Die Radiotipps für den 30.12.2024
Die Radiotipps in der Übersicht für alle Kultursender des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks, ByteFM sowie des Ö1 und SRF 2.
18:00 Uhr ByteFM Forward The Bass mit Karsten Frehe
Rewind 24
Wie jedes Jahr wird die Übergangszeit gerne für eine Rückbesinnung genutzt. In der heutigen Ausgabe von Forward The Bass werden euch daher schöne Tunes präsentiert, die zurückblickend im Ohr hängen geblieben sind. Mit dabei sind Joe Yorke & The Co-Operators, Pinnacle Sound, Sailor Smile, Marcus I meets Adubta, Groundation (Foto), Nagaï, Charlie P, Total Hip Replacement, Roger Robinson, Learoy Green, Alpha Steppa & Sheila Langa, Ashkabad, Dreadsquad und Adubta meets Roots Organisation. 2024 war auch insofern ein besonderes Jahr, weil Forward The Bass im November seit 10 Jahren bei ByteFM zu hören ist. Wie schnell doch die Zeit voran schreitet!?
19:00 Uhr HR 2 Hörbar
Tamala: Griots aus Senegal und Belgien & mehr Musik grenzenlos
Diboli ist eine Grenzstadt zwischen Senegal und Mali. Aus Diboli stammen die Vorfahren von Mola Sylla, einem Wanderer zwischen afrikanischen und westlichen Musikwelten. Und so heißt auch das neue, wunderbar feinsinnige Album seiner Weltmusikgruppe Tamala.
19:05 Uhr Bayern 2 Zündfunk
Musiker unter der Linse. Ein Gästemix vom Fotografen Ingo Pertramer. Mit Moritz Jelting
Ingo Pertramer gilt als einer der bedeutendsten Künstler*innen-Fotografen Österreichs. Er hat nicht nur Musiker und Bands wie Bilderbuch, Sportfreunde Stiller oder Wolfgang Ambros ganz nah vor die Linse gebracht, sondern auch den Regisseur David Lynch oder den Politiker und damaligen Österreichischen Präsidenten Heinz Fischer. Moritz Jelting hat sich mit dem Fotografen in seinem Atelier in Wien getroffen und dabei einen Gästemix mit den wichtigsten Songs aus seinem Leben mitgebracht. Herausgekommen ist ein bunter Mix an Bands, zu denen der Fotograf immer auch eine Anekdote parat hat. Denn die meisten davon hat er nicht nur fotografiert, sie sind während seiner Karriere auch seine Freunde geworden. Wiederholung vom 14. September 2024
19:30 Uhr Ö1 On Stage
Sängerin Elina Duni mit ihrem Trio beim Jazzfestival Leibnitz 2024
Es war der eindrucksvolle Schlusspunkt des heurigen Jazzfestivals Leibnitz im Weingartenhotel Harkamp in St. Nikolai im Sausal: Vor der malerischen Kulisse der südsteirischen Weinberge ließ die polyglotte Sängerin Elina Duni ihre betörende Stimme erschallen, begleitet vom britischen Gitarristen Rob Luft (aktuell auch Mitglied des Quartetts von Saxofonist John Surman, siehe On stage am 23. Dezember!) und dessen Landsmann, Schlagzeuger Corrie Dick.
20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur In Concert
Generations Festival: Benny Golson Quartet
Benny Golson, Tenorsaxofon
Don Friedman, Klavier
Marc Abrams, Bass
Billy Drummond, Schlagzeug
Aufzeichnung vom 06.10.2000
Benny Golson (1929 – 2024) war über Jahrzehnte einer der bedeutendsten Saxofonisten und Komponisten im US-amerikanischen Jazz.
20:03 Uhr Bayern 2 Hörspiel
„Der Zauberberg (6/10)“ von Thomas Mann
Komposition: Michael Riessler Regie: Ulrich Lampen BR 2000
6. Teil: Castorp hat als Pfand von Chauchat eine Röntgenaufnahme bekommen. Der Jesuitenschüler und Kommunist Naphta tritt auf, sogleich im Streit mit Settembrini um Gott und die Welt. Der italienische Literat sorgt sich um die geistige Unversehrtheit Castorps.
