Radiotipps

Die Radiotipps für den 23.11.2024

Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1 und SRF 2.


00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht

„Sehnsucht und Wehmut, Lieben und Sterben“ Die Lange Nacht des Giacomo Puccini. Von Jürgen König. Regie: der Autor
Den „Musiker der kleinen Dinge“ hat er sich selbst genannt – und hat doch wahrlich auch für die großen Fragen von Liebe und Tod Musik gefunden: Musik, die zu Herzen gehen soll und genau das auch schafft. Dafür hat das Publikum Giacomo Puccini vom ersten Tag an geliebt, während Kritik und Wissenschaft (auch in Italien) ihn jahrzehntelang eher naserümpfend zur Kenntnis nahmen – wegen der vermeintlichen „Weichlichkeit“ seiner Musik und der angeblichen Oberflächlichkeit seiner Themen. Eine erstaunliche Ignoranz, standen doch „Manon Lescaut“, „La Bohème“, „Tosca“, „Madama Butterfly“ und „Turandot“ immer auf den Spielplänen aller Opernhäuser, nirgends auf der Welt gab es je eine Phase nachlassenden Interesses: Giacomo Puccini ist – neben Shakespeare und Verdi – der meistgespielte Tragödienautor des Welttheaters. Ihn feiert diese Lange Puccini Nacht: voller Sehnsucht und Wehmut, voller Lieben und Sterben – und durchweg mit einer, wie Thomas Mann es nannte, „Fülle des Wohllauts”.


05:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Aus den Archiven

In den Jahren nach Erfindung des Radios tummelten sich immer mehr Sender auf der Mittelwelle. Mit zunehmendem Senderaufkommen wurden auch die Überlagerungen und die daraus resultierenden Störungen immer größer. Am 23. November 1978 trat der Genfer Wellenplan in Kraft. Mit ihm wurden die Wellenbänder neu geordnet. Aus diesem Anlass werden wir in den kommenden Wochen die Entwicklungsgeschichte des Radios und seiner Verbreitungswege beleuchten.
In der ersten Folge tauchen wir ein in die Welt der Amateurfunker, auch „Radio-Amateure“ genannt, die aus Garagen und Hobbyzimmern mit selbstgebauten Sendern und Empfängern Kontakte rund um den Globus knüpften. Am 22. Dezember 1970 sendete der Deutschlandfunk ein Feature mit dem Titel „Auf geheimer Frequenz – Amateurfunker machen sich nützlich“. Und hier erfuhr man, wie „old men“ Menschenverluste im Weltall erforschten oder Morde aufklärten – und das alles mit Morsetaste und Antenne.


17:04 Uhr SWR Kultur Gespräch

Elia Rediger, Komponist, Musiker, Regisseur. Im Gespräch mit Silke Arning
„Requiem für Alice“ heißt die Performance, mit der Elia Rediger künstlerisch gegen rechtsextreme Positionen protestiert. Geboren 1985 in Kinshasa als Sohn Schweizer Entwicklungshelfer, arbeitet der Komponist, Musiker und Regisseur immer politisch.


17:05 Uhr Bayern 2 Der politische Podcast

(3/4) Trotzdem Ankommen | Streit um Asyl
Denijen Pauljeviæ macht sich Anfang der 90er auf den Weg. Aus Serbien, aus dem zerfallenden Jugoslawien – er will nicht von der Armee eingezogen werden, nicht im Krieg kämpfen. Im Sommer 1993 kommt er nach Deutschland – und trifft auf eine neue Gesetzeslage. Asyl beantragen? Das soll für ihn nicht mehr möglich sein, weil er versucht, über Tschechien, einen sicheren Drittstaat, einzureisen. Es folgt: Ein Leben in der Illegalität. Was hat der Asylkompromiss für Menschen wie Denijen Pauljeviæ verändert – für alle, die trotzdem nach Deutschland kommen? Und hat der Asylkompromiss den „inneren Frieden“ gebracht, wie von der Bundespolitik erhofft?


