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Hörspiel: „Der Herbst der R.L.“ Novemberszenen von Alfred Döblin – für das Hörspiel bearbeitet von Lothar Trolle

„Unter den Bedingungen von Sprachlosigkeit und Abwesenheit von Liebe lebt Rosa Luxemburg die Ausnahme: Sie behauptet den Dialog, verweigert sich dem Rückzug (ins Private), nimmt Solidarität wahr (als Versuch, die Möglichkeiten des Menschen zu erweitern) und trägt die Konsequenzen ihrer Haltung. […]

Die eigentliche Frage des Stücks ist doch, was es bedeutet, die heutige Zeit mit der alten Sprache Döblins zu fassen. Wenn das nämlich gelingt, muss man daraus auch die Schlüsse ziehen: Es hat sich nichts verändert. Das Gefühl des Stillstands fasziniert uns. Wir selbst haben nie etwas anderes erlebt als nachrevolutionäre Zeiten …

Ort der Handlung ist Berlin, hier, wo eine Gegenwart zurückkehrt zu ihrer Vergangenheit, dreht sich ein Totentanz.“ Lothar Trolle



„Der Herbst der R.L.“ Novemberszenen von Alfred Döblin – für das Hörspiel bearbeitet von Lothar Trolle

Mit Hildegard Schmahl und Matthias Fuchs

Regie: Ulrich Gerhardt
Produktion: Dlf/SWR 1999

© kulturradio, Hörspiel, 11.1.2019

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