Die Radiotipps für den 23.12.2024
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1 und SRF 2.
01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Klassik
Moderation: Elisabeth Hahn
Die Bruckner-Schülerin Mathilde Kralik (1857-1944) hat über 250 Werke hinterlassen. Ihr Leben und Werk wird in der ersten Stunde der Tonart Klassik portraitiert mit Eindrücken ihres Urgroßneffen Rochus Kralik von Meyrswalden. Ab 3 Uhr gibt es eine persönliche Auswahl der besten Klassikalben 2024, unter anderem mit dem Bridges Kammerorchester, der Lautten compagney Berlin, L’Arpeggiata und dem Trio Orelon.
18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Gardy Stein
Offbeat-Weihnacht 2024
Ho-ho-hoffentlich macht ihr es euch so richtig gemütlich in diesen Tagen! Für die heutige X-mas-Ausgabe von Forward The Bass gibt es uns (Gardy und Karsten) wieder im Doppelpack! Beide haben wir einige teils beschwingte, teils besinnliche Stücke mitgebracht, und jaaa, zwei dezidierte Weihnachtslieder sind auch dabei. So singt Nadine Sutherland ein Cover von „Someday At Christmas“ und Dean Fraser holt sein Saxophon für die „Silverbells“ raus, aber das war’s dann auch mit Festtags-Gedudel. Den Rest der Sendung gestalten u.a. Da Break, Iseo & Dodosound, Dreadsquad, Freddie McKay, Trench Town Oddities, Nagaï, Rootz Underground, Joe Yorke, Kitma & The Co-Operators, Danakil meets Ondubground sowie Matah, High Paw und Pitch Up. Feinster Offbeat für eure Ohren!
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
“Americana Noir” mit Vera Sola & mehr Musik grenzenlos
Hinter dem Namen Vera Sola steht die US-Musikerin und Schauspielerin Danielle Aykroyd, 35 Jahre alt. Ihre Auftritte gelten als hypnotisch, ihr Stil als theatralisch und poetisch. Jetzt gibt es eine neue EP dieser Gothic Folk-Muse: „Ghostmaker“ heißt sie. Weitere Gäste an der heutigen Hörbar sind die Kuba-Diva Omara Portuondo, das französische Quintett Les Yeux d’la Tête, Schönherz & Fleer mit Lyrikpop, die Blueslegende Taj Mahal und Starpianist Ludovico Einaudi.
19:05 Uhr Bayern 2 Zündfunk
A Labour of Love – 40 Jahre Pop, Musik & Interviews für’s Radio. Rückblenden von Judith Schnaubelt
Vor 25 Jahren, kurz vor dem Millenium, bin ich nach London geflogen, um für den Zündfunk den damals schon legendären Radio-DJ John Peel von BBC Radio 1 zu porträtieren, der auch hierzulande viele Fans hatte. Es war die Begegnung mit einem sehr sympathischen Mann, der keinerlei Starallüren pflegte und viele tolle Stories zu erzählen hatte. Sogar meine Bitte, eine exklusive Sendung für unsere Hörerinnen und Hörer zu produzieren, hat er erfüllt und sich zu Beginn so vorgestellt: „Hi there, my name is John Peel, I’m a fat little fellow who plays records on the radio, in fact here’s one now …“ So viel Selbstironie geht wohl nur, wenn einer mit britischem Humor gesegnet ist. Bewundernswert! Was John Peel und ich gemeinsam hatten, neben unserem Arbeitsplatz in einem großen, öffentlich-rechtlichen Rundfunkhaus? Die Liebe zur Musik. Die Wertschätzung für jene Künstler, die diese Musik, oft jenseits des Mainstreams, kreieren. Und die große Sympathie für unsere Hörer, auch wenn wir den meisten nie begegnet sind. Unser Beruf war Berufung und oft eine „Labour of Love“. Das denke ich, haben auch die Künstler gespürt, denen ich im Lauf der Jahrzehnte begegnet bin: Aimee Mann, Sharon Jones, Lydia Lunch oder Iggy Pop, Paul Weller, Johnny Cash, Al Jarreau, Bootsy Collins oder Matthew Herbert, um nur einige zu nennen. Sie haben mir in langen Interviews ihr Vertrauen geschenkt, weil eine Journalistin sie und ihre Arbeit ernst genommen hat. So war’s. Und jetzt bitte noch eine Portion britischen Humor.
19:30 Uhr Ö1 On Stage
Europäische Jazzlegende: John Surman
Der britische Saxofonist John Surman mit dem Projekt „Words Unspoken“ bei den INNtönen 2024
Am 21. Juli 2024, nur wenige Wochen vor seinem 80. Geburtstag, trat der britische Saxofonist John Surman mit seinem neuen Quartett auf der Open-Air-Bühne des INNtöne-Festivals im oberösterreichischen Innviertel auf. Surman, der die europäische Jazzszene seit über einem halben Jahrhundert mitprägt, präsentierte die Musik seines Anfang 2024 bei ECM erschienenen Albums „Words Unspoken“ vor einem begeisterten Publikum.
Mit John Surman standen wesentlich jüngere, agile Begleiter auf der Bühne: der zu diesem Zeitpunkt 30-jährige britische Gitarrist Rob Luft, der US-amerikanische Vibrafonist Rob Waring und der norwegische Schlagzeuger Thomas Strønen.
19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Zeitfragen. Feature
„Private Hochschulen“ Was kann gekaufte Bildung leisten? Von Armin Himmelrath und Britta Mersch
In den letzten 25 Jahren hat sich die Zahl der Studierenden an privaten Hochschulen in Deutschland verzehnfacht.
