Die Radiotipps für den 1.3.2025
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1.
00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht
„Keine lange Zeit auf der Welt, aber eine gute“ Die Lange Nacht über William Faulkner
Von Tom Noga Regie: der Autor (Wdh. v. 06.02.2021)
Die Südstaaten waren sein Thema. Vor allem Mississippi und die Universitätsstadt Oxford, der William Faulkner (1897 – 1962) das fiktive Jefferson City nachempfunden hatte. Dort spielen die meisten seiner Romane. „Mississippi Goddamn“, wie die Sängerin und Bürgerrechtlerin Nina Simone einst sang. Das verdammte Mississippi. Der Staat im Süden, in dem das Antebellum, die Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg besonders verklärt wurde. Wo das gesellschaftliche Gift des Rassismus länger wirkte als anderswo. Wo sich eine weiße Elite länger, vehementer und brutaler gegen die Aufhebung der Rassentrennung stemmte und Afroamerikanern fast ein Jahrhundert lang elementare Bürgerrechte verwehrte. Das ist die Welt seiner Romane: einst reiche, sich aristokratisch gebende und doch von Abenteurern und Emporkömmlingen abstammende Familien, deren Werte verrottet sind und deren Mitglieder verkommen.
18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature
„Feature-Antenne: Dialekte“ Zusammenstellung und Moderation: Ingo Kottkamp
Ton: Ingo Kottkamp und die Autor*innen. Deutschlandfunk Kultur 2025 Länge: 54’33 (Ursendung)
Dialekte sind viel mehr als „volkstümlich“. Sie gehen mit der Zeit und stehen voll in der Gegenwart. Unser Magazin für Kurzdokus spricht und bespricht Dialekte aus mehreren Weltregionen.
18:20 Uhr SWR Kultur Jazz
Me and My Music – Ralph Towner. Von Niklas Wandt
Von der West Coast nach Wien, über New York, Seattle und Palermo nach Rom – die Stationen von Ralph Towners Leben sind so vielfältig wie seine Diskografie und sein Instrumentarium. Ein Leben, über das der heute 85-Jährige anekdotenreich und mit trockenem Witz zu berichten weiß. Ein Virtuose an klassischer und 12-saitiger Gitarre und Klavier, ein Veteran der Gegenkultur und Pionier eines weltoffenen und Kammerjazz, solo und mit seiner langjährigen Band Oregon.
19:00 Uhr Bremen 2 Sounds
Roberta Flack war 22 Jahre alt, als die Musikerin aus North Carolina zum Weltstar wurde – inklusive mehrere Grammyauszeichnungen. Nun ist Flack im Alter von 88 Jahren gestorben. Außerdem: In der Nacht zum Sonntag werden die Brit Awards in der Londoner O2-Arena verliehen – so etwas wie die europäischen Grammys. Und: Auf seinem aktuellen Album „Portraits“ kommt das politische Engagement Adam Bałdychs deutlich zum Ausdruck.
19:00 Uhr HR 2 Live Jazz
Kika Sprangers Ensemble & Yumi Ito Trio | jazzahead! Bremen 2024
19:03 Uhr Bayern 2 Zündfunk
„Music Is My Life: Marcia Griffiths – The Queen Of Reggae“. Ein Zündfunk-Playback von Noe Noack
Marcia Griffiths blüht auch mit 75 Jahren und nach über 60 Jahren Karriere noch immer mit und durch ihre Musik. Sie gilt bis heute als die bekannteste und populärste Reggae Sängerin und führt den Ehrentitel „Queen Of Reggae“.
Sie hatte Hits nicht nur in Jamaika, sondern auch in Großbritannien, in den USA und Kanada. Mit Bob Marley& The Wailers tourte sie an der Seite von Rita Marley und Judy Mowatt, als I-Threes um die Welt. 1981, nach dem Krebstod von Bob Marley startete Marcia Griffiths ihre zweite Solokarriere und knüpfte auch in der digitalen Dancehall Ära Mitte der 80er Jahre mühelos an frühere Erfolge an. Und noch heute tourt die Queen Of Reggae weiter um die Welt, nimmt neue Alben auf mit Damian Marley und Shaggy und gilt auch heute noch den weiblichen Newcomerinnen im Männer dominierten Reggae als Vorbild und Mentorin. Und die unglaubliche Reise der Grand Dame des Reggae ist noch lange nicht zu Ende. Urlaub ist ein Fremdwort für Marcia Griffiths, Musik ist ihre Lebensaufgabe. Das hat sie von Bob Marley gelernt.
In diesem Zündfunk-Playback blickt Noe Noack eine Stunde lang auf diese unglaubliche Reise, auf die Mission und Karriere von Marcia Griffiths zurück.
20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel des Monats Dezember 2024
„Sei uns unser sicher sicher“ Hörspiel über eine Gesellschaft im Spannungszustand
Von Gesche Piening Komposition und Klavier: Michael Emanuel Bauer
Elektronische Komposition: Mathis Nitschke
Regie: Gesche Piening BR 2024
Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
„Sicherheitshalber betrachte ich mein Sicherheitsempfinden als subjektiv und mein Unsicherheitsempfinden als objektiv. So bleibe ich wachsam und tendenziell misstrauisch.“ Gesche Piening dekliniert in ihrem Hörspiel „Sei uns unser sicher sicher“ das vielfältige Sicherheitsbedürfnis unserer Tage durch.
