BBC Radio – Late Junction: A Surrealist Mixtape from Slauson Malone 1!
In diesem Monat jährt sich die Veröffentlichung zweier surrealistischer Manifeste zum 100. Mal. Vor einem Jahrhundert suchten in Paris zwei rivalisierende Gruppen – angeführt von Yvan Goll und André Breton – in der Sprache und den Bildern der Träume und des Unterbewusstseins nach künstlerischer Freiheit.
Für Breton bestand das Streben nach Kunst und Kultur darin, „die Abwesenheit jeglicher Kontrolle durch die Vernunft zu finden, frei von jeglichen ästhetischen oder moralischen Bedenken“. Hier bei Late Junction haben wir uns (und unsere herunterhängenden Uhren) auf diesen Meilenstein zurückbesonnen, um die Auswirkungen des Surrealismus auf die Musik zu erforschen und herauszufinden, wohin eine neue Generation von Klangschöpfern uns mit ihrem Einfluss als Nächstes führen könnte.
Als Headliner präsentiert der Musiker und bildende Künstler Slauson Malone 1 (auch bekannt als Jasper Marsalis) ein Mixtape, das verkörpert, was Surrealismus für ihn bedeutet. Marsalis‘ Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst, Musik und Performance und erforscht die verschwommene Grenze zwischen diesen Bereichen. Durch die Kombination von verträumten, strukturierten und genreübergreifenden Klanglandschaften mit einem persönlichen und manchmal konfrontativen Performance-Stil versucht Marsalis, die Barriere zwischen Publikum und Darsteller zu durchbrechen. Im Stil der Surrealisten bildet das Mixtape ein „Exquisite Corpse“ aus widersprüchlichen Klängen und Einflüssen.
© BBC Radio, Late Junction, 11.10.2024
1 Slauson Malone 1 – Voyager
2 Erik Satie – Acrobats
3 hero & TERIYAKI – SPIELPLATZ w/ TERIYAKI
4 Ultra Violet – Loving
5 John Cage & Kenneth Patchen – The City Wears A Slouch Hat (extract)
6 Camacho y Cano – Hagan Rueda
7 David Evans – Regent Honeyeater
8 Merzbow – Hello Swans
9 Jennifer Walshe – Teil E bis zum Anfang von Teil F
10 Slauson Malone 1 – Love Letter Zzz
11 Joe Meek And The Blue Men – I Hear A New World
12 Kristin Oppenheim – Sail On Sailor
13 György Ligeti – Atmospheres
14 Jonny Greenwood – Botellus Fellus
15 Heinrich Biber – II. Allegro: „Die liederliche Gesellschaft von allerey Humor“
16 Tim Hecker – Prism
17 Tashi Wada – Under The Earth (feat. Julia Holter)
18 The Modern Lovers – Don’t Let Our Youth Go To Waste
19 Charles Mingus – All The Things You Could Be By Now If Sigmund Freud’s Wife Was Your Mother
20 The Locust – Earwax Halo Manufactured For The Champion In All Of Us
21 The Beach Boys – Vegetables
22 Love – 7 and 7 Is
23 The Electric Prunes – I Had Too Much To Dream (Last Night)
24 Slow Attack Ensemble – Ninety Seconds For Celeste
25 Ryuichi Sakamoto – only love can conquer hate
26 Wes Tirey – Hymn #3
27 Abraham Chapman – Bob The Furniture Man
28 Sun Ra & Henry Dumas – The Ankh & The Ark
29 Alvin Curran – La Serra (excerpt)
30 Vincent Price & The Young Spirits – Sound From The Graveyard
31 Jordan Deal – Mother’s Dance