21:00 Uhr ByteFM Was ist Musik mit Klaus Walter
Spiralen der Erinnerungen revisited
„Remember!“ Auf seinem neuen Track „Kaint“ wiederholt der New Yorker House-Produzent Galcher Lustwerk immer wieder dieses Wort, also etwa dreizehn Mal. Und läutet damit die Spiralen der Erinnerung ein. Spiralen der Erinnerung war das erste Solo-Album von Justus Köhncke, ein späteres heißt „Was ist Musik“, danke für den Titel mal wieder. Die Rede von den „Spiralen der Erinnerung“ kommt mehrfach vor in Hildegard Knefs Song „Wieviel Menschen waren glücklich, daß Du gelebt?“. Am 28.Dezember 2024 wäre Hildegard Knef, die man besser nicht „Die Knef“ nennen sollte, 99 Jahre alt geworden. Zu ihren Fans zählen Leute wie Hans Nieswandt und DJ Koze, der gerade einen Song mit Damon Albarn aufgenommen hat. Hans Nieswandt hat mich darauf hingewiesen, dass auch Alice Cooper Fan von Laura Nyro ist (wie Hans vermutlich auch). Ich komme darauf, weil ich in den letzten Wochen immer wieder „Hear My Song: The Collection 1966-1995“, gehört habe, eine 19-CD-Box mit dem Lebenswerk der kriminell unterschätzten Singer/Songwriterin Laura Nyro, die 1997 mit 49 Jahren gestorben ist, Eierstockkrebs. Nyro könne sogar den Menstruationszyklus in Poesie verwandeln, schreibt Vivien Goldman in den Linernotes. Von da ist kein weiter Weg zur Autobiografie eines Heizlüfters. Und zur Heizung. Und nach Liverpool.
21:05 Uhr Deutschlandfunk Musik-Panorama
Unsuk Chin: Operascope für Orchester
Bohuslav Martinu: Konzert für Oboe und kleines Orchester B-Dur
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll, op. 56
François Leleux, Oboe; Gürzenich-Orchester Köln
Leitung: Andrés Orozco-Estrada
Aufnahme vom 4.4.2024 aus der Kölner Philharmonie
2024 war ein Jahr stürmisches Jahr für das Gürzenich-Orchester Köln. Lange Zeit hatte das Ensemble zusammen mit François-Xavier Roth am Dirigentenpult große musikalische Erfolge gefeiert. Doch dann wurden Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den Kölner Generalmusikdirektor laut. Roth und die Stadt Köln machten schließlich einen Haken an die Affäre. Die Zusammenarbeit wurde in „gegenseitigem Einvernehmen“ beendet. Weil damit auch jegliche weitere interne Aufarbeitung der Causa Roth beendet war, blieben viele Fragen unbeantwortet. Es gab aber auch Lichtblicke in dieser so schwierigen Saison für das Gürzenich-Orchester. Etwa als sich mit dem Kolumbianer Andrés Orozco-Estrada der zukünftige Generalmusikdirektor in der Kölner Philharmonie präsentierte. Auf dem Programm standen neben Felix Mendelssohn Bartholdys „Schottischer“ Sinfonie, das Oboenkonzert von Bohuslav Martinu mit François Leleux als überragendem Solisten und „Operascope“. Die südkoreanische Komponistin Unsuk Chin hat diese farbig schillernde Hommage an die Oper als „Kraftwerk der Gefühle“ geschrieben.
21:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur Einstand
„Internationaler Max-Rostal-Wettbewerb 2024“ Universität der Künste Berlin
William Walton: Konzert für Viola
Brian Isaacs, Solobratsche (2. Preisträger)
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Pavel Baleff
Aufzeichnung vom 24.10.2024
22:00 Uhr ARD Jazz. Spotlight
Ein sehr persönliches Best-Of 2024. Eine Sendung von Thomas Mau
Die Zeit „zwischen den Jahren“ lädt ein, das Jazzjahr 2024 Revue passieren zu lassen. Auch dieses Jahr gab es zahlreiche großartige Neuerscheinungen, darunter viele Werke mit großen Besetzungen bis hin zur Big Band. Besonders herausragend ist „Infinite Connections“, das zweite Album der koreanischen Komponistin und Bandleaderin Jihye Lee. Als Absolventin des Berklee College of Music in Boston zählt Lee zu den jungen Talenten, die den internationalen Jazz prägen. Ihre neuen Kompositionen bestechen durch ihre Klangvielfalt und rhythmische Finesse – ein Höhepunkt des Jazzjahres 2024.Thomas Mau stellt Ihnen seine ganz persönliche Auswahl vor.
