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„Aus Heimat und Sprache vertrieben“ Die Lange Nacht des Schreibens im Exil

Von Sieglinde Geisel (DLF). Ins Exil gezwungene Schriftstellerinnen und Schriftsteller sind dort oft völlig unbekannt. Der Verlust der Sprache bedeutet auch den Verlust des bisherigen Publikums. Doch der neue Blick von außen kann eine wertvolle Ressource für das Schreiben sein.

Mehr als 120 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht – ein trauriger Rekord. Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller unter ihnen kämpfen mit den gleichen existenziellen und bürokratischen Schwierigkeiten wie alle anderen. Zugleich befinden sie sich in einer besonderen Lage. Der Verlust der Sprache bedeutet für sie auch den Verlust ihres bisherigen Publikums. Und wer in seinem Land ein Literaturstar war, ist im Exilland oft völlig unbekannt. Hier ist er oder sie ein Außenseiter – doch gerade der Blick von außen kann für das Schreiben eine Ressource sein. Die Autorinnen und Autoren, die in dieser Langen Nacht ihre Geschichte erzählen, kommen aus Belarus, Russland, Iran, Syrien, Eritrea, der Türkei und dem Sudan. Sie leben in Deutschland. Während des Nationalsozialismus hat Deutschland eine halbe Million Menschen ins Exil gezwungen, heute ist es zu einem Zufluchtsort geworden für vertriebene Schriftsteller:innen aus aller Welt.

Aus Heimat und Sprache vertrieben
Die Lange Nacht des Schreibens im Exil
Von Sieglinde Geisel
Regie: Beate Ziegs

© Deutschlandfunk, Lange Nacht, 11.7.2026

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