Musiktipps

Kulturforum Reingehört: hackedepicciotto – Lichtung / Mute Records

Von Gerhard Emmer. „Songs From The Wood‘ titelte der konzeptionelle Aufhänger vor einem halben Jahrhundert bei einem Album der britischen Prog-Folk-Band Jethro Tull, eine ähnliche thematische Überschrift mit Natur-Bezug schwebt dem Avantgarde-Duo hackedepicciotto offensichtlich mit ihrem neuen Tonträger ‚Lichtung‘ vor:

Der Berliner Experimental-Musiker Alexander Hacke, ehemals Bassist der Einstürzenden Neubauten, und seine geistesverwandte amerikanische Begleiterin Danielle de Picciotto – der freigeistige Krach-Gott und die charismatische Multimedia-Künstlerin sind auch privat seit über zwanzig Jahren als Partner verbandelt – lebten die letzten anderthalb Dekaden im permanenten Touren aus dem Koffer, Nomaden gleich, und sind mittlerweile nach der langen Reise wieder sesshaft geworden, am Berliner Stadtrand Lichtenrade in einem Haus mit wucherndem Garten, in Nachbarschaft zur üppigen Flora und Fauna des Brandenburger Umlands.

Mit ‚Lichtung‘ ist hackedepicciotto ein faszinierendes, Jahrhunderte- wie Stilmittel-übergreifendes Experimental-Klangkunstwerk gelungen, das morgen beim renommierten Londoner Indie-Label Mute Records erscheint.

© Kulturforum, 9.7.2026

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