Die Radiotipps für den 1.11.2024
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1 und SRF 2.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Klangkunst
„Altered State Solution“ Von Dani Gal und Ghazi Barakat
Produktion: Deutschlandfunk Kultur / CTM Festival / Goethe-Institut / ORF 2019
Sie lieferten den Soundtrack zum Kalten Krieg: Störsender überlagerten viele unliebsame Radioprogramme entlang des Eisernen Vorhangs. Ihre Klänge und Geschichten haben die Künstler Dani Gal und Ghazi Barakat zu einem Hörstück verarbeitet.
01:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Tonart Global
Moderation: Olga Hochweis
Los geht es mit neuen und internationalen Sounds aus Tschechien – u.a. mit dem Comeback von DVA nach zehn Jahren Pause. Außerdem eine Verbeugung vor der Gesangsikone Fairouz zum 90. Geburtstag – und weitere libanesische Interpreten. Last but not least steht ein Lied-Klassiker im Zentrum: „La Llorona – die Weinende“ – zum Dia de los Muertos, dem Tag der Toten in Mexiko.
15:04 Uhr SWR Kultur Das Musikporträt
Die Cellistin Sol Gabetta. Von Ines Pasz
15:05 Uhr Bayern 2 Hörspiel
„Im Auge des Sturms“ Von Maxi Obexer. Regie: Gerrit Booms WDR 2023
Alle kennen die Bilder vom Sturm auf das Kapitol in Washington 2021. Was aber geschah im Innern des Hauses bei den Parlamentariern an diesem Tag? Die leidenschaftlichen Reden und verbalen Kämpfe, die vor und nach dem gewaltsamen Angriff geführt wurden, bilden das Zentrum des Doku-Hörspiels.
18:20 Uhr SWR Kultur Hörspiel
Der Plan von der Abschaffung des Dunkels (2/2) – Der Stillstand der Zeit
Nach dem gleichnamigen Roman von Peter Høeg
Aus dem Dänischen von Angelika Gundlach
Komposition: Cornelius Schwehr Bearbeitung und Regie: Hermann Naber (Produktion: SWR 2007)
19:05 Uhr Bayern 2 Zündfunk
„She brings the rain“ Songs und Tunes, in denen es mit viel Gefühl regnet. Von Judith Schnaubelt
Warum wurden eigentlich im Lauf der Popgeschichte so viele wunderbare Songs kreiert – zärtliche, melancholische, begehrende, beschwörende – in denen der Regen die Hauptrolle spielt? Vielleicht, weil ein verregneter, eher grauer Tag, die Künstlerinnen, Komponisten und Songwriter auf sich selbst und auf ihr Innerstes, auf Gedanken und Gefühle mit Tiefgang konzentrieren ließ? Sicher auch, weil in vielen Gegenden dieses blauen Planeten der Regen ein Segen ist, wenn er denn mal kommt. In Rio de Janeiro dagegen erzeugt Regen bei gutgelaunten Tropicalisten und Funkateers schon mal jene Wehmut, die sonst zum Wesen des Bossa Nova zählt. Im Mississippi-Delta, in der „sticky heat of the night“, der regenschwangeren Schwüle der Nacht, kommt Begehren auf zwischen einem Paar, das sich liebt. Oft dient der Regen im Song als Metapher für Liebe, er steht aber auch für Herzschmerz, psychedelische Träume oder gar Erlösung. Judith Schnaubelt wäre gerne öfter Regenmacherin. Sie hegt schon lange eine Sammelleidenschaft für „Rainsongs“ und wird ihre schönsten Exemplare in eine Stunde Zündfunk gießen.
19:15 Uhr Deutschlandfunk Der Rest ist Geschichte
Der Geschichtspodcast: USA-Spezial (4/4) Wie der American Dream geschrumpft wurde. Von Magdalena Pulz
Wer hart genug arbeitet, kann es vom Tellerwäscher zum Millionär bringen: Das ist der „American Dream“, ein Aufstiegsversprechen, das die Mentalität der USA seit Generationen prägt. Es ist allerdings nur die geschrumpfte Form einer historischen Idee.
19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Literatur
„Der Atem des Vergessens“ Der britische Schriftsteller Kazuo Ishiguro. Von Thomas David
Der 1954 in Nagasaki geborene Kazuo Ishiguro gehört seit Veröffentlichung seines 1989 mit dem Booker Prize ausgezeichneten Romans „Was vom Tage übrigblieb“ zu den renommiertesten Schriftstellern Englands. In seinem Roman „Der begrabene Riese“ erzählt Ishiguro von einem Britannien nach Ende der römischen Besatzung.
