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Das besondere Konzert: Wild up! mit Musik des schwarzen Minimalisten Julius Eastman

Julius Eastman schrieb Minimal Music mit starken Botschaften. Als schwarzer, homosexueller Mann arbeitet er sich an seiner Identität ab und provoziert damit die Klassik-Szene der USA. Bei der Ruhrtriennale entreißt Wild up! seine Musik dem Vergessen.

Evil N***, Crazy N*** oder Gay Guerilla: Julius Eastman formt aus negativen Fremdzuschreibungen musikalische Offenbarungen, unangepasst, kompromisslos und ehrlich. In den 1970er Jahren gehört der hochbegabte Pianist noch zum inneren Kreis der amerikanischen Avantgarde-Elite. Er polarisiert mit provokativen Performances, die stets auch seine Identität als schwarzer schwuler Mann zum Thema machen. 1990 stirbt Eastman obdachlos und weitestgehend vergessen. Das Ensemble „Wild Up!“ aus Los Angeles arbeitet seit mehreren Jahren daran, Eastmans Werke wiederzuentdecken. In „Erased Music“, einer neuen Konzertreihe der Ruhrtriennale, sorgen sie dafür, dass Eastman in Erinnerung bleibt. 


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Julius Eastman:
Evil Nigger (1979)
Gay Guerilla (1979)
Crazy Nigger (1979)
für eine beliebige Anzahl ähnlicher Instrumente

Vicky Chow, Yshani Perinpanayagam, Adam Tendler, Richard Valitutto, Klavier
Les essences
Wild Up!

Leitung: Christopher Rountree

Aufnahme vom 30. August aus der Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle Bochum.

© WDR 3, Konzert, 22.11.2024

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