18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur Feature

„Forever Young“ Zwei alte Schachteln auf der Suche nach der ewigen Jugend
Von Margot Litten und Mechthild Müser Regie: Marlene Breuer
Ton und Technik: Ursula Potyra und Julia Kümmel Produktion: HR / Deutschlandfunk Kultur 2020
Altern ist anstrengend, und die Welt hängt voller Spiegel. Muss sich alles um Selbstoptimierung und Aussehen drehen? Die Autorinnen surfen durch die Kulturgeschichte des Alterns zwischen schönem Schein und wahrem Sein.


18:20 Uhr SWR Kultur Jazz

Hidden Messages – Die unbekannte Seite von Art Blakeys Jazz Messengers
Die Jazz Messengers von Schlagzeuger Art Blakey waren eine Institution der Nachwuchsförderung. Unzählige einstige Bandmitglieder haben groß Karriere gemacht. Einige wenige aber sind heute fast vergessen. Umgekehrt ist von Jazz-Superstar Keith Jarrett kaum bekannt, dass er mal bei Art Blakey angefangen hat.
Von Odilo Clausnitzer


19:00 Uhr HR 2 Live Jazz

SuperBlue – Guilty Pleasures | L’Estartit Jazz Festival 2023


19:04 Uhr WDR 3 Hörspiel – Kunstpalast

„Die Vögel nach Oskar Sala“ Von Martin Gretschmann
Regie: Andreas Ammer Produktion: WDR 2010


20:05 Uhr Deutschlandfunk Hörspiel

„Mann ohne Makel (1/2 u. 2/2)“ Nach dem Roman von Christian von Ditfurth
Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
Regieassistenz: Marcus Mohr Komposition: Cornelius Renz und Mario Schneider
Ton und Technik: Lutz Pahl, Sabine Winkler und Hermann Leppich
Produktion: DKultur / NDR 2006

In der Familie des Immobilienmaklers Holler kommt es wieder zu einem merkwürdigen Todesfall. Kommissar Winter von der Hamburger Kripo ermittelt. Erst der Historiker Stachelmann führt ihn auf die richtige Spur, die bis in die 1930er Jahre zurückreicht.


21:05 Uhr Bayern 2 Radioreisen

Hippie-Reiseträume
Pizza Fridays: Aus Rudi Strelows Aussteigertraum an der Algarve wird eine angesagte Partylocation. “Traum über Kopf”: In Lars Bendels Reisebericht beschreibt er, wie er mit Voluntravel zwei Jahre um die Welt gereist ist. Servas: durchs Reisen zu Völkerverständigung.


22:00 Uhr Bremen 2 Sounds in Concert

Musikfest: Lehmanns Brothers
RB-Konzertmitschnitt vom 17. August 2024 im Innenhof des Landgerichts Bremen beim Musikfest Bremen 2024
Ihre Musik ist ein tanzbarer und partyorientierter Mix aus Soul, Funk und Rock, wozu sie zudem Elemente aus Hip Hop und R&B einstreuen. Beim Musikfest Bremen 2024 haben sie das Publikum im Innenhof des Bremer Landgerichts förmlich von den Sitzen gespielt, denn es war Tanzen angesagt.