Nach dem Hörspiel „Schrille Signale, offene Türen“
„A History of Bones“ – Aus den Memoiren des Musikers, Malers und Schauspielers John Lurie
Eine Sendung von Karl Lippegaus
22:00 Uhr Bremen 2 Sounds in concert
Teresa Bergman & Lisa Wulff Quartett
Am 21. März kommt die in Berlin beheimatete Neuseeländerin Teresa Bergman mit ihrer Band in den Sendesaal. Wir senden heute den Mitschnitt von der Breminale 2023. Am 27. März ist die Kontrabassistin Lisa Wulff mit ihrem Jazz-Quartett im Sendesaal zu Gast. Um einzustimmen gibt es hier die Aufnahme ihres women in emotion-Festivalauftritts von 2021.
Konzertmitschnitte vom 16. Juli 2023, Breminale und vom 28. September 2021, women in Emotion-Festival
22:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Atelier neuer Musik
„Virtuoser Atem“ Aufnahmen mit Bläser-Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs 2024. Mit Julia Kaiser
Hochbegabter Bläsernachwuchs ist rar und bedarf kluger Förderung. Yeonsu Nam (Oboe), Lina Kochskämper (Querflöte), Catherina Strehmel (Tenorposaune) und Leonhard Kutsch (Bassposaune) nahmen deshalb jüngst die Gelegenheit wahr, im Deutschlandfunk Kammermusiksaal erste professionelle Studio-Aufnahmen zu machen. Die vier fielen beim vorjährigen Deutschen Musikwettbewerb positiv auf, der Medienpartner gab Unterstützung beim Produzieren musikalischer Visitenkarten. Im Herbst 2024 entstanden so Einspielungen des „Duo Concertante“ für zwei Posaunen von Daniel Schnyder, des Flötenwerks „The Great Train Race“ von Ian Clarke und ausgewählter Oboen-Etuden von Gilles Silvestrini. Dieser Tage feiert der Deutsche Musikwettbewerb sein 50-jähriges Bestehen. Als Plattform, auf der sich Studierende deutscher Musikhochschulen miteinander messen, ist er in Zeiten abnehmender Unterstützung durch die Kulturpolitik wichtiger denn je.
23:00 Uhr radio 2 The Voice
Kurt Weill in Europa und Amerika. Mit Susanne Papawassiliu
Kurt Weill ist einer der wenigen Komponisten, die man schon an den ersten Tönen erkennt. In Berlin hat er mit der „Dreigroschenoper“ einen echten Klassiker des modernen Musiktheaters geschaffen. Als Exilant in den USA schrieb er für den Broadway erfolgreiche Musicals. Seine Songs müssen nicht unbedingt von ausgebildeten Sängerinnen und Sängern gesungen werden, auch in der Folk-, Rock- und Pop-Szene genießen sie hohes Ansehen. Am Sonntag ist der 125. Geburtstag von Kurt Weill.
23:00 Uhr HR 2 The Artists Corner
„Kennen Sie Musik, die man nur am Lautsprecher hören kann?“
Elektronische Musik aus Studios in aller Welt vorgestellt von Karlheinz Stockhausen
23:03 Uhr WDR 3 Studio Akustische Kunst
Future Was Now! “Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste”
Das Persönlichkeitenkonglomerat Modellkorrektur bestehend aus Julia Scher, Tobias Grewenig, Dirk Specht und Sebastian Thewes schweißt in ihrem neuen Hörstück für das Studio Akustische Kunst die Schnittstelle von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Destabilisierungsprozesse und Adaptionsverluste Vol. 2 | 51:00 Modellkorrektur
Ivry-sur-Seine | 1:34 Iain Chambers
23:03 – 02:00 Uhr SWR Kultur Ohne Limit
Die Entflohene (1/2): Kummer und Vergessen
Hörspiel nach dem Roman „La Fugitive“ von Marcel Proust
Aus dem Französischen von Bernd Jürgen Fischer
Hörspielbearbeitung: Manfred Hess und Hermann Kretzschmar
Musik: Ensemble Modern Komposition: Hermann Kretzschmar
Regie: Ulrich Lampen (Produktion: SWR/DLF 2022)
anschließend ca. 0.32 Uhr: Erotik und Poetik der Inversion in Prousts „Sodom und Gomorrha“
Essay von Uta Felten und ca. 0.48 Uhr:
Musik aus Richard Wagners „Götterdämmerung“ (Aufnahme 1961)
23:05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht
„Keine lange Zeit auf der Welt, aber eine gute“ Die Lange Nacht über William Faulkner
Von Tom Noga Regie: der Autor (Wdh. v. 6./7.2.2021)
Die Südstaaten waren sein Thema. Vor allem Mississippi und die Universitätsstadt Oxford, der William Faulkner (1897-1962) das fiktive Jefferson City nachempfunden hatte. Dort spielen die meisten seiner Romane. „Mississippi Goddamn“, wie die Sängerin und Bürgerrechtlerin Nina Simone einst sang. Das verdammte Mississippi. Der Staat im Süden, in dem das Antebellum, die Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg besonders verklärt wurde. Wo das gesellschaftliche Gift des Rassismus länger wirkte als anderswo. Wo sich eine weiße Elite länger, vehementer und brutaler gegen die Aufhebung der Rassentrennung stemmte und Afroamerikanern fast ein Jahrhundert lang elementare Bürgerrechte verwehrte. Das ist die Welt seiner Romane: einst reiche, sich aristokratisch gebende und doch von Abenteurern und Emporkömmlingen abstammende Familien, deren Werte verrottet sind und deren Mitglieder verkommen.