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Hörspiel: „Der Baucan“ Von John Burnside

Ein einst bekannter Schauspieler lebt zurückgezogen auf dem Lande. Er liebt die Ruhe und die Natur, er ist in gewissem Sinne jetzt ein ‚guter‘ Mensch. Die Natur gegenüber seinem Haus bedroht aber der ‚Fortschritt‘: Eine Müllverbrennungsanlage soll gebaut werden.

Nachdem legale Mittel nicht helfen, handelt der Mann mit Hilfe des ‚Baucan‘. Der ist alten Quellen zufolge ein alter schottischer Landgeist. Er kann in vielerlei Gestalt erscheinen: als Mann, Frau, Kind, Hund oder auch nur als ein unerklärlicher Ton. Er strafte früher diejenigen Bauern, die ihr Land schlecht behandelt hatten. Aber er darf nicht direkt handeln. Vielmehr verfolgt er geisterhaft denjenigen, dem Unrecht geschieht, und fordert von ihm ein, sich zur Wehr zu setzen. So wendet er sich gegen profitgierige Gutsbesitzer, von denen es derzeit in Schottland viele gibt.

„Der ‚Baucan‘ wird bei mir zum ‚fantastischen‘ moralischen Agenten, der aber am Ende die Hauptfigur vor den Folgen seiner Tat beschützt. Wo die menschlichen Gesetze versagen oder sogar die gedankenlosen Zerstörer von Natur oder sozialem Gefüge begünstigen, da kehrt das Naturrecht wieder, nimmt Gestalt an und klagt radikale Gegenmaßnahmen ein.“ John Burnside

 

 

„Der Baucan“ Hörspiel von John Burnside

Aus dem Englischen von Bernhard Robben
Mit: Thomas Thieme, Peter Kurth u. a.
Komposition und Regie: Klaus Buhlert
(Produktion: SWR 2015)

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