In das Spex Online geschaut …. die neusten Reviews und die Musik dazu !
Hier mal ein Blick in die neusten Reviews des Spex Magazin, welche auch online nach zu lesen sind.
Im übrigen hat sich Spex wiedermal neu erfunden. Neues Layout und und und, mittlerweile bin ich auch wieder ein Leser geworden. Es ist eben nicht nur ein Musikmagazin … sondern kümmert sich um sich um viele Randbereiche. Wie bei vielen anderen auch, gibt es das Magazin auch im 2 – Monatszyklus.
Hier die aktuellsten Reviews.
Fatima Al Qadiri »Brute« / Review
Von Tim Caspar Boehme
Das zweite Album von Fatima Al Qadiri arbeitet über weite Strecken mit vorgefertigten Klangchiffren, die in ihrer Standardisierung einen ähnlich hohen Wiedererkennungswert haben wie die Ikonografie der Teletubbies.
Betrachtet man das Cover von Brute flüchtig und, wie es heute öfter vorkommt, in Daumennagelgröße, könnte man meinen, eine Figur aus Planet der Affen zu erblicken. Was nicht völlig abwegig ist. Genau besehen erkennt man in der Gestalt mit dem runden Gesicht jedoch ein Teletubby, das in der Uniform einer Polizeispezialeinheit steckt, mit kugelsicherer Weste, Helm und Plexiglasvisier….
Sarah Neufeld »The Ridge« / Review
Von Rita Argauer
Balanceakt zwischen patternhaftem Stoizismus und Langatmigkeit.
Streicher sind eines der wenigen Orchesterinstrumente, die in der Popmusik nicht ungewöhnlich sind. Sie tauchen konstant und nicht mehr nur als zähe Untermalung der obligaten Ballade eines Major-Popalbums vor der Jahrtausendwende auf. Klassisch arrangiert etwa in Songs von »Eleanor Rigby« bis zur grandiosen Streicher-Sextett-Version von PJ Harveys »Man Size«, als scharfkantige Sequenzen in großen HipHop-Beats oder als flirrender, atonaler Feedback-Ersatz wie John Cales Bratsche in »Venus In Furs« von The Velvet Underground.
Matmos »Ultimate Care II« / Review
Von Thomas Hübener
Eine fast schon sinfonische Sogkraft lässt sich schwer leugnen.
Seit dem italienischen Futurismus, John Cage und dem französischen Kunstfurzer Joseph Pujol wissen wir, dass alles Musik ist: das Kalben von Gletschern und Kühen, der Straßenverkehr, Boden-Boden-Raketen, Darmwinde. Das gilt natürlich auch für nützliche Haushaltshelfer wie Kühlschränke und Waschmaschinen. Den zauberlichen sonischen Glazialwelten Ersterer setzten die Gründer des Wiener Labels (Editions) Mego mit Hilfe der Verwanzung des kühlenden Küchenmöbels mit Kontaktmikrofonen unter dem Namen General Magic & Pita ein Denkmal: die Fridge Trax EP aus dem Jahr 1994. Die Waschmaschine wird jetzt vom amerikanischen Musique-concrète-Duo Matmos aus ihren utilitaristischen Säuberungszusammenhängen befreit.
Moodymann »DJ-Kicks« / Review (!!!)
Von Hans Nieswandt
Tightes Beat-Mixen als nur eine Möglichkeit von vielen: Moodymanns Technik ist variantenreich.
Ein DJ-Kicks-Mix ist eine Sache von immenser Ultimativität. Sehr lange gibt es die Serie schon, seit 1995, und mit DJ Kozes epischem Entwurf zum 50. Jubiläum im vergangenen Jahr ist der Anspruch an die monolithische Einzigartigkeit des angeforderten Mixes noch einmal deutlich gestiegen. Was den Wow-Effekt betrifft, kann sich die vorliegende Ausgabe auf jeden Fall sehen lassen: Wow, Moodymann! Wow, Detroit! Wow, Mr. Schwierig, ebenfalls seit 20 Jahren im Geschäft, mit seinem ersten derartigen Mix!
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