Der Dichter Richard O. Moore „Leben ist Leben – Tod ist Tod“

Wie lässt sich die Arbeit von Richard O. Moore beschreiben? Was zeichnet sein poetisches Vermächtnis aus? Und was erlebte er als Zeitzeuge der literarischen Bewegung der San Francisco Renaissance in den 1940er Jahren? Ein Feature zum Lebenswerk des 2015 verstorbenen Poeten.

Von Martina Groß

Als 2010 Richard O. Moores erster Gedichtband „Writing the Silences“ erschien, hatte er gerade seinen 90. Geburtstag gefeiert. Im selben Jahr traf ihn die Autorin zum ersten Mal: Er war Zeitzeuge der literarischen Bewegung der San Francisco Renaissance in den 1940er-Jahren. „Ich bin der letzte“, stellte Richard O. Moore erstaunt fest.

Martina Groß besuchte ihn immer wieder. Sie dokumentiere seine Regression, pflegte er zu sagen. Er las ihr Gedichte vor, an denen er gerade schrieb, sprach über Anarchismus, Pazifismus und den Einbruch von Ginsberg & Co. in die San Francisco Bay und die Folgen. Auch als er 2013 fast völlig erblindete, blieb er, was er immer war: Neugierig auf neue Erfahrungen, auch auf die letzte: das Sterben.

Bis zu seinem Todestag, dem 25. März 2015, arbeitete er mit dem Dichterkollektiv zusammen, bestehend aus seinen sechs Kindern und einigen jungen Westküstendichtern.

Ein Feature zum Lebenswerk des 2015 verstorbenen Poeten.

Manuskript PDF

Produktion: SWR/Dlf 2017

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