20:00 Uhr HR 2 Konzertsaal
LIVE – Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt
Augustin Hadelich, Violine; Leitung: Sebastian Weigle
R. Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28
Mendelssohn: Violinkonzert e-Moll op. 64
Mendelssohn: Ouvertüre zu „Ein Sommernachtstraum“
R. Strauss: Macbeth op. 23
(Übertragung aus dem Großen Saal)
20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur Konzert
„Jazzfest Berlin 2024“ Live aus dem Haus der Berliner Festspiele: Trio Tapestry
Joe Lovano, Saxofon
Marilyn Crispell, Klavier
Carmen Castaldi, Schlagzeug und Klavier
Im Anschluss weitere Konzertausschnitte und Live-Schaltung in den Club A-Trane
20:05 Uhr Deutschlandfunk Feature
„Master of Desaster“ Armin Boehm malt die Gegenwart. Von Thorsten Jantschek Regie: Matthias Kapohl
Produktion: Deutschlandfunk 2024
Der Maler Armin Boehm arbeitet an einer Ausstellung in der König Galerie Berlin. Er hat sich entschieden, große Gesellschaftspanoramen zu zeigen. Just in Zeiten, in den denen sich die Krisen in der Welt überlagern, der Klimawandel, das Kriegsgeschehen in der Ukraine und in Gaza, die politischen Transformationen in Europa und in Deutschland.
21:03 Uhr Bayern 2 Radiomitschnitt
Birgit Minichmayr, Bernd Lhotzky & Quadro Nuevo in Concert
Aufnahme des Konzerts vom 19. Februar 2024 im Münchner Prinzregententheater
Moderation: Markus Mayer
21:05 Uhr Deutschlandfunk On Stage
„The Cinelli Brothers (GB)“ Aufnahme vom 18.5.2024 beim Bluesfestival Schöppingen. Am Mikrofon: Tim Schauen
Diese Band ist eine Sensation: Wegen der individuellen Fähigkeiten der einzelnen Protagonisten, vor allem aber wegen dem, was The Cinelli Brothers auf die Bühnen bringen. Die italienischen Brüder Marco (Gitarre/Gesang) und Alessandro Cinelli (Schlagzeug) mischen zusammen mit dem Engländer Tom Julian-Jones (Gitarre, Harmonika) und dem Franzosen Stephen Giry (Bass) Blues, Soul und R&B. Sie spielen dabei jedoch nie strikt innerhalb fester Genregrenzen und vor allem mischen sie einerseits die Bandstruktur auf, wenn sie während ihrer Shows munter die Instrumente wechseln, andererseits reißen die Vier mit großer musikalischer Handwerkskunst und unterhaltsamer Energie in clever durchgestylten Revues ihr Publikum mit. So gewannen The Cinelli Brothers die britische Blueschallenge und wurden 2023 beim internationalen Wettbewerb in Memphis sensationell Zweite. Wer sie schonmal live gesehen hatte, war davon weniger überrascht.
22:00 Uhr ByteFM The Good Nightz mit Sebastian Hampf
HipHop History 2023
Welche Alben und EP waren gut und wichtig im Jahr 2023? Das klären wir hier in der HipHop History. Eine Stunde mit Platten aus US-, UK- und Deutschrap.
22:03 Uhr WDR 3 Jazz
Neue CDs vom Eva Klesse Quartett und dem Trio Besson / Sternal / Burgwinkel. Mit Thomas Loewner
Manche Projekte brauchen etwas länger bis zu ihrer Verwirklichung: so auch die beiden Alben „Stimmen“ vom Eva Klesse Quartett und „Surprise!“ vom Trio Besson / Sternal / Burgwinkel. Umso schöner, dass es diese wunderbare Musik nun zu hören gibt.
22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk
Gast: Herlinde Koelbl, Fotografin
Als Fotokünstlerin und Chronistin ist Herlinde Koelbl vom Bodensee bekannt. Sie wagt den Blick in die Seele der Menschen und in die Wohnzimmer der Deutschen. Zu Ihrem 85. Geburtstag am 31. Oktober wiederholen wir ein Gespräch aus dem Jahr 2020.
