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„Der Prophet“ Dem Saxofonisten, Bassklarinettisten und Flötisten Eric Dolphy zum 60. Todestag

Eric Dolphy starb im Juni 1964 mit nur 36 Jahren, zu einem Zeitpunkt, an dem sein Einfluss auf nachfolgende Musiker bereits spürbar war. Bis heute ist sein Spiel von Altsaxofon und Flöte bahnbrechend in seiner Energie und Virtuosität. Von Niklas Wandt.

Zudem hat Dolphy die eher obskure Bassklarinette als eigenständiges Instrument für den modernen Jazz erschlossen – gründelnd, röhrend und merkwürdig sprachhaft. Ende der 1950er-Jahre machte er erstmals in seiner Heimat Los Angeles auf sich aufmerksam, als Mitglied des Chico Hamilton Quintet, wenig später in den Gruppen von Charles Mingus und John Coltrane sowie als Bandleader – etwa 1961 mit der Studioeinspielung „Out There“ und dem dynamischen Livemitschnitt „At The Five Spot, Vol.1“. Kurz vor seinem Tod entstand „Out To Lunch“, Dolphys Album mit dunklem, gespanntem Postbop, der vielen seiner Adepten den Weg in eine spielerische Freiheit gewiesen hat.



© Deutschlandfunk, Milestones, 21.6.2024

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