Neues aus dem Neofelis Verlag 08/2026
Heute brauchen wir Ihre Unterstützung, denn es gibt gute Neuigkeiten: Die Anthologie Postwendekinder, hrsg. von Alma-Emilia Jahn, Marlene Mähler und Angelique Pershon, ist für die Hotlist 2026 nominiert!
Jetzt kommt es auf Ihre Stimme an: Drei der 30 nominierten Bücher aus unabhängigen Verlagen werden durch das Publikum auf die Hotlist gewählt. Bis einschließlich 4. September können Sie unter diesem
Voting-Link abstimmen. Vielen Dank! Von den zahlreichen Veranstaltungen zu dem Buch, die momentan und weiterhin auf Hochtouren laufen, berichtete Herausgeberin Marlene Mähler kürzlich in einem
Gastbeitrag für den Freitag. Der intensive diskursive, nicht selten auch emotionale Austausch über Erfahrungen als ostdeutsch Sozialisierte, dem die Veranstaltungen Raum geben, macht neugierig auf die nächsten Termine am 17. August im Blok-O in Frankfurt (Oder), am 29. August beim KOSMOS Festival in Chemnitz und am 3. September im Humboldt-Forum in Berlin.
Wenn wir heute auf die Situation im Nahen Osten schauen, bestätigt sich, was sich historisch schon lange abzeichnet: Gewaltbereitschaft und Krieg scheinen in der Geschichte wie in der Gegenwart eng verknüpft mit bestimmten traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit. Wie sich diese auf israelischer Seite im Spannungsfeld konkurrierender Männlichkeitsvorstellungen und einer Situation andauernder Kriege entwickelt haben, fragt Patrick Farges in Muskel und Geist: In seinem Buch, das morgen in deutscher Sprache erscheint, untersucht er speziell deutsch-jüdische Männlichkeitsideale im Kontext der Emigration deutschsprachiger Jüdinnen und Juden nach Palästina/Israel in den 1930er Jahren. Gesützt auf vielfältige Selbstzeugnisse zeichnet Farges ein differenziertes Bild der damit einhergenden tiefgreifenden Brüche in der jüdischen (Post-)Migration.
Auch weitere Autor*innen sind in den kommenden Wochen in der Republik unterwegs: Schon am 12. August spricht Alexandra Klei, Autorin von Synagogen, Gemeindehäuser, Denkmale, in Dresden über jüdische Bauten in der DDR, Andrea von Treuenfeld geht mit Israelis in Berlin nach dem 7. Oktober ab dem 24. September auf Reise durch sieben Städte und Matthias Naumann stellt am 12. Oktober den Essay-Band Judenhass im Kunstbetrieb in Freiburg vor.
© Newsletter, 08/20256