magnus Öström (Schlagzeug), Grégory Privat (Klavier), John Parricelli (Gitarre) und Arve Henriksen als Gast an der Trompete.

Danielsson besitzt eine unheimliche Fähigkeit, Songs zu komponieren – Melodien von zeitloser folkloristischer Einfachheit, die jedoch mit echtem musikalischem Gewicht einhergehen. Diese folkloristische Qualität kommt besonders bei „Supreme“, „Glòr“ und dem Titelsong „Echomyr“ zum Ausdruck. Der erste dieser Titel ist John Coltrane gewidmet und beginnt mit atmosphärischen Loops, Shaker-Percussion und einem ausdrucksstarken Bass-Solo, bevor sich Klavier und Trompete für die folkige Melodie anschließen.

Henriksens Trompetenton ist charakteristisch hauchig und intim, fast schüchtern – er klingt, als würde er die Töne weniger blasen als vielmehr aus seinem Instrument herauspressen –, doch hier spielt er ein Solo, das an die sehnsuchtsvolle Qualität von Coltranes A Love Supreme anknüpft, unterstützt durch elektronische Bearbeitung im Stil anderer Meister der Trompete und Elektronik wie Jon Hassell und Nils Petter Molvær.

© UKJazznews, 18.5.2026

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