22:03 Uhr SWR Kultur Vor Ort
Frauen, die sich selbst belügen – Katja Lange-Müller über ihren Roman „Unser Ole“
Moderation: Anja Brockert
(Aufzeichnung vom 16. September 2024 im Literaturhaus Heilbronn)
22:05 Uhr Deutschlandfunk Lied- und Folkgeschichte(n)
„Der „Stern von Berlin“ aus dem Ruhrpott“ Zum 140. Geburtstag von Claire Waldoff. Am Mikrofon: Regina Kusch
Vor 100 Jahren war sie Star der Berliner Bühnen, das Publikum riss sich darum, sie live zu erleben. Claire Waldoff nahm sich alle Freiheiten, sie rauchte Zigarren, trug Männerkleidung und konnte fluchen wie ein Droschkenkutscher. Sie lebte offen mit einer Frau zusammen und galt als Inbegriff der Berliner Schnauze. Dabei war sie als Clara Wortmann am 21. Oktober 1884 in eine kinderreiche Bergarbeiterfamilie in Gelsenkirchen geboren worden. Der junge Komponist Walter Kollo, Kurt Tucholsky oder Friedrich Hollaender schrieben ihr später ihre respektlosen Gassenhauer auf den Leib: „Wer schmeißt denn da mit Lehm“, „Raus mit`n Männern aus’m Reichstag!“ oder „Wejen Emil seine unanständje Lust“ wurden zu Hymnen des Berliner „Milljöhs“, das die rebellische Künstlerin zusammen mit dem befreundeten Maler Heinrich Zille genau studiert hatte.
22:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Musikfeuilleton
„Eisenhand im Samthandschuh“ Eine Hommage an Gabriel Fauré. Von Sabine Fringes
„Monsieur, nicht nur bewundere und verehre ich Ihre Musik, vielmehr war und bin ich in sie verliebt“. Diese Zeilen ließ Marcel Proust einmal Gabriel Fauré zukommen. In seiner „Suche nach der verlorenen Zeit“ setzte er Faurés Musik ein Denkmal, denn „Kultur und Stil“ sei das, was sie neben Klang und Virtuosität lehre. Gabriel Fauré hatte einen ganz eigenen Stil, war ein Original, er trat keiner Gruppe bei und bildete keine Schule. Die Klaviermusik von Gabriel Fauré ist so eigen und verschlungen, dass selbst Franz Liszt beim Vom-Blatt-Spiel seiner Ballade passen musste. „Eine Eisenhand im Samthandschuh, und was für ein Samt.“ Mit diesen Worten charakterisierte Sohn Emmanuel das Spiel seines Vaters. Das „Musikfeuilleton“ widmet sich aus Anlass seines 100. Todestags dem Leben und Werk Gabriel Faurés.
23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf
Am Tisch mit Eva Völler, Bestsellerautorin
Sie hat mehr als eine Million Bücher verkauft, dabei ist sie eigentlich Juristin und hat als Richterin in Darmstadt gearbeitet. Heute lebt sie als Buchautorin bei Fulda und ist glücklich über ihre fünf Kinder und neun Enkel.
23:03 Uhr Bayern 2 Nachtmix
Überwältigungsmusik! Mit Noe Noack
Seit 25 Jahren gibt es die japanische Post-Rock-Band Mono. Mit ihrem aktuellen Album „Oath“, „Gelübde“, hat die Band zusammen mit Bläsern und Streichern und dem Produzenten mit Steve Albini etwas ganz Großes und überwältigendes geschaffen. Leider starb Steve Albini kurz nach Fertigstellung des Albums an einem Herzinfarkt. Takaakira Goto, der Kopf von Mono, sagt, der Geist von Steve Albini lebe in „Oath“ weiter. Kein Produzent in den letzten 25 Jahren habe die Musik von Mono so verstanden und durchdrungen wie er. „Oath“ ist 71 Minuten lang und dabei hypnotisch und aufrüttelnd zugleich. Die vier Japaner von Mono verströmen mit ihrer orchestralen Bläser- und Streicher-Begleitung auch etwas von der sakralen Atmosphäre, die wir von den Isländern Sigur Ros kennen. Außerdem geht’s in diesem Nachtmix um weitere spannende Post-Rock- Entwürfe von Bands wie Foxing, Maruja und Night Verses.
23:03 Uhr SWR Kultur Lost in Music
„Lost in Music“ Von Bettina Winkler und Martin Hagen