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Das besondere Konzert: Jazzik#5 – An American in Paris. Werke von Thomas Adés, George Gershwin und Kurt Weill

Es spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Elias Brown. Unter dem Begriff „Jazz“ tummelt sich so manches, was sich nicht in eine andere Schublade der klassischen Musik hineinstopfen lässt, das haben wir vor wenigen Wochen von der Bigband Jazzrausch gelernt.

In unserer Reihe „Jazzik“ versammeln wir bewusst die Grenzgänger zwischen den Genres und Stilen. Und hören mit Freude, wie sich der amerikanische Tourist Gershwin in der europäischen Metropole Paris ebenso hörbar wohlfühlt, wie die gebürtige New Yorkerin Jocelyn B. Smith in Berlin. Eben dort hatte in den Goldenen Zwanzigern des 20. Jahrhunderts Kurt Weill eine große Zeit mit Songs und vermeintlichem Jazz, bevor er in den USA den echten Jazz kennen lernte.
Dmitri Schostakowitsch, als junger Mann erfolgreicher Kino-Pianist, befüllte seine eigene „Jazz“-Schublade einige Male mit wirklich origineller Musik, die trotz ihrer mitreißenden Verve freilich von den Wurzeln des Jazz in New Orleans nur vom Hörensagen weiß. Der Brite Thomas Adès war immerhin ein auch im Jazz bewanderter Pianist, bevor er sich um 1995 ganz und gar auf das Komponieren konzentrierte und seitdem damit sehr populär wurde. Die turbulente Three-Piece-Suite aus seiner Oper „Powder Her Face“, eine Mischung aus Foxtrott und Walzer, vereint Einflüsse aus dem Tango, von Cole Porter und von Alban Bergs Oper „Lulu“ mit sprühendem Erfindungsreichtum und bisweilen beißender Atonalität zu tragischem und auf grausame Art auch spaßigem Seifenopernkitsch: glitzernd, anrüchig witzig. © Texte: RSO Berlin Programmheft.

Thomas Adès – „Powder Her Face“ – Three-Piece-Suite für Orchester aus der gleichnamigen Kammeroper

Kurt Weill – „Lost in the Stars“ aus „Lost in the Stars“
Kurt Weill – „My Ship“ aus „Lady in the Dark“

Dmitri Schostakowitsch – „Das goldene Zeitalter“ – Suite aus dem Ballett op. 22a

George Gershwin – „But Not for Me“ aus „Girl Crazy“
George Gershwin – „It ain’t necessarily so“ aus „Porgy and Bess“
George Gershwin – „An American in Paris“

Jocelyn B. Smith, Gesang
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Elias Brown

Großer Sendesaal im Haus des Rundfunks Berlin
Aufzeichnung vom 24.01.2026

© Deutschlandfunk Kultur, Konzert, 30.1.2026

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