«Ich bin nicht nostalgisch» Mathieu Jaton, Direktor des Montreux Jazz Festival
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Zum 50. Mal öffnet das Montreux Jazz Festival am Samstag seine Tore. Ein Gespräch mit Direktor Mathieu Jaton über das Musikbusiness von heute und das Erbe von Claude Nobs.
Mathieu Jaton, Sie haben vor drei Jahren die Nachfolge von Claude Nobs angetreten. Was hat sich seit dem Tod des Festivalgründers verändert?
Eigentlich nichts. Der Geist des Festivals, der Geist von Claude, ist erhalten geblieben. Das diesjährige Jubiläumsprogramm ist mehr denn je typisch Montreux: Wir haben erneut diese Kreationen, bei denen ein Musiker eine Carte blanche bekommt und Gäste seiner Wahl auf die Bühne einladen darf.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Schwierig zu sagen. Auf alles. Gespannt bin ich auf den Auftritt von Woodkid. Das ist der derzeit gefragteste «Frenchie» im amerikanischen Musikbusiness. Ich freue mich auf die Rückkehr von Neil Young – fünfzehn Jahre lang warteten wir darauf. Und ich freue mich auf das Konzert von Muse. Sie werden nicht ihre Tournee-Show zeigen, das Auditorium Stravinski wäre dafür zu klein, sondern in einer minimalistischen Formation auftreten – wie zu Beginn ihrer Karriere…
© NZZ, 28.6.2016 Interviewvon Andrea Kucera