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Essay: „Aus Bestehendem schöpfen“ Das Potenzial obsoleter Stadträume

Von Sabine Tastel (DLF). Unsere Großstädte stehen unter enormem Druck. Es werden Flächen benötigt – für neue und bezahlbare Wohnungen, Grünräume, soziale Infrastrukturen und eine nachhaltige Mobilität. Doch wo sind diese zu finden?

Ein Wachstum der Städte nach außen ist schon lange keine Lösung mehr: Jede neu versiegelte Fläche vernichtet wichtige Natur- und Agrarräume und beschleunigt den Klimawandel. 

Aber: Unsere Städte besitzen eine entscheidende Ressource. Vom Kaufhaus über das Kino bis zum Parkplatz und Friedhof – immer mehr Gebäude und Flächen fallen aus der Nutzung. Treiber dieser Entwicklung sind die Megatrends Digitalisierung, Verkehrswende und Wandel der Religiosität. 

Sabine Tastel, geboren 1987, ist Professorin für Stadt- und Freiraumgestaltung an der Technischen Hochschule Köln. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Wahrnehmung und Transformation von Stadträumen. Aktuelle Forschungen befassen sich mit urbanen Erinnerungskulturen und der sozialräumlichen Bedeutung von Tankstellen. Sie war Co-Autorin des Buches „Die obsolete Stadt – Wege in die Zirkularität“ (2025) und Mitherausgeberin der Publikation „Die Bodenfrage – Klima, Ökonomie, Gemeinwohl“ (2020). 

© Deutschlandfunk, Essay und Diskurs, 14.5.2026

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