22:03 Uhr Bayern 2 Eins zu Eins. Der Talk
Gast: Donna Leon, Schriftstellerin
Donna Leon, die Schöpferin der Brunetti-Romane, erhielt den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten beim Bayerischen Buchpreis 2024. Warum ihr Commissario niemals in München ermitteln würde und wie sie im Iran Tennis spielte, erzählte sie im November in „Eins zu Eins. Der Talk“
22:03 Uhr ARD Jazz. Spotlight
Das Klarinetten-Genie – Artie Shaw und seine Swing-Visionen. Von Thomas Mau
Artie Shaw war ein Virtuose, dessen Klarinetten spielenden Swing revolutionierte und die Grenzen des Genres sprengte. Seine Hits wie „Begin the Beguine“ oder „Stardust“ machten ihn zu einer Ikone, doch Shaw war mehr als nur ein Entertainer. Die Sendung beleuchtet sein Leben zwischen Glanz, Perfektionismus und innerer Zerrissenheit – und feiert die unvergängliche Kraft seiner Musik. Thomas Mau nimmt Sie mit auf eine Reise durch das Erbe eines Ausnahmekünstlers.
23:00 Uhr HR 2 Doppelkopf
Am Tisch mit Bettina Bohle, Jazzinstitut Darmstadt
Bettina Bohle ist die neue Leiterin des renommierten Jazzinstituts Darmstadt, bei dem sie nach 34 Jahren Gründungsdirektor Wolfram Knauer ablöst.
23:03 Uhr SWR Kultur Musikstunde
Noël Coward. 125 Jahre. „A marvellous party“. (1/4) Mit Nick Sternitzke
Er ist die Synthese aus Oscar Wilde und Franz Lehár: Noël Coward, der Mann mit Fliege, Einstecktuch und dem bis zur Hälfte glimmenden Zigarettenstummel, den er elegant zwischen den Fingern hielt. Er war Dramatiker, Schauspieler, Komponist und Songwriter. Der Junge aus der Mittelschicht bahnte sich mit seiner Attitüde den Weg in die High-Society und ließ sich zum Ritter schlagen. Entgegen der Mode krachten in seinen Operetten, Musicals und Revuen keine Jazz-Synkopen. Coward war ein britischer Lehár mit dem Biss des Komponisten-und-Texter-Duos Gilbert und Sullivan. Am 16. Dezember jährte sich sein Geburtstag zum 125. Mal. In den SWR Kultur Musikstunde feiern wir das musikalische Erbe dieses „very british“ Künstlers. Eine „marvellous party“!
23:03 Uhr WDR 3 Open
Metamorphosen: Das Royal Street Orchestra aus Wuppertal. Mit Babette Michel
Das Royal Street Orchestra entführt auf die Seidenstraße und den Balkan und feiert die Vielfalt seiner Mitglieder. Auch mit großem Orchester, wie auf dem Album „metamorphose“. „Königlich“ findet Babette Michel und stellt die Wuppertaler Band vor.
23:03 Uhr Bayern 2, Bremen Zwei und MDR Kultur Nachtmix
„Die Klänge des Jahres“ Ein ganz persönlicher Rückblick. Mit Judith Schnaubelt
Die Zeit der Jahresrückblicke hat begonnen. In diesem Zeichen steht auch der heutige Nachtmix, in dem Songs von Musikerinnen und Musikern gespielt werden, die Nachtmix-Moderatorin Judith Schnaubelt das Jahr über ans Herz gewachsen sind.
23:03 Uhr Ö1 Sound Art: Zeit-Ton
2024 revisited. Das musikalische Porträt einer vielseitigen Komponistin. Die neue Ö1 CD mit Werken von Judit Varga
Die neueste Compact Disk in der von ORF und AKM herausgegebenen Reihe der „Zeit-Ton“-CDs (Edition Ö1) ist dem Schaffen der ungarischen Komponistin Judit Varga gewidmet. Sie studierte in ihrer Geburtsstadt Györ, in Budapest und später in Wien Klavier, Komposition und angewandte Musik bzw. Filmmusik. Danach wirkte sie als Dozentin an der Budapester Franz Liszt Musikuniversität, und 2019 wurde sie schließlich als Professorin für Komposition und Medienkomposition an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien berufen.