22:05 Uhr Deutschlandfunk Atelier neuer Musik

Forum neuer Musik 2024 „L’apocalypse arabe“ Der Komponist Samir Odeh-Tamimi. Von Ingo Dorfmüller
Samir Odeh-Tamimi reibt sich am Zustand im arabischen Raum und artikuliert Zorn über immer neue Inhumanität in der Welt. Sein 2021 in Aix-en-Provence vom Ensemble Modern uraufgeführtes Musiktheater „L’apocalypse arabe“ ist dafür ein Schlüsselwerk. Das auf einem Gedicht von Etel Adnan basierende Opus spannt den Bogen von den frühen Kulturen in Mesopotamien über die alten Ägypter bis zum libanesischen Bürgerkrieg, der 1975 begann. Komponist Odeh-Tamimi, 1970 geboren in einem palästinensischen Dorf bei Tel Aviv, einer der heute in Deutschland wichtigen Komponisten seiner Generation, verschränkt die antike Tragödie mit der arabischen Klangwelt seiner Heimat. Autor Ingo Dorfmüller betrachtet das Werk aus heutiger Sicht und zeichet den Werdegang des musikalischen Urhebers bis zu dieser Komposition.


23:00 Uhr HR 2 The Artist’s Corner

Andreas Wagner: Selbstläufer remixed
1999 betrieb der Holzbläser und Komponist Andreas Wagner (* 1962) über Wochen hinweg ein schweißtreibendes Jogging-Programm. Nicht nur wegen der Fitness lief er täglich dieselbe Route durch die Kölner Südstadt und am Rhein entlang. Das Laufen war die Voraussetzung für die direkt anschließenden Aufnahmen von Saxofon-Improvisationen.


23:03 – 02:00 Uhr SWR Kultur Ohne Limit

„Theseus“ Hörspiel von André Gide
Bearbeitung: Gert Westphal Technische Realisierung: Friedrich Wilhelm Schulz, Lock
Regie: Karl Peter Biltz (Produktion: SWF 1951)
In der Erzählung, welche die Grundlage für ein weitgehend monologisches Hörspiel bildete, bringt der greise Dichter den Bericht eines Menschen, der vor dem Ende die Taten und Erkenntnisse seines Lebens überdenkt. Theseus, der den Athenern als Begründer ihres Staates galt, ging in die Sage als Bezwinger eines Ungeheuers ein.


23:03 Uhr WDR 3 Studio Akustische Kunst

Film, Sound, Art: Filmgeräuschmusiken und Filme ohne Bilder
Godzilla stampft im Takt, Robbie klickt, Lalo Schifrin sampelt Bruce Lee, Walter Ruttmann und Dziga Vertov filmen für die Ohren. David Lynch und Kathryn Bigelow lassen es interdisziplinär krachen. Die Filmkomponistin Hildur Guðnadóttir traute sich 2018 mit Mikrophonen ins Kernkraftwerk und Markus Heuger wagt sich heute Abend mit absonderlichen Soundracks und filmischer Hörkunst zu Ilka Geyer ins Studio.


23:05 Uhr Deutschlandfunk Lange Nacht

„Sehnsucht und Wehmut, Lieben und Sterben“ Die Lange Nacht des Giacomo Puccini
Von Jürgen König Regie: der Autor

Den „Musiker der kleinen Dinge“ hat er sich selbst genannt – und hat doch wahrlich auch für die großen Fragen von Liebe und Tod Musik gefunden: Musik, die zu Herzen gehen soll und genau das auch schafft. Dafür hat das Publikum Giacomo Puccini vom ersten Tag an geliebt, während Kritik und Wissenschaft (auch in Italien) ihn jahrzehntelang eher naserümpfend zur Kenntnis nahmen – wegen der vermeintlichen „Weichlichkeit“ seiner Musik und der angeblichen Oberflächlichkeit seiner Themen. Eine erstaunliche Ignoranz, standen doch „Manon Lescaut“, „La Bohème“, „Tosca“, „Madame Butterfly“ und „Turandot“ immer auf den Spielplänen aller Opernhäuser, nirgends auf der Welt gab es je eine Phase nachlassenden Interesses: Giacomo Puccini ist – neben Shakespeare und Verdi – der meistgespielte Tragödienautor des Welttheaters. Ihn feiert diese Lange Puccini-Nacht: voller Sehnsucht und Wehmut, voller Lieben und Sterben – und durchweg mit einer, wie Thomas Mann es nannte, „Fülle des Wohllauts“.


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