20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur In Concert
Paléo Festival, Nyon: „Nile Rogers & Chic“
Aufzeichnung vom 24.07.2024
„Dance Dance Dance“, „I want your love“ und natürlich „Le Freak“ – mit diesen Hits wurden Chic in den 70er Jahren zur treibenden Kraft der New Yorker Funk- und Discoszene. Das ist vor allem Nile Rodgers zu verdanken, dem Mann, der bis heute die treibende Kraft der Band ist: Als Gitarrist, Produzent und Songschreiber hat er den Sound einer ganzen Generation geprägt. 2024 wurde Nile Rodgers mit dem Polar Music Prize ausgezeichnet – und ging mit Chic noch einmal auf Tour. Bei ihrem Auftritt auf dem Paléo Festival im schweizerischen Nyon spielte die Band nicht nur die Klassiker der 70er Jahre, sondern auch andere Songs aus dem Werk ihres Bandleaders – von „Material Girl“ bis „Get Lucky“.
21:05 Uhr Deutschlandfunk Musik-Panorama
„Klavierfestival Ruhr 2024“ Kirill Gerstein, Klavier spielt Ferruccio Busoni
Sonatina Seconda BV 259
Elegie Nr. 1 „Nach der Wendung” BV 249
Sonatine Nr. 6 „Fantasia da Camera super Carmen“ BV 284
Berceuse élégiaque op. 42 BV 252a
Toccata BV 287
Aufnahme vom 5.7.2024 aus dem Salzlager der Kokerei Zollverein in Essen
Der Erste Weltkrieg wurde zur Zäsur im Schaffen des Pianisten und Komponisten Ferruccio Busoni. Als gebrochener Mann kehrte er nach Hause zurück. Großartige, verdichtete Stücke waren vor dem Krieg entstanden, darunter Sonatinen oder die „Berceuse Élégiaque“. Hier wagte Busoni sich am weitesten vor in die Moderne. Im Sommer 2024 hat der Pianist Kirill Gerstein diese Werke vorgestellt in einem „Lecture Recital”. Gerstein lehrt und lebt heute in Berlin. Vielleicht hat er deshalb ein Faible für Ferruccio Busoni: Der nahe Florenz geborene Busoni ließ sich 1894 in Berlin nieder und starb in der deutschen Hauptstadt vor gut 100 Jahren, am 27. Juli 1924.
22:00 Uhr ByteFM Rock The Casbah mit Burghard Rausch
Love Will Tear Us Apart
In dieser Ausgabe gibt Neues und Aktuelles von Madsen, The Darkness, William Fitzsimmons, PJ Harvey & Tim Phillips, The Routes, The Deadnotes, Dead Pioneers, The Baboon Show, Linkin Park, Spritibox, Pearl Jam (wg. des 60. Geburtstages von Sänger Eddie Vedder), Älteres von Thees Uhlmann, Weihnachtliches von den Ramones, Madsen, Die Toten Hosen.
22:03 Uhr ARD Jazz. Spotlight
Liebeserklärung an eine Legende – Zara McFarlane singt Sarah Vaughan. Von Karsten Neuschwender
Im Jahr ihres 100. Geburtstages lässt die junge britische Diva Zara McFarlane die Musik einer der übergroßen und stilbildenden Diven wieder auferstehen. Weder in Form einer kopierenden Huldigung, noch macht die hochdekorierte britische Sängerin Zara McFarlane ausschließlich ihr eigenes Ding. Es geht eher um eine sehr individuelle Weiterentwicklung, die den Geist Sarah Vaughans atmet. Mit ihrer Band war Zara McFarlane zu Gast beim Internationalen Jazzfestival fill in in Saarbrücken.
23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Peter Cornelius – Der „Dichterkomponist“ (1/3)
Mit Jan Ritterstaedt
23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton
Wien Modern 2024: „Ausfaltungen und ein Fantasiestück“
Georg Graewe im Trio mit Sara Kowal und Laura Strobl
„Komponieren ist verlangsamtes Improvisieren.“ Das schrieb kein Geringerer als Arnold Schönberg in seiner Lecture „Brahms, der Fortschrittliche“. Der in Wien lebende Pianist Georg Graewe improvisiert bekanntlich auf höchstem Niveau. Und ebenfalls intensiv setzt er sich mit dem Komponieren auseinander. Verwandt und doch ganz anders. Im Rahmen des Symposiums „Digging Schönberg“, veranstaltet in Kooperation mit dem Arnold Schönberg Center und der mdw, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, trat Georg Graewe am 7. November 2024 in seinen beiden Professionen auf und interpretierte zusammen mit Harfenistin Sara Kowal und Geigerin Laura Strobl Werke von Schönberg und aus eigener Feder. Auch drei Uraufführungen von Graewe standen auf dem Programm.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
„Die Klänge des Jahres“ Ein ganz persönlicher Rückblick. Mit Ralf Summer
Die Zeit der Jahresrückblicke hat begonnen. In diesem Zeichen steht auch der heutige Nachtmix, in dem Songs von Musikerinnen und Musikern gespielt werden, die Nachtmix-Moderator Ralf Summer das Jahr über ans Herz gewachsen sind.
23:03 Uhr WDR 3 Open
Von Neapel bis Marrakesch – Lieblingsalben 2024. Mit Antje Hollunder
Das traditionelle Kora-Spiel von Momi Maiga aus Westafrika kombinert mit Cello, Geige und Flamenco – ein Highlight unter den neuen CDs dieses Jahr für Antje Hollunder. Aber auch die Canzoni Neapolitana 2.0 des italienischen Trios Suonno D’Ajere.