„Aus meinen großen Schmerzen mach‘ ich die kleinen Lieder“ Eine Lange Nacht über Heinrich Heine
Von Astrid Nettling. Heinrich Heine zählt zu den bedeutendsten Dichtern Deutschlands. Geboren wurde er 1797 in Düsseldorf. Mit seiner typischen Melange aus Witz, Satire, Ironie und bitterstem Ernst griff Heine in die literarischen und politischen Kämpfe seiner Zeit ein.
Wer kennt nicht das Lied von der „Loreley“? Gesungen wurde es als einfaches Volkslied, geschrieben hat es einer der bedeutendsten Dichter Deutschlands: Heinrich Heine. 1797 als Harry Heine in Düsseldorf zur Welt gekommen, erhält er 1825 den Namen Heinrich, als er nach seinem Jurastudium aus beruflichen Gründen als Jude gezwungen ist, sich taufen zu lassen. Schon früh ist sein Judesein für ihn mit der Erfahrung von Schmerz verbunden, aber ebenso früh erwacht sein rebellischer Geist. Sei es in seinen Liebesgedichten, den „Reisebildern“ und journalistisch-politischen Texten, sei es in seinem Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“, seinen späten „Zeitgedichten“ oder dem letzten Gedichtzyklus „Romanzero“, den der Todkranke in seiner „Matratzengruft“ in Paris verfasst. Mit der für Heine typischen Melange aus Witz, Satire, Ironie und bitterstem Ernst greift er ein in die literarischen und politischen Kämpfe seiner Zeit in der Hoffnung, dass die Ideale der Revolution – „liberté“, „égalité“, „fraternité“ – doch einmal Wirklichkeit werden. 1831 hatte Heine das restaurative Deutschland verlassen. 1835 macht ein Verbot der Schriften des „Jungen Deutschland“ Paris zu seinem lebenslangen Exil. Dort stirbt der Dichter am 17. Februar 1856.
„Aus meinen großen Schmerzen mach‘ ich die kleinen Lieder“
Eine Lange Nacht über Heinrich Heine
Von Astrid Nettling
Regie: Burkhard Reinartz
© Deutschlandfunk Kultur, Lange Nacht, 3.1.2026